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Essbare Vogelbeere für den Hausgarten

Attraktives Gehölz für Tiere und Menschen

 

Ein Vogelbeerbaum am Viadukt-Wanderweg in Altenbeken
Die Essbare Vogelbeere ist ein attraktiver Baum für den Hausgarten. Foto: Eah, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0


 

(16.10.2022) Während der Genuss von Vogelbeeren üblicherweise Tieren vorbehalten ist, sind die Früchte von Sorbus aucuparia ‚Edulis‘ auch für Menschen genießbar. Sie liefern viel Vitamin C und zaubern farbige Blickpunkte in den herbstlichen Garten.

 

Die Eberesche, wie Sorbus aucuparia im Deutschen heißt, ist ein sommergrüner Kleinbaum. Der Sortenname 'Edulis' steht dafür, dass die Beeren essbar sind. Da die Auslese im 19. Jahrhundert in Mähren entdeckt wurde, wird der Baum auch Mährische Eberesche genannt.

 

Nützliche Zierde für den Garten

 

Ab August zeigen sich die orangegelben bis hellroten Früchte, die gleichermaßen schön anzusehen wie schmackhaft sind. Auch die weißen Blütendolden der Eberesche, die im Mai erscheinen, sind überaus dekorativ und werden gerne von Insekten besucht. Im Herbst präsentiert sich das gefiederte Laub zudem in gelber bis orangeroter Färbung. Mit etwa 40 bis 50 Zentimetern Zuwachs im Jahr in der Höhe und einem Breitenwachstum von jährlich 30 Zentimetern erreicht das Gehölz relativ schnell seine endgültigen Ausmaße von 8 bis 12 Metern Höhe und etwa 6 Metern Breite. Dabei wächst es eiförmig und bildet eine lockere, leicht überhängende Krone.

 

Früchte und Blütendolden
Früchte und Blütendolden der Eberesche. Fotos: Pixabay

 

Essbare Vogelbeere pflanzen

 

Die Eberesche ‚Edulis‘ ist in vielen Baumschulen als Containerware erhältlich. Sie ist nicht nur windfest und überflutungstolerant, sondern auch sehr pflegeleicht. Ebereschen können das ganze Jahr hindurch gepflanzt werden, optimal sind jedoch der Herbst oder das Frühjahr. Als Standort eignet sich ein sonniger bis halbschattiger Platz mit durchlässigem, humosem Boden. Das Pflanzloch sollte der Ballengröße der Vogelbeere entsprechen. Bevor die Pflanze hineinkommt, sollte der Wurzelballen gewässert werden. Nachdem er vorsichtig ins Pflanzloch gesetzt und dieses mit Gartenerde aufgefüllt wurde, sollte der Baum gut angegossen werden.

Vor der Pflanzung der Sorbus aucuparia ,Edulis’ sollte bedacht werden, dass der Baum über 100 Jahre alt wird.

 

Wird ein Standortwechsel nötig, sollte dieser in den ersten Jahren erfolgen. Später ist das Umsetzen wegen der starken und ausladenden Wurzelbildung schwierig bis unmöglich. Auch sollte beachtet werden, dass die Essbare Vogelbeere nicht gerne an Mauern oder Hauswänden steht, da diese Hitze speichern und wieder abgeben, welche der Baum nicht verträgt. Besonders schön kommt das Laubgehölz als Solitärpflanze zur Geltung, zum Beispiel auf einer Rasenfläche. Aber auch zum Beispiel in Kombination mit dem Gewöhnlichen Schneeball oder mit Liguster ergibt sich ein harmonisches Bild im Garten. Wegen der eher lichten Krone ist auch eine Unterpflanzung mit kleinen Büschen denkbar.

 

Vogelbeeren schmecken nicht nur Vögeln
Vogelbeeren schmecken nicht nur Vögeln. Foto: Pixabay

 

Sorbus aucuparia ‚Edulis‘ pflegen

 

Da die Eberesche 'Edulis' Temperaturen bis minus 31 Celsius übersteht, ist ein Winterschutz nicht nötig. Zwischen März und April sollte sie gedüngt werden und von Mai bis September sind, besonders in trockenen Perioden, regelmäßige Wassergaben nötig. Für den Rückschnitt sind die Monate Oktober und November ideal. Schnitt- und Sägewunden sollten umgehend mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden, um das Eindringen von Krankheitserregern zu verhindern. Allerdings ist ein Schnitt nicht zwingend notwendig. Gegebenenfalls sollte man Sorbus aucuparia ‘Edulis’ nach der Blüte auslichten. Ansonsten ergibt sich in der Regel auch so ein harmonisches Wuchsbild. Darüber hinaus ist bei Sorbus aucuparia 'Edulis' nicht viel Pflege

Aus den Früchten der Eberesche lässt sich eine schmackhafte Marmelade herstellen.
Foto: medienleiter / markus leiter / pixelio.de

notwendig. In jedem Falle ist mit einer reichen Ernte der süß-säuerlichen Beeren zu rechnen. Werden die Früchte nicht geerntet, bleiben sie im Gegensatz zum Laub auch den Winter über am Baum und sind eine wertvolle Futterquelle für Vögel.

 

Ernte und Verarbeitung der Vogelbeeren

 

Der Anteil an Parasorbinsäure, der die Vogelbeeren der Wildform für den Menschen bitter und damit ungenießbar macht, ist bei der essbaren Eberesche stark reduziert. So können die Vitamin C-reichen Früchte auch roh verzehrt werden. Dennoch werden sie üblicherweise zu Marmelade, Sirup oder Likör verarbeitet. Auch, um die reiche Ernte haltbar zu machen. Für eine Konfitüre können die Früchte nach Geschmack wie jedes andere Obst mit Gelierzucker und eventuell weiteren Zutaten eingekocht werden. Wer keine Kerne mag, entsaftet die Beeren und verarbeitet den Saft zu Gelee oder Sirup. Vogelbeeren-Mus soll positiv auf die Darmflora wirken. Zur Zubereitung werden die Vogelbeeren weichgekocht und durch ein Sieb passiert. Für längere Haltbarkeit wird das Mus noch einmal aufgekocht und in sterile Einmachgläser abgefüllt. Auch Blüten und Blätter können verwendet werden: Mit heißem Wasser übergossen ergeben sie einen schmackhaften Aufguss, der gegen Magenbeschwerden und zur Blutreinigung helfen soll. Wer die Vogelbeeren-Ernte nicht gleich verarbeiten kann oder möchte, kann die Früchte waschen, verlesen und bis zur weiteren Verwendung einfach einfrieren.

(Quelle: IVA-Magazin / iva.de)



 

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