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Waldzustandsbericht 2013

Im Vergleich zum Vorjahr leichte Verbesserung eingetreten


Waldzustandsbericht 2013 - Im Vergleich zum Vorjahr leichte Verbesserung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(12.3.2014) Der Waldzustand wird seit 1984 jährlich in den Monaten Juli und August von den Bundesländern erhoben. Als Indikator dient den Förstern dabei die Bewertung der Baumkrone. Die Abweichung von einem voll benadelten oder voll belaubten gesunden Baum wird als 'Kronenverlichtung' bezeichnet und in mehreren Stufen ermittelt. Die Länder leiten die erhobenen Daten an das → Thünen-Institut für Waldökosysteme weiter, das die Ergebnisse zusammenführt und im Auftrag des → Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auswertet.

Insgesamt haben 38 % der Waldfläche keine Schäden an den Baumkronen. 39 % der Bäume weisen leichte Schäden auf. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen ist von 25 % im Jahr 2012 auf nun 23 % gesunken. Im Durchschnitt hat sich die Kronenverlichtung von 19,2 auf 18,8 % weiter vermindert.

 

Bei den in Deutschland häufigsten Baumarten zeigte sich folgendes:

 

Fichte

Bei der Fichte beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen 24 %, drei Prozentpunkte weniger als im Jahr 2012. Ohne Verlichtung waren unverändert 38 %. Die mittlere Kronenverlichtung hat sich von 19,3 % auf 18,8 % verringert.

 

Kiefer

Bei der Kiefer beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen unverändert 11 %. Ohne Kronenverlichtung waren 47 % (2012: 50 %). Die mittlere Kronenverlichtung ist von 14,5 % auf 15,1 % gestiegen. Dennoch ist der Zustand der Kiefern besser als bei den anderen Baumarten.

 

Buche

Die Erholung der Buche hat sich fortgesetzt, allerdings nicht im gleichen Maße wie von 2011 auf 2012. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen hat sich von 38 % auf 35 % weiter verringert. Der Anteil ohne Verlichtung liegt nahezu unverändert bei 23 % (2012: 22 %). Die mittlere Kronenverlichtung sank von 24,3 auf 23,7 %.

 

Eiche

Bei der Eiche ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen von 50 % auf 42 % gesunken. Ohne Verlichtung waren 19 % (2012: 17 %). Trotz der Verbesserungen bleibt die Eiche die am stärksten verlichtete Baumart in unseren Wäldern. Vor allem setzen ihr Fraßschäden zu, die durch verschiedene Schmetterlingsraupen verursacht werden. Die Eichen reagieren darauf mit einem neuen Austrieb, der aber oft von Mehltau befallen wird.


Rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland besteht aus Wald (11,1 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten sind hierzulande die Fichte (28 %) und Kiefer (24 %), gefolgt von Buche (15 %) und Eiche (10 %). Alle vier Baumarten nehmen zusammen rund drei Viertel der Waldfläche ein.

 

Der Waldzustand wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken oder abschwächen können. Hierzu gehören das Baumalter und die Veranlagung der einzelnen Bäume, die gegenwärtige und frühere Bewirtschaftung, Standortfaktoren, das Auftreten von Schadorganismen, der Eintrag von Luftschadstoffen und anderes. Klimaänderungen können zu zusätzlichen Risiken für den Wald führen.

Für den Waldbericht werden rund 10.000 Bäume untersucht.
Die Erhebungspunkte sind in einem → 16x16 km-Raster im Wald verteilt. Durch die regelmäßigen Stichprobenerhebungen lassen sich Veränderungen des Kronenzustands erkennen und Risiken bewerten.

(Thünen-Institut)

 

Bildnachweis:

Susanne Schmich / pixelio.de (1)
BMEL (1)

 

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