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Schälschäden - Gericht ordnet Abschuss von Rotwild an


Wirtschaftlicher Schaden durch Wildverbiss an Eschen in sechsstelliger Höhe


Schälschaden an Eiche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(12.8.2013) Die untere Jagdbehörde des Landkreises Kassel hatte für die Pächter von fünf Jagdbezirken im Stadtwald Zierenberg angeordnet, dass pro Jagdbezirk mindestens drei Stück Rotwild geschossen werden muss.
Grund: Die Tiere fressen die Rinde der Eschen, dadurch entstehen sogenannte Schälschäden (Wildschaden). Auf einer Fläche von 19,5 Hektar seien fast alle Eschen komplett geschält. Da das so geschädigte Holz nur noch als Brennholz zu gebrauchen sei, entstehe ein wirtschaftlicher Schaden in sechsstelliger Höhe. Im Übrigen habe die Esche für den Klimawandel erhebliche ökologische Bedeutung. Darum, so die Jagdbehörde, müssten die Interessen der Pächter zurückstehen.

Wenn bis zum 31. August 2013, so die Vorgabe, nicht mindestens ein Stück Rotwild pro Jagdbezirk geschossen wird, werde Hessenforst auf Kosten der Pächter das Rotwild schießen. Gegen diese Anordnung der Unteren Jagdbehörde hatten sich die Pächter dreier Jagdbezirke gewehrt. Sie argumentierten, dass die Schäden an den Eschen nicht durch die Tiere verursacht werden, sondern durch ein Absterben der Eschentriebe.

Die Pächter stellten beim Verwaltungsgericht Kassel (VG) Anträge in einem Eilverfahren. Damit wollten sie erreichen, dass sie bis auf Weiteres kein Wild schießen müssen.
Das VG schloss sich jedoch der Auffassung der unteren Jagdbehörde an. Mit seinem Beschluss vom 2. August 2013 (Aktenzeichen: 4 L 841/13.KS) wies es die Eilanträge der Jagdpächter zurück. Es stellte klar, dass die Schäden an den Bäumen vom Rotwild verursacht sind.
Gegen diesen Beschluss können die Jagdpächter Beschwerde zum Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel erheben.

 

Verwaltungsgericht Kassel


 

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