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Japankäfer, Feuerbakterium und Co.

Warum Pflanzengesundheit einen eigenen Aktionstag braucht


Japankäfer (Popillia japonica)

Der Japankäfer (Popillia japonica) wurde im Sommer 2021 erstmals im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet nachgewiesen. Foto: A. Knoblauch/ EPSD Schweiz

 


(12.5.2022) Die UNO hat den 12. Mai zum Tag der Pflanzengesundheit erklärt. Das Julius Kühn-Institut informiert über die Gefahren durch eingeschleppte Pflanzenschädlinge u.a. mit einem Quiz.

 

Tourismus und internationaler Handel lassen die Welt zusammenrücken. Aber im Gepäck der globalen Waren- und Menschenströme reisen auch unerwünschte und gefährliche Passagiere mit. Um auf die Gefahren für Land-, Forstwirtschaft und Gartenbau aufmerksam zu machen, die von nichtheimischen Krankheiten und Schädlingen ausgehen können, hatten die Vereinten Nationen bereits 2020 zum Internationalen Jahr der Pflanzengesundheit erklärt. Um die Öffentlichkeit auch weiter für dieses Problem zu sensibilisieren, wurde der 12. Mai nun zum Internationalen Tag der Pflanzengesundheit ernannt.
Das Julius Kühn-Institut (JKI), das als Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in diesem Bereich forscht und behördliche Aufgaben an der Schnittstelle zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Deutschland und der EU wahrnimmt, unterstützt die weltweite Kampagne.

Das Institut betreibt zur Pflanzengesundheit ein Wissensportal ↗ und fordert die Bevölkerung auf, ihr Wissen online zu testen. Hier geht es zum Internetquiz Pflanzengesundheit ↗ des JKI.

 

„Pflanzengesundheit ist nicht gleichzusetzen mit Pflanzenschutz“, betont Dr. Bernhard C. Schäfer, der am JKI in Braunschweig das zuständige Fachinstitut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit leitet. „Bei der Pflanzengesundheit geht es um Regeln und Maßnahmen, die verhindern, dass nicht heimische Schadorganismen wie Insekten, Pilze, Bakterien und Viren von Pflanzen nach Europa bzw. Deutschland eingeschleppt werden. Auch gebietsfremde invasive neue Pflanzen können Probleme bereiten. Denn solche neuen Schadorganismen gefährden die Artenvielfalt in heimischen Ökosystemen und können auf Feldern, Plantagen, in Wäldern, Gewächshäusern aber auch in Parks und Gärten große Schäden anrichten“, erklärt Schäfer. Sogenannte Quarantäneschadorganismen müssen z. B. sofort bekämpft werden, damit sie sich nicht etablieren können. Dazu gibt es ein umfangreiches Regelwerk der Europäischen Union, an dessen Umsetzung das JKI für Deutschland maßgeblich beteiligt ist.

 

Um die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Asiatischen Laubholzbockkäfer zu verhindern, werden Holzpaletten, in denen der Käfer gerne mitreist, thermisch behandelt. Behandeltes Material wird entsprechend gekennzeichnet. Foto: Thomas Schröder/JKI

 

Beispiele für solche Quarantäneschadorganismen in Europa sind der Asiatische Laubholzbockkäfer, das Bakterium Xylella fastidiosa, das nicht nur den Olivenanbau in Südeuropa bedroht, der Kartoffelzystennematode oder das Citrus Bark Cracking Viroid, das dem Hopfenanbau zusetzt. Für Schlagzeilen sorgte zuletzt der Japankäfer, weil er im August 2021 erstmals im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet gesichtet wurde.
(JKI)

 

Weiterführende Links:
Julius Kühn-Institut (JKI)
Internetquiz
JKI-Animationsfilm (YouTube)
International Day of Plant Health 2022





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