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Der Feldahorn - Baum des Jahres 2015

Klein, mehrstämmig, unauffällig und robust

Baum des Jahres 2015 - Der Feld-Ahorn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(16.10.2014) Mit dem Feld-Ahorn - auch Maßholder genannt - steht im Jahr 2015 eine zierliche Baumart im Mittelpunkt, die oft übersehen oder vergessen wird. Für forstliche Nutzungen reichen die Stammstärken meist nicht aus, das Holz ist zudem den beiden „großen Brüdern" Spitz- und Berg-Ahorn recht ähnlich. Klein, mehrstämmig, unauffällig: Es wird Zeit, dass diese eher seltene „Nebenbaumart" mehr beachtet wird, denn auch in der Stadt kann der robuste, kleinwüchsige Feld-Ahorn seine Stärken voll ausspielen, insbesondere vor dem Hintergrund der schon heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels.

 

Am Waldrand, in der Stadt und im Garten
Den Feld-Ahorn erkennt man zunächst daran, dass er relativ klein und „knorrig" bleibt. Er wächst meist mehr-

stämmig odergar strauchförmig auf. Da er sommerwarme Standorte bevorzugt, ist er im Wald selten zu finden, eher am Waldrand oder in Hecken in der Landschaft. Er bildet ein Herzwurzelsystem bis etwa ein Meter Tiefe. Als Höchstalter erreicht der Feld-Ahorn immerhin 200 Jahre. Optisch auffällig sind Korkleisten, die die Rinde manch-

mal an Zweigen bildet. Die kleinen Blätter sind langgestielt und schön gelappt, wobei die meist fünf Lappen ab-

gerundet sind. Ein besonderes Highlight ist ihre goldgelbe Herbstfärbung. Die Früchte bilden die ahorntypischen Doppel-Flügelnüsschen. Feldahorn Mit dem Feld-Ahorn steht im Jahr 2015 eine oft übersehene Baumart im Mittelpunkt, die oft übersehen oder vergessen wird Bestäubt wird der Feld-Ahorn durch Bienen, Hummeln und Fliegen, die man an warm-sonnigen Frühlingstagen rund um die Kronen schwirren sieht. Für die Vögel, die gerne die Feld-Ahorn-Früchte fressen, ist

diese Baumart ein wichtiger Lebensraum, ebenso wie für viele Insekten und Pilze.

Das Heimatvorkommen des Feld-Ahorns ist Mittel- und Südeu-

ropa. Die Eiszeiten hat er an den Südalpen überdauert und sich von dort aus mit etwa 100 Meter pro Jahr gen Norden vor-

gearbeitet. Im Nordwesten Deutschlands fehlt er von Natur aus, wurde aber durch Pflanzungen auch hier verbreitet. In den roten Listen wird sein Vorkommen in Berlin und Branden-

burg als gefährdet eingestuft. Die meisten Exemplare wurden bei einer bundesweiten Erhebung in Mecklenburg-Vorpom-

mern gezählt.

 

Als Stadt-und Straßenbaum macht der Feld-Ahorn gerade Karriere. Er bleibt mit 15 bis 20 m Höhe relativ klein, eignet sich daher auch für enge Straßen und Gärten.
Vor allem aber zeichnet ihn seine Robustheit aus: Er ist salz-, immissions- und ozontolerant. Zudem verträgt er Bodenverdichtung, Hitze, intensive Sonnenstrahlung und hat eine hohe Trockenheits- und auch Überflutungs-

toleranz (vier bis sechs Wochen). All diese Eigenschaften machen den Feld-Ahorn zu einem interessanten Kandidaten für die Pflanzung an städtischen Problemstandorten. Aber auch im Garten ist der Baum eine dank-

bare Pflanze - sei es als Gehölzhecke oder als Solitär. Der kleinblättrige Feld-Ahorn ist gut schnittverträglich und lässt sich daher leicht zu Formgehölzen schneiden.



Quelle: DGS

 

 

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Weitere Berichte "rund um den Baum" finden Sie im Archiv >>Baum+Natur

 

 

Baum des Jahres
bisherige Jahresbäume
Deutschland
1989 Stiel-Eiche
1990 Rotbuche
1991 Sommer-Linde
1992 Berg-Ulme
1993 Speierling
1994 Europäische Eibe
1995 Spitzahorn
1996 Hainbuche
1997 Eberesche
1998 Wild-Birne
1999 Silber-Weide
2000 Sand-Birke
2001 Esche
2002 Gemeiner Wacholder
2003 Schwarz-Erle
2004 Weiß-Tanne
2005 Rosskastanie
2006 Schwarzpappel
2007 Wald-Kiefer
2008 Echte Walnuss
2009 Berg-Ahorn
2010 Vogel-Kirsche
2011 Elsbeere
2012 Europäische Lärche
2013 Holzapfel
2014 Traubeneiche
2015 Feld-Ahorn
2016 Winterlinde
2017 Fichte
2018 Esskastanie
2019 Flatterulme

Österreich
In Österreich wird seit 1994 ein Baum des Jahres ausgewählt. Im Gegensatz zur deutschen Auswahl können in Österreich ganze Gattungen ebenso wie einzelne Arten ausgewählt werden. Sogar Gruppen, die biologisch nichts miteinander zu tun haben, wie die Wildobstbäume wurden ausgewählt.
1994 Tannen
1995 Buchen
1996 Linden
1997 Fichten
1998 Schwarzerle
1999 Zirbe
2000 Schwarzkiefer
2001 Eschen
2002 Lärchen
2003 Weiden
2004 Eberesche
2005 Ahorne
2006 Ulmen
2007 Hainbuche
2008 Speierling
2009 Birken
2010 Wildobstbäume
2011 Zirbe
2012 Elsbeere
2013 Eibe
2014 Rotbuche
2015 Weißtanne
2016 Eiche
2017 Wacholder
2018 Pappeln
2019 Hopfenbuche
 

 


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