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Wenn Baumpilze Kernfäule im Stamm verursachen

Kernfäule ist eine häufigsten Ursachen für Baumfällungen

 

Baumpilz

Foto: FotoRieth, Pixabay

 

(3.5.2021) So vielfältig die Baumarten sind, so vielfältig sind auch die Ursachen für eine Baumfällung. Während ein Baum von außen noch vital erscheinen mag, können sich im Innen bereits holzzerstörende, parasitische Pilze ausgebreitet haben. So zählt es zu den Aufgaben der Baumpflege, etwaige Schadsymptome, die von Ungeübten auf den ersten Blick nicht erkennbar sind, frühzeitig zu entdecken und passende Maßnahmen abzuleiten.

 

Ist die Kernfäule zu weit vorangeschritten und die Verkehrssicherheit des Baumes nicht mehr wiederherstellbar, kann eine Fällung notwendig werden. Hinsichtlich der Vorbeugung ist es für Baumbesitzer daher umso wichtiger, ihren Bestand regelmäßig von sachkundigen Experten kontrollieren zu lassen.

 

Braunfäule und Weißfäule im Überblick

 

Je stärker das Holzinnere zersetzt ist, desto höher ist die Gefahr, dass ein Baum unvorhergesehen umfällt. Vor allem in städtischen Gebieten stellen solche Bäume ein Risiko für Dritte dar. Wie eingehend erwähnt, gehört die vorangeschrittene Kernfäule damit zu den häufigsten Ursachen für Baumfällungen in Berlin. Während es eine Vielzahl an Baumkrankheiten und Schädlingen gibt, kann die Baumfäule generell in zwei übergeordnete Kategorien eingeteilt werden.

 

Im Wesentlichen besteht Holz aus Lignin, Cellulose und Hemicellulose. Während Lignin für die Druck- und Bruchfestigkeit des pflanzlichen Gewebes durch die Verholzung der Zellwände sorgt, trägt Cellulose entscheidend zur Zug- und Biegefestigkeit bei. Die Hemicellulose verknüpft das Lignin und die Zellulose wie ein Bindemittel, wodurch die gesamte Holstruktur noch beständiger wird.

 

Die Braunfäule umfasst solche Schädlinge, welche die Cellulose und Hemicellulosen abbauen. Sie kann sowohl im Kern, sprich dem innenliegenden Holz, als auch im Splint, dem biologisch aktiven Ring rund um das Kernholz, auftreten. Befallenes Holz verliert an Elastizität und Masse, wird spröde und weist Längs- und Querrisse auf, die im charakteristischen Würfelbruch resultieren. Das Lignin wird wiederum durch die Weißfäule zerstört, welche ebenfalls durch Pilze verursacht wird.

 

Die Weißfäule kann wiederum in zwei Formen aufgeteilt werden. Bei der selektiven Weißfäule wird zunächst das Lignin abgebaut. Die simultane Weißfäule bewirkt wiederum, dass sämtliche Zellwandkomponenten gleichermaßen abgebaut werden. Durch die voranschreitende Erweichung und Versprödung nimmt die Zähigkeit des Holzes ab. Es entsteht eine Weißfärbung, das Holz zerfasert und verliert an Stabilität. Die Braun- und Weißfäule schließen sich nicht etwa gegenseitig aus, sondern können auch gleichzeitig auftreten.

 

Fachgerechte und rechtskonforme Baumfällung

 

Durch die Sicherstellung optimaler Wuchsbedingungen und die Vermeidung unnötiger Beschädigungen kann einem Pilzbefall vorgebeugt werden. In den meisten Fällen wird der Befall jedoch erst dann erkannt, wenn der Pilz bereits Fruchtkörper am Baum ausgebildet hat. Unternehmen wie die Baumpflege Kasper in Berlin unterstützen Baumeigentümer, indem sie mögliche Schadstellen ausfindig machen und individuell abgestimmte Maßnahmen durchführen. Ist eine Entfernung unumgänglich, sollte man auch bei der Baumfällung auf einen spezialisierten Dienstleister setzen.

 

Wenn man einen Baum fällen lassen möchte, müssen die geltenden Vorschriften beachtet werden. Qualifizierte Baumpfleger und -kontrolleure verfügen einerseits über das notwendige Know-how, um die Verkehrssicherheit eines Baumes einzuschätzen. Andererseits berücksichtigen sie auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die eine Baumfällung in Berlin und andernorts voraussetzt. Wird festgestellt, dass vom Baum eine Gefahr für Dritte ausgeht – beispielsweise durch einen vorangeschrittenen Pilzbefall – holen sie die erforderlichen Genehmigungen ein, um ihn vorschriftsmäßig zu entfernen.
(Baumpflege Kasper)




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