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Bäume wachsen waagerecht an der Wand

Visioverdis GmbH präsentiert neue, innovative Fassadenbegrünung

GraviPlant
Foto: VISIOVERDIS

 

(1.6.2017) Weltweit wird über die intelligente und saubere Stadt der Zukunft nachgedacht. Mehr als 9 Milliarden Menschen werden nach einer Prognose der Vereinten Nationen 2030 auf der Erde leben, etwa 70 Prozent davon in Städten. In Deutschland sind es jetzt schon rund 74 Prozent der Einwohner. Die jahrelang beschriebene Stadtflucht hat sich ins Gegenteil gewandelt. Die Zahl der Mega-Cities, die Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern, steigt weltweit stetig und damit steigen die Herausforderungen für saubere Luft in diesen Zentren.

 

Die Entwicklung der Luftbelastung durch Feinstaub, Stickstoffoxide und Ozon ist auch in Deutschland weiterhin grenzwertig, wie eine Studie des Umweltbundesamtes aus dem Februar 2017 zeigt. Und das, obwohl die meisten unserer Großstädte über ausreichende Grünflächen, Parks und Wälder verfügen. Ganz anders die Situation in den Mega-Cities in Asien, Südamerika oder Indien. Hier steigen die Schadstoffbelastungen dramatisch an,

Grünflächen müssen Wolkenkratzern weichen. Die Auswirkungen durch die damit verbundene Veränderung des

Weltklimas treffen auch uns. Städte sind gleichsam Opfer und Täter des Klimawandels auf unserer Erde. Rund

Dr. Alina Schick
Dr. Alina Schick von der Universität Hohenheim lässt ihre Pflanzen rotieren und horizontal wachsen
Foto: Universität Hohenheim, Jan Winkler
Württemberger Halle
Der vertikale Park als optisches Highlight an der Außenfassade der Württemberger Halle in Wittenberg. Foto: VISIOVERDIS

68 Prozent der CO2-Emissionen entstehen in den Städten. Mit dem weltweit steigenden Urbanisierungstrend steigt die Notwendigkeit, neuen Raum für Pflanzen in den Städten zu schaffen. Pflanzen können die Luftqualität verbessern und die Luft von Schadstoffen befreien. Die Gründer von Visioverdis GmbH forschen seit Jahren an der Universität Hohenheim über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Pflanzen in der Fassadenbegrünung.
„Als Antwort auf die Folgen des Klimawandels und die schnell wachsenden Städte ist es unser Anspruch grüne Antworten auf drängende ökologische Problemstellungen zu geben und so einen Beitrag auf dem Weg hin zu grünen, sauberen und gesünderen Städten zu leisten“
, so Dr. Alina Schick, Gründerin und Geschäftsführerin des Stuttgarter StartUps Visioverdis GmbH.


Weltpremiere in der Lutherstadt Wittenberg


Das Unternehmen präsentiert in diesem Jahr eine Weltpremie-

re. Vom 20. Mai bis zum 10. September werden im Rahmen der Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Witten-

berg erstmals Bäume in einer Fassadenbegrünung gezeigt, die waagerecht an der Wand wachsen. „Wir können mit diesem Produkt, unserem „GraviPlant“, völlig neue, bislang ungenutzte Räume zur Begrünung erschließen“, so Dr. Alina Schick weiter. Das zum Patent angemeldete System besteht aus einer langsam, permanent rotierenden Pflanzeinheit, die mit einer Reihe Sensoren und einer integrierten Wasserversorgung den Status der Pflanze überwacht und selbständig optimiert. Die Sensoren sind mit einer eingebetteten Software verknüpft, welche pflanzenspezifische Parameter bereithält.

Das System „GraviPlant“ basiert auf wissenschaftlichen Experimenten, die der Biologe Julius von Sachs und etwas später der Pflanzenphysiologe Wilhelm Pfeffer bereits im 19. Jahrhundert zur Schwerkraftwahrnehmung von Pflanzen durchgeführt hat. Mittels eines Uhrwerks drehte er die horizontal befestigten Pflanzen entlang ihrer Achsen. Auch beim „GraviPlant“ wird das waagerechte Wachstum durch eine permanente Drehung erst möglich. Die sich ständig ändernde Schwerkraft-und Lichtwahrnehmung veranlasst die Pflanzen, nur nach vorne zu wachsen.

(Visioverdis)


Links zu diesem Thema:
Visioverdis
Universität Hohenheim
Weltausstellung Reformation

 

 


 

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