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Wie Buchenwälder nachhaltig bewirtschaftet werden können

Universität Göttingen und HAWK erforschen weltweit Buchenwälder

Waldstufen im Parque Nacional Los Alerce. Foto: Martin Kappas (2019)
Waldstufen im Parque Nacional Los Alerce. Foto: Martin Kappas (2019)

 

(4.10.2021) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen (HAWK, Koordination) erforschen in einem Verbund-

projekt weltweit Buchenwälder.

 

Ein Team aus den Bereichen Geografie, Biologie und Forstwissenschaften legt dabei den Fokus auf den Vergleich von mitteleuropäischen Buchenwäldern (Fagus sylvatica L.) und mittelpatagonischen Südbuchenwäldern (Nothofagus spp.). Ziel ist, konkrete Vorschläge zu machen, wie die Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden können. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fördert das dreijährige Projekt mit insgesamt 930.000 Euro.

 

Für das Monitoring der Wälder und die Vitalitätsbewertung nutzt das Team Geländekartierungen, hochauflösende Satellitenbilder und Drohnenaufnahmen. Aus den Ergebnissen möchte es ableiten, wie die Laub- und Nadelmischwälder der gemäßigten Zonen nachhaltig bewirtschaftet werden können. Dabei berücksichtigen die Forscherinnen und Forscher komplexe Wechselwirkungen zwischen Naturereignissen wie Waldbränden und menschlichen Einflüssen auf die Umwelt. Sie analysieren, wie gut die Schlüsselwaldbaumarten an den Klimawandel angepasst sind, und mit welchen Mustern sie auf Extremereignisse und Störungen reagieren. Daraus ziehen sie Schlussfolgerungen darüber, wie die biologische Vielfalt erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden kann, wie eine risikominimierte Waldbewirtschaftung aussehen kann und wie eine ökologische Renaturierung gefördert wird.

 

Neben den Göttinger Partnern sind im Forschungsprojekt „Nachhaltige Waldbewirtschaftung temperater Laubwälder –nordhemisphärische Buchen- und südhemisphärische Südbuchenwälder“ zudem das Centro de Investigación y Extensión Forestal Andino Patagónico (CIEFAP, Argentinien) und die Freie Universität Bozen beteiligt.
(pug)


 

 

 

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