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Baumfrevler-Tipps aus dem Umweltausschuss

Ratsherr empfiehlt indirekt Bäume zu vergiften

 

Baumfrevler-Tipps aus dem Umweltausschuss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(15.11.2014) In den vergangenen Wochen und Monaten häuften sich die Meldungen über mutwillig geschädigte Bäume. Baumfrevler griffen quer durch die Republik zur "Selbsthilfe" wenn Bäume einen störenden Eindruck auf sie machten. Die perfiden Baumtötungen erfolgten auf unterschiedlicher Weise. Mal brachte man Gift der einfachheit halber in den Wurzelbereich ein, andere Baumfrevler hingegen gaben sich mehr Mühe und bohrten mehrer Löcher in den Stamm und füllten diese mit Benzin, Säure oder mit anderen, den Bäumen, abträglichen Flüssigkeiten. Allein in Bremen kam es in den Sommermonaten zu einer auffälligen Häufung von Meldungen über bohrende Baumfrevler.


Nun könnte man vermuten, dass es sich um böse, irrgeleitete Buben handelt, die solch einen niederträchtigen Baumfrevel begehen. Weit gefehlt, denn am 6 Oktober dieses Jahres stieß ich auf einen Artikel einer norddeutschen Lokalzeitung, in dem ein Mitglied des Rates der Stadt Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) indirekt empfahl Bäume per Gift zu meucheln.


Den Anlass gab eine Linde, die in einem Neubaugebiet offenbar von den Planern am falschen Platz gepflanzt wurde. Die direkten Anwohner verlangen die Entfernung der Linde, da sie weitere Beschädigungen ihre Auffahrten durch das Wurzelwerkes des Baumes befürchten.
Da die Meinungen innerhalb der Fraktionen unterschiedlicher nicht sein konnten, nahm der Bad Oldesloer Umweltausschuss die Situation vor Ort in Augenschein. Bei dieser Ortsbesichtigung fiel dem CDU Ratsherr Aygün Caglar zwei bereits abgestorben Bäume und ein kränkelnder Baum auf, welche als Ersatz für zuvor gefällte Bäume gepflanzt worden waren.


Der Ratsherr hielt eine erstaunliche Erklärung dafür parat: „Wenn mich als Hausbesitzer so ein Baum stört und die Politik macht nichts, dann finde ich doch Wege, wie der Baum langsam stirbt. Nicht so auffällig, sondern was unauffälliges, vielleicht Säure oder irgendwas. Da muss man doch nur im Internet nachschauen“. Er könne diesen Gedankengang verstehen und würde es im Zweifel auch so machen, wenn es sein Garten wäre und ein Baum, der Schäden an seinem Grundstück anrichtet...(Zitat: Stormarner Tageblatt vom 6.10.2014)

Der frühere schleswig-holsteinische Justizminister Klaus Klingner nunmehr Mitglied des Umwelt-Ausschusses der Stadt Bad Oldesloe.bewertete diese Äußerungen als offenen Aufruf Straftaten zu begehen.


Das sehe ich ebenfalls so und deshalb gebührt das Astloch des Monats Oktober
dem Bad Oldesloer Ratsherrn Aygün Caglar...


...meint Ihr

Balduin Baumweh

 

 

 

 

Quelle: shz / Stormarner Tageblatt
Artikeltitel: pixabay.com / CC0 1.0

 

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