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Umweltschonende Baumarbeiten mit Seilklettertechnik

Die Seilklettertechnik ist die umweltschonendste und flexibelste Zugangsmethode

 

Umweltschonende Baumarbeiten mit Seilklettertechnik
Foto: Industrie Kletterer Hamburg

 

(7.8.2021) Tag für Tag leisten Bäume wichtige Dienste für Stadt und Natur. Sie verschönern das Wohnumfeld, verbessern die Luftqualität, bieten der Tierwelt Schutz sowie Nahrung – und mehr. Um ihre vielfältigen Funktionen auch in urbanisierten Gebieten erfüllen zu können, bedürfen sie einer individuellen Pflege.

 

Ob Baumschnitt, Kronensicherung, Totholzentfernung oder andere Maßnahmen: Damit man auch den höchsten Bäumen Gutes tun kann, sind entsprechende Zugangslösungen gefragt. Dabei ist die Seilklettertechnik, wie sie von ausgebildeten Baumkletterern eingesetzt wird, die umweltschonendste und flexibelste Zugangsmethode.

 

Das Zugangsverfahren im Überblick

 

Je gepflegter ein Baum ist, desto vitaler und stärker ist er. Für den langfristigen Erhalt ist es daher umso wichtiger, seinen Baumbestand regelmäßig zu umsorgen. Während bei kleinwüchsigen Baumarten oftmals eine Leiter ausreicht, um einen pflegenden Baumschnitt durchzuführen, gelangt sie bei größeren Exemplaren an ihre Grenzen. Gleichzeitig steigt auch das Risiko, sich bei den Arbeiten zu verletzen – beispielsweise durch einen Absturz. Hier kommen qualifizierte Baumkletterer ins Spiel. Mit Hilfe der Seilunterstützten Baumklettertechnik, kurz „SKT“ oder auch Seilklettertechnik genannt, gelangen sie an jede Stelle in der Krone. Diese Zugangslösung stellt eine besondere Alternative zu Hebebühnen dar. Im Gegensatz zu schweren Fahrzeugen wird wenig Platz um den Baum benötigt, während der Boden nicht verdichtet wird. Weil die Baumkletterer von innen nach außen vorgehen, ist jeder Punkt im Baum – selbst in stark bewachsenen Kronenbereichen – erreichbar. Nicht zuletzt schont die Seilklettertechnik sowohl den Baum, die Umwelt sowie den eigenen Geldbeutel.

 

Um diese Zugangslösung beruflich anwenden zu dürfen, müssen angehende Baumkletterer eine mehrstufige Ausbildung durchlaufen. Diese teilt sich in die Qualifikationen „SKT-A“ und „SKT-B“ auf, die beide mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung enden. Die theoretischen Inhalte des SKT-A-Kurses umfassen die Gefährdungsbeurteilung, die Einweisung in das umlaufende Klettersystem, die Materialkunde zur Persönlichen Schutzausrüstung und mehr. In der Praxis werden die verschiedenen Auf- und Abstiegsmethoden sowie Rettungsübungen vermittelt. Der SKT-B-Lehrgang baut darauf auf und ergänzt die Kenntnisse um den Umgang mit der Motorsäge sowie den Einsatz von Rigging-Systemen. Das Rigging beschreibt dabei spezielle Arbeitsverfahren, mit dem Baumteile kontrolliert zu Boden gebracht werden. Mit diesem Wissen ist nicht nur der punktuelle Baumschnitt, sondern auch die Abtragung gesamter Bäume möglich.

 

ZTV-Baumpflege: Fachliches Regelwerk für Baumkletterer

 

Mit dem Baumschnitt wird einerseits die Verkehrssicherheit der Bäume gewährleistet, indem bruchgefährdete Teile entfernt und Gefahrquellen auf diesem Wege reduziert werden. Andererseits trägt er auch zu einer gesunden Entwicklung des Baumes bei. Bei Obstbäumen ist der regelmäßige Baumschnitt ebenfalls notwendig, um den Fruchtertrag zu fördern. Jedoch kann ein falscher Schnitt auch das Gegenteil bewirken und dem Baum schaden. Im Zweifel ist es daher immer ratsam, sich die Unterstützung qualifizierter Baumkletterer zu sichern. Spezialisierte Unternehmen wie die Industrie Kletterer Hamburg wenden die „ZTV-Baumpflege“ als fachliche Grundlage an, um passende Lösungen abzuleiten. Neben der sicheren Anwendung der Seilklettertechnik, handwerklicher Kompetenz und professioneller Ausrüstung ist die ZTV-Baumpflege ein wichtiger Eckpfeiler für die Umsetzung fachgerechter Baumarbeiten.

 

Die „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege“ sind ein Regelwerk, das von der Forschungsstelle Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) herausgegeben wird. In der ZTV-Baumpflege werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gebündelt und in baumpflegerische Handlungsempfehlungen übertragen. Weil sich die Forschung konstant weiterentwickelt, wird das Regelwerk regelmäßig aktualisiert. Damit dient es Baumkletterern und -pflegern als richtungsweisender Leitfaden, wenn es um Arbeiten wie den Baumschnitt, die Sturmschadenbeseitigung oder auch die Baumfällung geht. Der Vorteil für Auftraggeber besteht in der Gewissheit, dass die Maßnahmen fachgerecht und nach modernen Standards erfüllt werden. Stets mit dem Ziel im Blick, das Optimum für den eigenen Baumbestand zu erreichen. Ganz egal, in welcher Höhe die Baumkletterer zu Werke gehen.
(Industrie Kletterer Hamburg↗)



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