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Die Rotbuche (Fagus sylvatica)

Baum des Jahres 2014 in Österreich

Buchenwald


(9.1.2014) Das österreichische Lebensministerium (Ministerium für Land- u.Forstwirtschaft, Umwelt u. Wasser-
wirtschaft) und das Kuratorium Wald haben gemeinsam die Rotbuche (lat.: Fagus sylvatica) als österreichischen Baum des Jahres ausgewählt. Als echte Europäerin ist sie unter den weltweit vorkommenden elf Buchenarten etwas ganz besonders. Ihr Name kommt von der leicht rötlichen Färbung des Holzes. Die Rotbuche ist in Österreich mit etwa zehn Prozent am Gesamtbaumbestand die häufigste Laubbaumart. Besonders stark vertreten ist sie im Wienerwald, wo sich viele Erholungssuchende an ihrer prachtvollen Erscheinung erfreuen.

Rotbuche Buchenbestand "Die Rotbuche ist eine Alleskönnerin. Ihr Holz wird für viele hochqualitative Produkte verwendet", so Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich der Wahl zum Baum des Jahres 2014. Die Rotbuche wird sowohl für den Möbel- und Innenausbau und als Rohstoff für die Textilfaser Viskose verwendet. "Da die Fichte zunehmend zurückgedrängt werden wird, bietet sich eine Rückkehr zu einem ökologisch sinnvollen Buchen-Tannenmischwald an. Die Buche, welche unter wärmeren klimatischen Bedingungen gute Voraussetzungen findet, sollte hier wieder mehr zum Einsatz kommen", so Gerhard Heilingbrunner, Präsident von Kuratorium Wald.
Die Rotbuche wurde zum Baum des Jahres 2014 gewählt, um die Aufmerksamkeit auf die große - in Zukunft noch zunehmende - ökologische und ökonomische Bedeutung dieser Baumart zu lenken.

 

Buche - mehr als nur Brennholz
Die Buche hat eine wichtige ökologische Funktion, ist aber auch von wirtschaftlicher Bedeutung. Dass Buchenholz für Möbel und zum Heizen verwendet wird, ist naheliegend. Aber auch Textilfasern, Süßstoff und Essig werden aus der Rotbuche gewonnen. Aus dem Holz werden Viskosefasern gewonnen, die in der Textilindustrie in Bekleidung und Heimtextilien eingesetzt werden. Alltägliche Konsumprodukte wie beispielsweise Vanilleeis haben ihre Wurzeln ebenso im Holz. Vanillin ist einer der Stoffe, der als Co-Produkt aus der Zellstofferzeugung hervorgeht. Essigsäure, die für die Konservierung von Gurkerln verwendet wird, lässt sich ebenfalls aus Buchenholz gewinnen. Weitere Produkte mit Holz-Bezug sind Zahnpasta, Kaugummi oder Waschmittel.

 

Buche ist im Alltag allgegenwärtig

Häufig taucht die Buche im täglichen Leben auf, ohne dass uns dies richtig bewusst ist. Sei es in der Sprache, in Ortsbezeichnungen oder Familiennamen. Einige Wörter der deutschen Sprache sind an die Buche angelehnt. Die Kelten ritzten Botschaften als Runen in Buchenstäbe, woher sich unser Wort „Buchstabe“ ableitet. Auch in unserem Wort „Buch“ steckt die Buche. Früher wurde zusammengefaltetes Buchenholz als Schreibtafel genutzt. Auch in Orts- und Straßennahmen taucht die Buche immer wieder auf. Buchenholz ist aber auch begehrt als Brenn-, und als Möbelholz. Besonders bekannt sind die sogenannten Thonet-Stühle, bei denen das Buchenholz durch Dampf in seine charakteristische Form gebogen wird.

 

Der Nachhaltigkeit verpflichtet wird In Oberösterreich nur so viel Holz geerntet, wie auch wieder nachwächst. In Oberösterreich wird seit Generationen erfolgreich das Konzept der multifunktionalen Forstwirtschaft gelebt. Nur durch nachhaltige Waldbewirtschaftung werden die vielfältigen Leistungen des Waldes sichergestellt, wie der Schutz vor Naturgefahren, saubere Luft und reines Trinkwasser sowie Artenvielfalt und Klimaschutz.



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Österreich
Baum des Jahres
In Österreich wird seit 1994 ein Baum des Jahres ausgewählt. Im Gegensatz zur deutschen Auswahl können in Österreich ganze Gattungen ebenso wie einzelne Arten ausgewählt werden. Sogar Gruppen, die biologisch nichts miteinander zu tun haben, wie die Wildobstbäume wurden ausgewählt.

1994 Tannen
1995 Buchen
1996 Linden
1997 Fichten
1998 Schwarzerle
1999 Zirbe
2000 Schwarzkiefer
2001 Eschen
2002 Lärchen
2003 Weiden
2004 Eberesche
2005 Ahorne
2006 Ulmen
2007 Hainbuche
2008 Speierling
2009 Birken
2010 Wildobstbäume
2011 Zirbe
2012 Elsbeere
2013 Eibe
2014 Rotbuche

2015 Weißtanne

2016 Eiche

2017 Wacholder
2018 Pappeln

2019 Hopfenbuche

 


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