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Da
müssen wohl einige Zeitgenossen vor lauter Wut in die Tischplatte
gebissen haben als bekannt wurde, dass der Umweltpreis 2003 Prof. Dr.
Claus Mattheck zugesprochen wurde.
Nicht anders
lässt sich die Vehemenz erklären, mit der aus einer bestimmten
Ecke der Sachverständigenzunft versucht wurde Einfluss auf die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu nehmen, mit dem Ziel zunächst eine
Aberkennung des Preises, später abgeschwächt, eine Ausklammerung
der VTA-Methode bei der Preisvergabe zu erreichen.
Studiert man
die auf der Homepage eines Sachverständigenbüros online gestellten
Dokumente, dann kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass es sich
hier um eine gezielte Kampagne handelt.
Ach, was wurde
nicht alles mobilisiert (bis hin zum Bundespräsidenten) um die Preisverleihung
für Null und Nichtig erklären zu lassen. Für
einen mit der Materie nicht vertrauten Leser all dieser Auslassungen,
muss der Eindruck entstehen, dass die DBU, salopp gesagt, "nicht
alle Tassen im Schrank gehabt hatte" als sie Prof. Mattheck mit diesem
Preis bedachte.
Dies ist eines
Sachverständigenbüros nicht würdig, zumal es (und wer sich
in der Sache und Szene auskennt weiß es!) mit der Wahrheit nicht
allzu genau genommen wurde.
So wurde u.
a. Prof. Shigo aus den USA zu einem erklärter Feind von Prof. Mattheck
hochstilisiert, wer jedoch den Inhalt des Glückwunsch-Schreibens
Prof. Shigo's an den Preisträger liest, kann keine Spur von Feindschaft
erkennen im Gegenteil.
Wo bleibt da
die Glaubwürdigkeit der betreffenden Sachverständigen?
Um was geht es bei dieser Kampagne?
Vielleicht um die restlose Beseitigung von VTA, um die eigenen Methoden
am Markt halten zu können? Oder aber zu verhindern, dass kommunale
Mitarbeiter die Arbeit von Gutachtern übernehmen? Denn wer VTA beherrscht
und richtig anwendet, kann z.B. sehr wohl die Standfestigkeit eines Baumes
beurteilen. Mitarbeiter von Grünflächenämter etc., die
VTA anwenden können, ersparen ihrer Kommune Gutachterkosten, treten
also in Konkurrenz zu öbv Sachverständigen. In Zeiten, in denen
Kommunen verstärkt mit Klagen zur Verkehrssicherungspflicht rechnen
müssen, ist dieses ein gewichtiges Argument, kommunale Mitarbeiter
in die VTA-Seminare von Prof. Mattheck zu schicken. Und Prof. Mattheck
hat immer ein volles Haus, zum L(N)eidwesen anderer Seminaranbieter.
Der Vorwurf, dass VTA dem Naturschutz mehr schade als nutze, ist blanker
Unsinn.
Die Bäume, die heutzutage gefällt bzw. radikal eingekürzt
werden, fallen doch nicht VTA zum Opfer, sondern sind das Ergebnis versäumter
rechtzeitiger Baumpflege (aus Unkenntnis oder Geldmangel), verpfuschter
Baumsanierung, "entschärfter" bzw. gekippter Baumschutzsatzungen,
unsinniger Straßenbaumaßnahmen, privater herbstlicher Schnittorgien,
oder der Unfähigkeit sich richtig auszudrücken (siehe hier)
Es fehle der wissenschaftliche Beweis der Richtigkeit von VTA,
so die Kritiker.
Das ist wieder mal so typisch deutsche Befindlichkeit! Solange nicht das
Zertifikat akademischer Unbedenklichkeit vergeben wurde, taugt alles nichts,
auch wenn es sich seit Jahren in der Praxis bewährt hat.
Seit den Zeiten eines Michel Maurers wird in Deutschland verstärkt
professionell am Objekt Baum gearbeitet und geforscht. Was gestern noch
in den Himmel gehoben wurde, wird heute verdammt und morgen wieder als
das einzig Richtige in der Baumpflege gepriesen. Bedenkt man allein die
groteske Wandlung in der Baumwundbehandlung oder der richtigen Schnittführung.
Natürlich alles ohne exakte wissenschaftliche Beweisführung,
allenfalls die ein oder andere Dissertation wies auf eine Möglichkeit
der Richtigkeit hin. Aber ausgerechnet bei der VTA-Methode wird eine exakte
wissenschaftliche Beweisführung gefordert, obwohl nicht nur die tägliche
Praxis, über Jahre hinweg, Beweis genug für die Tauglichkeit
der VTA-Methode zur korrekten Baumbeurteilung sein sollte. Auch tausendfache
Feldversuche in aller Welt und die nicht zu vergessenen höchstrichterlichen
(BGH) Bestätigungen sind Beweis genug.
Nein, fachliche
Gründe scheinen nur vorgeschoben zu sein.
Es geht offensichtlich allein um die Person des Preisträgers. Gewiss,
Prof. Mattheck entspricht nicht dem Bild des biederen deutschen Professors,
und alles was sich außerhalb deutscher Einheitsnormung bewegt, erscheint
suspekt. Was aber in den Augen seiner Gegner noch schlimmer ist
er hat Erfolg! Dies ist schädlich für das eigene Geschäft,
so wird ihm dieser Erfolg geneidet, zumal Prof. Mattheck nicht aus dem
Dunstkreis der wissenschaftlichen Baumpflege kommt, sondern als interdiziplinärer
Wissenschaftler wohl eher zufällig zum Objekt Baum kam. (Wie übrigens
andere in dieser Branche auch.)
Gewiss ist allerdings,
einen Gefallen haben die Initiatoren weder sich, noch den in die Kampagne
mit hineingezogenen Personen, mit dieser Aktion getan. Hier hat persönliche
Abneigung und eigenes Profitstreben ein klares Denken behindert. Hätte
man sich über Kriterien und Prozedere der Preisvergabe gründlicher
informiert, dann hätte man auch gewusst, wofür und warum Prof.
Mattheck mit dem Umweltpreis 2003 ausgezeichnet wurde.
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