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21. März - Internationaler Tag des Waldes

Laubwälder garantieren gutes Trinkwasser

 

21. März - Internationaler Tag des Waldes
Foto: pixabay.com / CC0 1.0


(20.3.2016) Wälder sichern unser Trinkwasser. Waldböden wirken als natürlicher Filter für Schadstoffe und sorgen so für reines Trinkwasser. Als Reaktion auf die globale Waldvernichtung hat die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren den „Internationalen Tag des Waldes“ ins Leben gerufen. Dieser wird traditionell am 21. März begangen.

 

Laut einem → Report von UNICEF und WHO hatten 2012 weltweit rund 783 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Deutschland verbrauchte nach Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. im Jahr 2014 eine Person durchschnittlich 121 Liter Wasser täglich, wobei nur etwa 5 Liter für Trinken und Kochen verbraucht wurden.

 

Seit Jahrzehnten kommt es durch zu hohe Stickstoffeinträge zu großräumigen Belastungen des Grundwassers. Diese beeinträchtigen die Gewässer und die Trinkwasserqualität, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Unter Ackerflächen sind die Hälfte aller Messstellen mit mehr als 25 Milligramm Nitrat pro Liter belastet, unter Wäldern nur 13 Prozent der Proben.

 

Wälder sind der Garant für gesundes Grundwasser

 

Die intensive Landwirtschaft und die zunehmende Flächenversiegelung verringern die natürliche Neubildung von qualitativ gutem Trinkwasser. Deshalb fordert die SDW zum Tag des Waldes die weitere Schaffung gesunder und stabiler Mischwälder. Stärkere gesetzliche Vorgaben in der Luftreinhaltung und eine weitere Extensivierung der Landwirtschaft sind notwendig, um qualitativ gutes Trinkwasser auch in der Zukunft zur Verfügung zu haben so die → Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) zum Tag des Waldes.

Aktuelle Untersuchungen bestätigen, dass unter Mischwäldern mit hohem Laubwaldanteil das qualitativ meiste und beste Trinkwasser gewonnen wird. Nach Erkenntnis des österreichischen → Forschungszentrum Wald (BFW) weisen Auwälder und bodenfeuchte Eichen-Hainbuchenwälder ein hohes Potenzial zur Trinkwasserproduktion auf, ebenso Mischwälder auf silikatischem Grundgestein und Buchenwälder. Ein geringes Potenzial haben Buchenwälder auf Kalkgestein und Schwarzkiefern-Wälder. Die Wälder reinigen und filtern die Niederschläge. Der Waldboden nimmt, da die Bodenbearbeitung fehlt und der Humusgehalt höher ist, die Niederschläge wie ein Schwamm auf (gleichzeitig guter Hochwasserschutz!) und gibt sie langsam an die unteren Schichten wieder ab. Zudem werden im Wald kaum Düngemittel eingesetzt und nur eingeschränkt Pflanzenschutzmittel verwendet. Ebenso werden Abfallstoffe (z. B. Klärschlämme) nicht im Wald eingebracht.

 

In Deutschland ist das Ökosystem Wald der größte Süßwasserspeicher, denn 70 Prozent des Trinkwassers stammen aus Wäldern. Nicht ohne Grund sind etwa ein Drittel der deutschen Wälder als Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen.

(red)



 

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