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Die Atlas-Zeder (Cedrus atlantica)

Baumarten der Zukunft Teil 7

 

Nadeln und Zapfen der Atlas-Zeder
Foto: Mustapha Bassouh, Cedrus atlantica in Jbel Lekraa, CC BY-SA 4.0

 

(18.10.2021) Das Forstunternehmen Falkenstein setzt in seinen Wäldern in Brandenburg auf einer Fläche von 1.000 Hektar derzeit Pflegemaßnahmen um. Noch im aktuellen Geschäftsjahr wird eine flächige Durchforstung durchgeführt. Ziel dabei ist es, schwächere und zu eng stehende Bäume zu entnehmen. Dadurch erhalten die sogenannten Zukunftsbäume mehr Sonnenlicht und können ihre Wuchsleistung noch besser entwickeln.

 

Ein positiver Nebeneffekt dieser Waldpflege ist die Ernte von 24.000 Festmetern Rundholz und damit für Falkenstein ein wesentlicher Erlös. Gleichzeitig gelangt nach dieser Waldpflege mehr Licht auf den Waldboden, sodass mit der Zupflanzung von weiteren Zukunftsbaumarten unter dem Schirm der Altbäume gestartet wird.

Die Vorbereitung für eine möglichst effiziente Aufforstung und das sogenannte Re-Greening laufen bei Falkenstein Forst seit Monaten.

 

Park- und Alleebaum auch in der Forstwirtschaft

 

Bei der Aufforstung legt Falkenstein den Fokus auf klimatisch stabile Baumarten. Hier tritt gerade auch die Atlas-Zeder hervor, eine robuste Baumart, welche in der deutschen Forstwirtschaft bisher nur in kleinem Maßstab

angebaut wird und dementsprechend nur von wenigen Forstleuten als Zukunftsbaumart erkannt wird. In Frankreich hingegen wird die anpassungsfähige Atlas-Zeder (Cedrus atlantica) bereits seit 1850 auf kargen Böden erfolgreich zur Produktion von hochwertigem Holz eingesetzt.

Heimisch ist dieser Nadelbaum aus der Familie der Kieferngewächse im nordafrikanischen Atlasgebirge. Bekannt ist die Atlas-Zeder hierzulande vor allem als ästhetischer Park- und Alleebaum, doch zeigen sich Vorteile, die den Grundstein für den Einsatz in der Forstwirtschaft legen.

 

Atlaszeder
Atlas-Zeder (Cedrus atlantica). Tyler Arboretum↗ 2007.
Foto: Derek Ramsey (Ram-Man), Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5

Hohe Anpassungsfähigkeit

 

Die Atlas-Zeder gedeiht überwiegend an sonnigen und kalkhaltigen Standorten mit einer hohen Niederschlagsmenge. Sie zeichnet sich jedoch daneben durch ihre hohe Toleranz gegenüber den Gegebenheiten des Standortes aus und entwickelt sich sogar auf trockenem, devastierten Umfeld mit sandigen Böden frohwüchsig.

Das Herzwurzelsystem der Atlas-Zeder sorgt für eine solide Standfestigkeit gegenüber Starkwinden und sichert während Dürreperioden die Wasserversorgung des Baumes.

 

Schutz vor Wildverbiss

 

Die Atlas-Zeder erreicht Höhen von über 30 Metern und besticht durch ihren massigen Stamm mit einem Brusthöhendurchmesser von deutlich über einem Meter. Ohne die forstliche Nutzung erreichen Atlas-Zedern ein Alter von 700 Jahren. Aber auch innerhalb der forstlichen Umtriebszeit von 120 bis 150 Jahren zeigt die Atlas-Zeder eine eindrucksvolle Wuchsleistung.

Bemerkenswert sind zudem die Nadeln der Atlas-Zeder. Diese sind von einem türkisen Farbton geprägt und äußerst hart. Durch diese Eigenschaft hat die Atlas-Zeder wenig Probleme mit Verbiss und dem Schälen durch Wildtiere wie dem Reh- und Rotwild.

"Bei unseren französischen Forst-Kollegen hat sich gezeigt, dass ein aufwändiger Verbiss- und Fegeschutz für Setzlinge oder der Zaunbau bei der Atlas-Zeder nicht notwendig ist. So können die Setzlinge im Halbschatten unter den Schirm der Altbäume großflächig ausgebracht werden", erklärt Christian Fröhlich, Projektmanager der Waldflächen.

"Solche Schutzmaßnahmen bei Forstpflanzen großflächig einzusparen, setzt Kapital frei, das im Forst an anderer Stelle wertschöpfend investiert werden kann", ergänzt Jan Steinmacher als Geschäftsfeldentwickler des Unternehmens.

Die Resistenz der Atlas-Zeder gegenüber Krankheiten und Schädlingen wie dem Borkenkäfer rundet das Bild des robusten Baumes ab.

 

Qualitativ hochwertiges Holz

 

Auf dem Holzmarkt werden für die hochwertigen Hölzer der Atlas-Zeder Preise erzielt, welche mit dem Rundholz der Douglasie konkurrieren. Je nach Sortiment und Standort liegt der Rundholzpreis der Atlas-Zeder im Mittel bei etwa 100 Euro pro Erntefestmeter.

Das gesägte Holz der Atlas-Zeder ist wegen seiner leichten maschinellen Bearbeitbarkeit begehrt und wird gerne in der Möbelindustrie sowie im Außen- und Innenausbau eingesetzt. Herausragend ist die hohe Dichte und die Dauerhaftigkeit des Zedernholzes.

Ein weiteres Einsatzgebiet für die Atlas-Zeder stellt zudem die Parfümherstellung dar. Ätherische Öle aus Zedernholz sind auf einem wachsenden Markt begehrt und werden hochpreisig gehandelt.



Über Falkenstein
Falkenstein Forstmanagement GmbH↗, mit Sitz in Löwenstein↗ , betreibt professionelle Forstwirtschaft auf eigenen Waldflächen in Deutschland. Als Unternehmen der Nachhaltigkeitsbranche investiert Falkenstein in den Umbau seiner Waldflächen hin zu einem klima-resilienten Misch- und Dauerwald. Waldflächen und Forstgüter werden deutschlandweit hinzuerworben.
(pts)



 

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