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Wildobst

Superfood für den heimischen Garten


Eberesche

Eberesche. Foto: Ottabatta, Pixabay

 

(17.6.2020) Schön, köstlich und robust – besser geht es kaum: Sanddorn, Ebereschen, Aronia & Co. versprechen eine reiche Ernte.

 

Die Scheinquitte ist ein kleiner, dekorativer und robuster Strauch mit schönen roten Blüten. Er trägt spektakuläre Früchte, aus denen sich z. B. leckere Liköre herstellen lassen. Pflegeleicht und anspruchslos ist diese Wildobstart außerdem. Mit all diesen vielseitigen und ausgesprochen positiven Eigenschaften ist die Scheinquitte eine typische Vertreterin der Wildobstgehölze. Was will man mehr für den eigenen Garten?

„Eine Wildobstsorte ist in jedem Garten am richtigen Platz“, erklärt Peter Twisselmann, Mitinhaber der Wildobstbaumschule Friedersdorf. „Schwierig am Wildobst ist eigentlich nur die Definition.“ Denn diese gibt es nicht. Alle Gehölze, deren Früchte man essen kann, und die kaum züchterisch bearbeitet wurden, zählen zum Wildobst. Die Grenzen zum Kulturobst wie Pflaume, Apfel oder Birne verschwimmen somit leicht.

 

Für die meisten Gartenbesitzer sind ausschließlich die vielen Vorteile der Supergehölze entscheidend. Die meisten Wildobstsorten sind kaum hochgezüchtet und in der Regel ausgesprochen gesund und widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen, wodurch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kaum nötig ist. Die wenigen Schädlinge können guten Gewissens als Nahrung für Vögel und alle anderen Nützlinge an der Pflanze belassen werden. Etwas Pflanzenstärkung reicht völlig aus und es spielt sich sehr schnell ein gesundes Gleichgewicht im Garten ein.

 

Sanddorn

Sanddorn. Foto: Greg Montani, Pixabay

 

Auch bei Bienen ist Wildobst ausgesprochen beliebt und wird ebenso gerne von den meisten anderen Insektenarten angeflogen. Es dient aber nicht nur als Bienenweide, sondern auch unserer Gesundheit, denn die meisten Gehölze sind wahre Powerlieferanten für Vitamine. Denn im Wildobst sind noch viele der ursprünglichen Pflanzeneigenschaften und Inhaltsstoffe enthalten. Die vielen gesundheitsfördernden Bestandteile – die Gerb-, Bitter- und Farbstoffe – machen den Geschmack der Wildsorten oftmals etwas ungewöhnlich. Doch gerade diese Pflanzenstoffe sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Die Früchte schmecken unglaublich intensiv und sind einfach lecker. Einige kann man direkt vom Strauch naschen, andere wiederum müssen vor dem Verzehr verarbeitet werden und krönen dann z. B. als köstlicher Fruchtaufstrich den Frühstückstisch.

 

Wer einmal keine Lust auf die Verarbeitung hat, kann die Ernte auch einfach von den Vögeln erledigen lassen, denn ihnen dienen die Früchte des Wildobstes als sichere Nahrungsquelle. Und auch fürs Auge haben die Wildobstgehölze viel zu bieten. Sie schmücken den Garten im Frühjahr mit attraktiven Blüten und zieren ihn im Herbst mit einer tollen Blattfärbung. Ob für kleine oder für große Gärten, Wildgehölze befriedigen jeden Anspruch. Es gibt sowohl große raumgreifende Sorten als auch kleine und kompakte Gehölze. Aus der Kornelkirsche lässt sich sogar sehr gut eine Hecke schneiden.

„Wildobst ist eben einfach unglaublich vielseitig,“ schwärmt Gärtnermeister Peter Twisselmann. „Wer das Besondere mag, kann hier in der Baumschule aus dutzenden Sorten wählen. Und wenn gleich von Beginn an das passende Gehölz für die jeweiligen Standortbedingungen ausgesucht wird, dann hat man sehr lange viel Freude daran.“

 

Mehr Informationen, fachkundige Beratung und das passende Gehölz finden Hobbygärtner in ihrer Baumschule vor Ort.
(↗BdB)



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