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Arten-/Naturschutz bei Baumpflege - großes Informationsdefizit

FLL konstituiert AK Arten- und Naturschutz bei Baumkontrollen, Baumpflege für praxisorientierten Leitfaden

 

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(20.7.2013) Nach Einführung des neuen Bundesnaturschutzgesetzes im März 2010 besteht bei Baumpflege-maßnahmen ein deutliches Informationsdefizit. Einen „Leitfaden zur Erhalt eines wertvollen Lebensraumes
in Parks und Stadtwäldern unter Berücksichtigung der Verkehrssicherung“
(Förderung durch die Dt. Bundesstiftung Umwelt) hat der Magistrat der Stadt Frankfurt (Umweltamt) als Projektträger mit dem Koopera-tionspartner Institut für Tierökologie und Naturbildung in Gonterskirchen entwickelt. Dieser Forschungsbericht zeigt klar auf: es gibt einen hohen Bedarf an weiteren Informationen bzw. Empfehlungen auf Basis des BNatSchG zum Artenschutz und zum Erhalt wertvoller Lebensräume, zu Baumpflegemaßnahmen und der Berücksichtigung von Verkehrssicherung!
Dies zu ändern, mit den betroffenen Fachkreisen dieses Thema weiter zu bearbeiten und als bundesweite FLL-Empfehlungen oder Fachbericht zu veröffentlichen, war die FLL in der Abschlussbesprechung des Forschungs-vorhabens explizit gebeten worden. Da die FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschafts-bau e.V.) als fachliches Dach übergreifend eng mit den betroffenen Fach- und Naturschutzverbänden koope-riert, wäre dort eine breite Akzeptanz möglich.
Am 17.06.2013 hat sich der Arbeitskreis konstituiert, Als Leiter wurde auf Vorschlag des FLL-Präsidiums Herr Marco Wäldchen einstimmig bestätigt. Als Schwerpunkte, die ein Praxisleitfaden/Fachbericht leisten sollte, definierten die Mitglieder des AK seine Ausrichtung

.

Der Fachbericht soll:
Verständliche Hilfestellung für Praxis, Handlungshilfe/Checkliste/Maßnahmenliste
für betroffene Praktiker „vor Ort“ sein;
Hilfestellung von Experten mit Sachverstand aus der Praxis für Gerichte in Konfliktfällen
(praktische Konkordanz) anbieten;
auch Auftraggebern unterstützen;
für allgemeinen Artenschutz sensibilisieren, Betonen der Lebensgrundlage für Menschen;
rasches Herstellen einer Öffentlichkeit fördern;
zusätzliche Flyer (ggf. mit Hinweis darauf im Fachbericht) ermöglichen;
Wahrnehmen und Berücksichtigen von konkreten Veränderungen in der Baumpflege,
Berücksichtigung in anderen Regelwerken.
Inhalte sollen u.a. sein:
Gesetzliche Rahmenvorgaben des Arten- und Biotopschutzes in der Baumpflege
auf Grundlage des BNatSchG
Hilfen für Firmen des Garten- und Landschaftsbaus bei Eingriffen in die Landschaft;
Erkennen und Bewerten von wertvollen Lebensräumen und geschützten Biotopen
(z. B. Höhlenbäume), Besonders geschützte Arten und wertvolle Zeigerarten;

Baum, Sträucher und Hecken als eigene Lebewesen mit Hinweis auf die Vielzahl von
dort lebenden Organismen;
besondere baumpflegerische Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen für wertvolle
Lebensräume und geschützte Biotope
ökosystemare Darstellung möglicher Potenziale, auch ökonomische Konsequenzen;
Arbeitssicherheit (z.B. enge Terminsetzungen bei schlechter Witterung);
Fortbildungshinweise für Baumkontrolleure, Baumpfleger bis hin zur Sachverständigen
Kommunikationswege (z. B. ortsnahe/regionale Expertenlisten)
Best-Practise-Beispiele/Einzelfälle aus Erfahrungen anführen
(z.B. Umgang mit teilweise abgestorbenen Kronen)


Die FLL beabsichtigt, auf ihrer → Homepage dem Artenschutz einen besonderen Raum zu geben und eine Expertenliste vorzubereiten, auf die im Fachbericht hingewiesen werden soll. Damit wird den Praktikern eine große Hilfestellung in Aussicht gestellt.

AK-Leiter Marco Wäldchen zeigte sich zufrieden mit der Konstituierung des Arbeitskreises. „Die Bedeutung eines Praxisleitfadens war erkennbar groß, alle wollen ihn möglichst rasch haben. Eine gute Voraussetzung für eine engagierte Arbeit!“

 

(FLL)

 

 

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