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„Ein Baum für Heinz“

Danke, Karl-Heinz Walzer

Sonnenschutz bei Arbeiten im Freien besonders wichtig

Ing. Karl-Heinz Walzer (1943-2021). Foto: Horst Schunk


(11.4.2022) Für den Planer des „Grünen Labors Coburg“ am Himmelsacker, Herrn Ing. Karl-Heinz Walzer (1943-2021) aus Wien wurde am 7. April 2022 ein „Erinnerungsbaum“ gesetzt. Damit ist dem leiden-

schaftlichen Baumfreund und Baumkenner aus Wien ein nachhaltiges „Dankeschön“ ausgesprochen worden. Das „Grüne Labor Coburg“, initiiert von der ISA Austria/Germany (International Society of Arboriculture), wäre ohne den Fachmann und Macher Ing. Karl-Heinz Walzer aus Wien so nicht realisiert worden.

 

Bei Wind und Regen wurde am 7. April 2022 im "Grünen Labor Coburg" ein Erinnerungsbaum für den Planer des "Grünen Labors", Herrn Ing. Karl-Heinz Walzer aus Wien gepflanzt. Eine Purpur-Erle (Alnus spaethii), gesponsert von der Baumschule Späth aus Berlin. Das Erinnerungsschild für Karl-Heinz Walzer wurde von der Firma Schreiner-Werbetechnik Coburg, gespendet.
Einer der Väter des "Grünen Labors" und großer Sponsor, Hans-Hermann Stöteler aus Ahaus, konnte aufgrund der Stürme nicht anreisen, war in Gedanken jedoch bei dieser Pflanzaktion dabei.

 

Bei Wind und Regen wurde am 7. April 2022 im "Grünen Labor Coburg" ein Erinnerungsbaum für den Planer des "Grünen Labors", Herrn Ing. Karl-Heinz Walzer aus Wien gepflanzt. Eine Purpur-Erle (Alnus spaethii), gesponsert von der Baumschule Späth aus Berlin.
Das Foto zeigt von links nach rechts; Heike Hess, BN, Kreisgruppe Coburg, Joseph Klaffenböck von der ISA Austria und Prof. Dr. Hartmut Balder aus Berlin. Foto: Horst Schunk


Walzer entwarf den Plan für das hügelige Gelände am Coburger Himmelsacker. Er bestimmte die 80 Gehölzar-

ten, die seit dem Jahre 2000 in diesem Versuchsgarten im Rahmen eines Langzeitprojektes untersucht, erforscht und beobachtet werden.
Gesucht und besorgt sowie anschließend in Coburg ggepflanzt wurden diese Gehölze allerdings durch Hans-Hermann Stöteler.
Walzer brachte vorab Bodenproben vom Coburger Himmelsacker nach Wien, um weitere Erkenntnisse für geeignete Gehölze zu erlangen. Der schwere Coburger Lehmboden, so erzählte Karl-Heinz Walzer häufig mit einem verschmitzten Lächeln, hätte bei Kontrollen jederzeit mit Plastiksprengstoff verwechselt werden können.


Im Jahre 1991 war Ing. Walzer neben der Firma Scheidler aus Minden, vertreten durch Gerd Scheidler. Hartmut Schmidt, Hans-Hermann Stöteler und Manfred Saller aus Österreich Gründungsmitglied des ISA-Chapters Austria/Germany. Im Jahre 2001 trennten sich diese beiden Chapter und wurden im Anschluss eigenständig. Karl-Heinz Walzer agierte anschließend bis 2007 als Präsident dieses österreichischen Chapters.

Karl-Heinz Walzer
Ing. Karl-Heinz Walzer (1943-2021). Foto: Horst Schunk

Zudem wirkte er als Direktor der Berufsfachschule für Gartenbau und Floristik in Wien. Er war Landschafts-

architekt der Österreichischen Gesellschaft für Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur. Dazu Gerichtssachverständiger für Baumfragen.


Als er den ISA-Auftrag für die Planung des „Grünen Labors Coburg“ annahm, hieß diese Einrichtung anfangs „Lebendes Labor“. Daraus wurde dann das „Grüne Labor“. Walzer tauschte sich im Vorfeld der Planungen intensiv mit den Coburgern aus, so zum Beispiel bei der Festlegung der Gehölze.


Viele Male besuchte er „seinen Coburger Versuchsgarten“. Dabei bleibt auch seine fröhliche, teils verschmitzte Art positiv im Gedächtnis vorhanden. Karl-Heinz Walzer war ein engagierter, geradliniger, unerschütterlicher Mensch, wenn es um sein Fachgebiet ging. Wer ihn länger und gut genug kannte, konnte einen guten Freund in ihm finden. Schnelle Ergebnisse aus dem „Grünen Labor Coburg“ sollte niemand erwarten, Bäume benötigen mehr Zeit als Menschen - und haben diese auch, war sein Credo.


Ein Erinnerungsbaum für einen Mann der Bäume.
Eine ehrlichere Wertschätzung für ihn kann es gar nicht geben.


In diesem Zusammenhang muss unbedingt an drei weitere Männer erinnert werden, die sich seit nun über 20 Jahren mit dem „Grünen Labor Coburg“ definieren. Sie traten als mehrfache, großzügige Sponsoren in Erscheinung, als Verfechter und Kämpfer für diese Einrichtung, als Betreuer und auch zuständig für die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus diesem Versuchsgarten: Es sind dies Hans-Hermann Stöteler aus Ahaus, Prof. Dr. Hartmut Balder aus Berlin (Beuth-Hochschule) sowie Joseph Klaffenböck, jetziger Präsidenten der IS Austria.


Standen und stehen Termine vor Ort an, beispielsweise um Erkenntnisse auszutauschen, weiteres Vorgehen zu beraten und Pflanzungen auszuführen, waren und sind diese drei Baumfreunde immer mit dabei.. Danke muss auch dem Grünflächenamt Coburg gesagt werden, für tatkräftige Unterstützung in all den Jahren. Seit zwei Jahren ist zudem die Kreisgruppe Coburg des Bundes Naturschutz in Bayern mit im Boot. Vergessen werden darf auch nicht der Einsatz und das enorme Engagement des früheren Vereins „Baumschutz Coburg e.V.“, ohne diesen Verein wäre das Projekt „Versuchsgarten“ nicht in Coburg realisiert worden.


Das „Grüne Labor Coburg“ gilt seit seiner Fertigstellung im März 2000 als öffentliche Einrichtung und kann jederzeit besucht werden .Der Gedanke des „Baumschutzes“ spiegelt sich in diesem Projekt ebenfalls wider.
(Horst Schunk, Coburg)


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