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Urbanes Grün

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



(9.1.2014) In Städten gehören Gegenden, die nahe an einem Park liegen, oder die Straßenzüge mit Gärten haben zu den gefragtesten Wohnlagen. Mehrere wissenschaftliche Studien haben sich schon mit den Auswirkungen von Grünanlagen auf die Menschen beschäftigt und herausgefunden, dass die Anwohner in solchen Gegenden oft zufriedener und gesünder sind. Allerdings war bisher nie ganz klar, wie lange diese Zufriedenheit andauert und ob sie überhaupt speziell von dem Grün ausgelöst wird, oder ob nicht vielleicht glückliche Menschen generell Orte in der Nähe von Grünflächen aufsuchen. Eine neue Studie der University of Exeter hat nun die Entwicklung der psychischen Gesundheit von Menschen untersucht, die in einen grüneren oder weniger grünen Stadtteil umgezogen sind.

Die Daten für diese Untersuchung kommen aus der umfassenden Langzeitstudie „British Household Panel Survey", die sich seit 1991 mit den unterschiedlichsten Aspekten des Lebens in Großbritannien beschäftigt. Die Teilnehmer dieser Studie informieren die Sozialwissenschaftler regelmäßig über Jahre hinweg über ihre Lebensumstände, ihre Gesundheit und ihre mentale Verfassung. Ins Auge gefasst wurden nun über 1.000 Teilnehmer, die während dieser Studie ihre Wohngegend gewechselt haben, in eine Gegend mit mehr Grünanlagen, oder in ein urbaneres Umfeld, in dem wenige bis keine Grünflächen erreichbar sind. Die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen, die in einen Bezirk mit weniger Grünflächen gezogen sind, in eine erkennbar schlechtere psychische Verfassung gerieten als an ihrem alten Wohnsitz. Denjenigen, die in eine grünere Gegend zogen, ging es dagegen deutlich besser.

Was die Dauer dieser Veränderungen angeht, so zeigte sich, dass sich die Gemütslage der urbanen Bewohner nach zwei bis drei Jahren wieder verbesserte; man könnte also sagen, sie hätten sich nach einer Weile wieder „gefangen". Auf der anderen Seite blieben die positiven Veränderungen bei den Menschen in Grünanlagen-Nähe auch noch nach drei Jahren bestehen. Die psychischen Verbesserungen sind also durchaus als langfristig und konstant anzusehen.
Die Forscher schließen aus den Ergebnissen ihrer Studie, dass Strategien, die mehr Grün und Grünanlagen innerhalb der Städte fördern, gleichzeitig zu einer allgemeinen Gesundheitsverbesserung der Bevölkerung beitragen.


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