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Aufruf: Herbstzeit ist Pflanzzeit

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden


Bäume im Herbst. Foto: Horst Schunk

Foto: Horst Schunk

 

(20.8.2020) Lebensfreundliche, gesunde und zukunftsfähige Gemeinden benötigen mehr denn je einen ausreichenden Grünbestand. Endlich wird darüber vermehrt gesprochen. Neue Landschaftsbäume müssen an geeigneten Stellen gesetzt, vorhandene Bäume erhalten und fachlich gepflegt werden.

 

Die bei uns angekommenen Trockenperioden haben nicht nur in den Wäldern für schwere Schäden gesorgt. Auch in den Städten und Gemeinden sind unzählige Bäume vertrocknet. Große Anstrengungen werden notwendig sein, um zumindest einen Teil dieser Baumverluste durch Neuanpflanzungen auszugleichen. Ohne die Pflege, sprich regelmäßiges Wässer in den Trockenzeiten, wird es aber nicht gelingen, junge Bäume am Leben zu erhalten. Außerdem muss nach wie vor gelten: Keine Kronenkappungen, keine Verstümmelungen!

Es wäre schon ein erster Schritt, wenn jetzt die verwaisten, ehemaligen Baumstandorte wieder bepflanzt würden, soweit diese Bereiche überhaupt noch zur Verfügung stehen.
Notwendig erscheint es, „Klimabäume“, aber auch sogenannte „Honiggehölze“ zu pflanzen. Damit das Kleinklima verbessert wird und den Bienen, aber auch andere Insekten ausreichend Futterquellen zur Verfügung gestellt werden.

 

Naturbelassener Garten. Foto: Horst Schunk

 

In Privatgärten muss das „verschottern“ endlich wirksam zurückgedrängt werden. Lebende Hecken anstelle „Gefangener Steine“ hinter Gittern. Vielfältiges, natürliches Pflanzmaterial anstelle eintöniger Kiesflächen inklusive Kugelbuchsbäumchen im Töpfchen.


Kinder und Jugendliche müssen an die Natur herangeführt werden. Dafür braucht es dringend Vorbilder! Kommunen, die selbst eher sorglos mit ihrem Grün umgehen, können nicht davon ausgehen, dass die Menschen ökologisch denken und handeln. Kindergärten, Schulen, Kirchen, Vereine, Gartenvereine, Kommunalpolitiker, auch die Familien selbst, müssen ihren Kindern die Natur nahe bringen.

 

Den Landverbrauch gilt es nachhaltig zu minimieren. Bodenversiegelungen sind zudem schädlich für den Wasserhaushalt. Blühende Wiesen, natürliche Straßen- und Wegränder gilt es zu erhalten und zu vermehren. Vereinzelte kleine Wildblumenmischungen auszubringen wird nicht ausreichen. „Jubiläumsbäume“ dürfen gerne wieder „in Mode“ kommen. Also Bäume zur Taufe, zur Hochzeit, zu Jubiläen. „Hausbäume“ müssen Mittelpunkt der Hausgärten sein. Auch Hofbäume bitte nicht vergessen. Dabei steht eine große Vielfalt an Gehölzen zur Verfügung. Es gibt keine „falschen Bäume“. Sondern zuweilen nur falsche Standorte. Was heißt, für jeden Standort gibt es auch entsprechende Gehölze. Pflanzungen müssen deswegen gut überlegt werden. Jetzt im Sommer ist eine gute Zeit, um die Pflanzungen im Herbst zu planen.

 

Fahrbahnränder und Böschungen sollten nicht überall in voller Breite gemäht werden. Foto: Horst Schunk


Auch Wildwuchs kann ökologisch hilfreich sein; grüne „wilde Ecken“ einfach mal sich selbst überlassen. Sogenannte „Sauberkeit“ in der Natur gibt es nicht. Und nichts in der Natur ist wertlos. Die Natur in ihrer Gesamtheit dient uns Menschen, demnach muss dies Richtschnur des Handels sein und bleiben.

Fahrbahnränder und Böschungen sollten nicht überall in voller Breite gemäht werden. Insekten benötigen diese Gräser und Wildblumen. Auch über den Winter hinweg. Verkehrssicherheit und Naturschutz lassen sich durchaus vereinen.
Auch Uferbereiche von Seen, Bächen, Flüssen und Teichen dürfen nicht radikal baumfrei geschlägert werden. Denn grüne Ufer sind ebenfalls Lebensräume.

 

Horst Schunk
Kasernenstraße 22

96450 Coburg


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