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Störfaktor Baum?

Neu ist das nicht, Bäume und andere Gehölze stören immer häufiger

 

Störfaktor Baum?
Foto: Horst Schunk

 

(22.10.2020) Neben Fahrbahnen, an Fischteichen, an Flussufern, im Umfeld der Sportplätze. Sie stehen im Weg, benötigen zu viel Raum, werfen Laub und Samen auf die Böden. Sie „verdunkeln ganze Gemeinden“, wie schon zu lesen war.

 

Es wird in Neubaugebieten immer grauer und öder. Die Menschen benötigen für angenehmes Wohnen heute erheblich mehr an Grund und Boden, doch der muss irgendwo her kommen - also von bisherigem Grünland. Der erste Zugriff bei Neubauten aller Art, für Infrastrukturmaßnahmen erfolgt demnach auf „freies“ Grünland, weniger auf Baubrachen. Dann müssen ständig Bäume, Sträucher, Hecken und anderes natürliche Grün weichen. Die warmen Worte für mehr Artenschutz, mehr Grün, mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden Tag für Tag zur Farce.


In Vorgärten, Hausgärten, Schrebergärten, Kindergärten und auf Friedhöfen sieht man Gehölze, vor allem größere Gehölze, ebenfalls nicht mehr so gerne. Genauso wenig an Feldrainen, Böschungen oder am Waldrand. Dort im Wald werden inzwischen sogar die Wegränder gemäht und Äste über den Wegen abgesägt oder abgerissen.

 

Waldrain
Foto: Horst Schunk


Vermehrt gelten Bäume auch in Naturschutzgebieten häufiger als unerwünscht. Es gäbe zu viel Wildwuchs, wird geklagt, ganze Bereiche drohten zu „verbuschen“, zuzuwachsen. Dem Vogelschutz stehen hohe Bäume ebenfalls im Wege. Natürlich müssen Moore, Feuchtwiesen und Magerrasen freigehalten werden Doch bitte mit Augenmaß!

 

So manch enge Argumentation soll uns derzeit wohl glauben lassen, das nicht nur Landverbrauch, Bodenversiegelung, vertrocknete und zerfressende Wälder, CO2 Emissionen, weltweite Brandrodungen eine Gefährdung darstellen, sondern jetzt auch die Bäume in ihrer Vielzahl.
Dabei wird offensichtlich vergessen, dass auch Hecken, Buschwerk sowie wild gewachsene Bäume Lebensräume darstellen. Wichtige unersetzliche Lebensräume.

 

Fluss
Foto: Horst Schunk


Es muss darauf geachtet werden, unterschiedliche Interessen innerhalb des Naturschutzes zusammenzufügen und nicht gegeneinander auszuspielen. Ansonsten könnte man annehmen: „Natur stört Natur“.

Derartige Widersprüche nützen ausschließlich denen, die sowieso nichts mit unserer Umwelt am Hute haben. Für die Natur- und Umweltschutz noch immer „linke Ideologien“ sind. Sowieso kaum zu glauben, das heute noch so gedacht werden kann.


Deshalb: Schutz der Natur in allen Facetten, ja. Es gibt nichts Unnützes in ihr. Dieser Eindruck darf keinesfalls erzeugt werden. Auch nicht im Umgang mit Bäumen. Dieser Eindruck kann nur schaden. Er hilft niemandem, am wenigsten unseren Nachkommen.

 

Baumschutz

So heißt es auch in diesem Herbst, vermehrt Bäume, Hecken, Sträucher zu pflanzen, sie zu pflegen sowie die Altbestände zu erhalten. Bei Pflegeschnittmaßnahmen gilt, diese nur von Fachleuten durchführen zu lassen. Ansonsten werden Bäume nicht gepflegt, sondern auf Dauer zerstört. Foto: Horst Schunk


Die Zeit des Rodungsverbots für Gehölze zwischen März und September nützt dann nicht viel, wenn nach diesen Monaten umso häufiger zur Säge gegriffen wird, um das Grundstück zu „reinigen“. Um alles „nachzuholen“, im urbanen Bereich wie in freier Landschaft.

Bei jeder Maßnahme, vor jedem Versuch, gesundes Grün zu beseitigen, muss im Vorfeld genau überlegt werden, ob dies wirklich in vollem Umfange notwendig ist. Und falls ja, an welcher Stelle ausreichend Ersatzpflanzungen erfolgen können.
(Horst Schunk,Coburg)

 


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Horst Schunk auf facebook: ↗BÄUME sind Freunde


 

 

Weitere Berichte zum Thema Baumschutz finden Sie im Archiv >>Baum+Natur


 

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