Baum&Natur - Bäume

Baumschutz  |  Bäume  |  Wald  |  Natur  |  Fundsachen

 

 

Frühlingsrauschen im Buchenwald

Österreichs Baum des Jahres im Frühlingsrausch(en)

Wienerwald Panorama Blick über den Biosphärenpark Wienerwald. Foto: Franz Kovacs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


(11.4.2014) Wenn das große Rauschen beginnt, kann der Frühling kommen: Noch lange bevor die Buche als eine der ersten grün auszuschlagen beginnt, vollzieht sich im Inneren der Bäume ein ganz besonderes Natur-

schauspiel: das Frühlingsrauschen. Früher als in Saftrauschen lauschen ÖBf-Naturführer Clemens Endlicher und Marvie, Lena und Teresa lauschen anderen Jahren kündigte sich schon den ersten Märzwochen auf Bundesforste-Flächen im Wienerwald untrüglich der Frühling an. Das Fließen des frischen Baumsaftes unter der Rinde der „Primavera“, einer 100-jährigen Rotbuche im Kasgraben im Westen Wiens, war schon deutlich zu vernehmen. Mittels Stethoskop wird das Rauschen auch für Menschen gut hörbar. Aufgrund des sonnigen und hellen Standortes zählt die „Primavera“ zu den ersten Bäumen, die nach dem Winter wieder Bodenwasser ansaugen.
„Wir beobachten bereits seit einigen Wochen, dass die Natur in diesem Jahr aufgrund der milden Tempera-

turen vielerorts früher zum Leben erwacht. Das In-Saft-Gehen der Bäume ist für uns nun der eindeutige forstliche Startschuss in die wärmere Jahreszeit“, so Georg Erlacher, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste (ÖBf).

 

Buchensaft als „Energydrink“ für Haselmäuse

Viele Tiere profitieren von den jetzt austreibenden Rotbuchen, die auch als Leitbaumart des Wienerwaldes gilt. Haselmaus Haselmaus (Muscardinus avellanarius) So finden manche „Frühaufsteher“ unter den Hasel-

mäusen (Muscardinus avellanarius), die aufgrund der warmen Temperaturen vorzeitig aus ihrem Winterschlaf erwachen, ausreichend Nahrung vor. Die nährstoff-

reichen Baumsäfte und die saftigen jungen Blattknos-

pen helfen ihnen, nach der Zeit des Fastens zu neuen Kräften zu gelangen. In Zusammenarbeit mit dem Biosphärenpark Wienerwald Management widmen die Bundesforste der Haselmaus schon seit Jahren ein Artenschutzprojekt. Durch das Belassen von Totholz im Wald und das Anbringen eigener Nistkästen werden ausreichend Rückzugs- und Fortpflanzungsmöglich-

keiten für die Tiere im Biosphärenpark geschaffen.

 

 

Die Buchenkathedralen vom Wienerwald

Der Wienerwald ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Mitteleuropas und bekannt für seine kathe-

dralenartigen Buchenhochwälder, die besonders im Die Buchenkathedralen vom Wienerwald Buchenkathedralen im Biosphärenpark Wienerwald Frühling auffallend hellgrün leuchten.
Die Österreichischen Bundesforste als größter Grund-

eigentümer und Naturraumbetreuer bringen etwa ein Drittel der Fläche – davon durch Vertragsnaturschutz rund 4.200 ha außer Nutzung gestellte Kernzonen – in den insgesamt 105.000 ha großen Biosphärenpark Wienerwald ein. Die Rotbuche (Fagus sylvatica) gilt als meistverbreitete Laubbaumart in Österreich. Hinter der dominierenden Fichte liegt sie damit auf Platz zwei der häufigsten Baumarten. Große Rotbuchenbestände finden sich nicht nur im Wienerwald. Die Bundesforste betreuen auch im Nationalpark Kalkalpen bedeutende Buchen-wälder, die dort gänzlich unter Schutz stehen: In den mehr als 4.000 ha großen teils von Menschen-

hand unberührten Buchenbeständen finden sich auch seltene Baum-Exemplare, die bis zu 500 Jahre alt sind und einen Stammdurchmesser von beachtlichen zwei Metern aufweisen.

 

(ÖBf)


http://www.arboristik.de

 

Zurück zur Übersicht oder zur Startseite

 

Weitere Berichte "rund um den Baum" finden Sie im Archiv >>Baum+Natur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alter Buchenstamm

Alter Buchenstamm im Biosphären-

park Wienerwald.
Foto: Gabriele Moser

 
Wienerwald Buchenstämme
Buchenstämme im frühlingshaften Wienerwald
Foto: Franz Kovacs


2003 - 2020 - arboristik.de - All rights reserved

Alter Buchenstamm im Biosphärenpark Wienerwald Buchenstämme im frühlingshaften Wienerwald