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Vegetationsperiode - Schnittzeitpunkt für Bäume

Richtiger Baumschnitt fördert gesunde Entwicklung

 

Nachhaltige Sicherung des städtischen Baumbestandes

Foto: Kerstin Herrmann, Pixabay

 

(26.4.2021) Die Baumpflege ist ein spannendes und zugleich komplexes Themengebiet. Durch sie wird das gesunde und sichere Wachstum der Bäume in urbanisierten Räumen gefördert. In diesem Zusammenhang zählt der Baumschnitt zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen. Da es sich bei jedem Schnitt um einen Eingriff in die Baumphysiologie handelt, ist die Wahl des richtigen Zeitpunkts ein wichtiges Kriterium, um den langfristigen Erhalt zu gewährleisten.

 

Nach aktuellen Erkenntnissen eignet sich die Vegetationsperiode am besten dazu, um eine möglichst schonende und fördernde Beschneidung durchzuführen. Dank der aktiven Versorgung mit wichtigen Nährstoffe fällt es Bäumen indessen leichter, durch den Baumschnitt verursachte Wunden schnell zu heilen und sich so gegen Krankheitserreger zu wehren. Ein Zeitraum, der beim Großteil der hiesigen Laubbäume im Frühling beginnt und sich im Herbst dem Ende neigt.

 

Gutes Wetter – gutes Wachstum

 

Die individuellen Wachstumsvorgänge unterscheiden sich nicht nur von Baumart zu Baumart, sondern sind auch von Faktoren wie dem Standort, dem Alter, der Bodengüte und mehr abhängig. Es entsteht ein Zusammenspiel vielzähliger Faktoren, die in ihrer Gesamtheit auch Auswirkungen auf die Planung der Baumpflege und des Baumschnitts haben. Wenn es um den Eintritt der saisonalen Vegetationsperiode geht, zählen die sogenannten Phytochrome mit zu den ausschlaggebenden Aspekten.

 

Dabei handelt es sich um Photorezeptor-Proteine, die Licht als Umweltsignal wahrnehmen können und damit Stoffwechselprozesse wie das Pflanzenwachstum mitsteuern. Vereinfacht dargestellt können die lichtempfindlichen Phytochrome erkennen, wann die Tage länger und die Nächte kürzer werden. Anhand der Strahlungswahrnehmung deuten sie dem Baum an, wann er in die Wachstumsphase – oder auch in die Ruhephase – übergehen kann.

 

Das aktive Pflanzenwachstum wird neben den jahreszeitlichen Lichtverhältnissen auch durch die Temperatur beeinflusst. Im Hinblick auf die Vegetationsperiode wird eine anhaltende Tagesmitteltemperatur von über 5° Celsius angegeben, die in der Regel ab April erreicht wird. Auch hier gilt es im Rahmen der Baumpflege zu beachten, dass jeder Baum unterschiedlich auf Umweltbedingungen reagiert.

 

Somit kann der frühestmögliche Termin für den pflegerischen Baumschnitt von Gehölz zu Gehölz variieren. Während einige Baumarten bereits früh austreiben, treten andere erst später in die Wachstumsperiode ein. Aufgrund der aktiven Nährstoffversorgung können Bäume die Schnittwunden schneller gegen Bakterien, Pilze sowie andere Schädlinge abschotten und den Bereich überwallen.

 

Richtiger Baumschnitt fördert gesunde Entwicklung

 

Bei der regelmäßigen Baumpflege geht es vor allen Dingen darum, verkehrssichere und gesunde Bäume zu erhalten. Eine unsachgemäße Pflege kann im schlimmsten Fall das Gegenteil bewirken. Wie eingehend erwähnt hängt der ideale Zeitraum für den Baumschnitt von zahlreichen Faktoren ab. Diese abschätzen zu können, in Einklang zu bringen und mit zielgerichteten Schnittmaßnahmen zu verbinden, kann für Ungeübte eine Herausforderung sein.

 

So ist es gerade bei Schnittarbeiten wichtig, auch die gesetzlichen Regelungen einzuhalten. Dies nicht nur was den Baum-, sondern auch den Artenschutz betrifft. Im Zweifelsfall ist es daher immer ratsam, sich bei der Pflege der eigenen Bäume professionelle Unterstützung einzuholen. Sowohl im Hinblick auf die Wahl passender Maßnahmen als auch deren professionelle Durchführung kann man sich darauf verlassen, dass sämtliche Faktoren durch die qualifizierten Fachkräfte berücksichtigt werden.
(Baumpflege Kasper)





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