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Eine bäuerliche Hofeinfahrt mit Holztor, hallende Schritte. ein kleines
Treppchen, Klingelknopf ein bedächtigerSchritt und ein Hüne von
Gestalt zerquetscht mir fast die Hand in seiner Bärentatze, der man
nie zutrauen würde, jene handwerklich so ausgereiften Landschaften,
Bäume mit feinsten Ästchen, Rauhreif im 'Winter und feinstes Blattwerk
im Sommer mit dem Pinsel auf die Leinwand zu bringen. Der 1949 in Ludwigshafen-Oggersheim geborene Künstler und nur wenige verdienen m. E. diese Bezeichnung so wie er, besuchte diverse Meisterschulen und ist seit 1973 freischaffend. Mit barocker Gestalt wirkt er warmherzig, sinnenfreudig und wach, seine hellen Augen beobachten ständig und bald vermutet man, diese unablässige visuelle Gestaltsanalyse war das Schlüsselchen zur Treffsicherheit der Gestaltfindung, die jedes seiner Bilder zeigt. Der Betrachter seiner Bilder blickt wie von einer Bühne und wird meist von gemütserhellenden, lichtbeschienenen Weg in das Bild hineingeführt. Ein kleiner Weiher und einige Bäume rahmen diesen Weg ein, der nicht selten romantische alte Mühlen, eine alte Wasserburg passiert oder zu einem Kirchlein in der Ferne führt. Das sind die Bilder, die ich jahrelang gesucht habe, Bilder die beruhigen, die nach stresserfülltem Arbeitstag uns einladen zu einem Spaziergang in eine bessere, weit friedlichere Welt. |
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Als
ich Manfred Herzog besuchte, kannte ich nur ein Bild von ihm und wusste
dennoch sicher, dass ich den Riesen mit dem feinen Pinselstrich mögen
würde. Wer solche Bilder malt, der muss ein naturverbundener, warmherziger
Kerl sein so kam es auch! Interessant ist, wie ein Mann mit Riesentatzen solch filigrane Strukturen malt. Mit einem besonders zugeschnittenen Pinsel "stupst" er die Blattstrukturen auf die Malfläche, nachdem in vorherigen Malgängen untere Farbschichten bereits aufgebracht wurden. Wer so beobachtet, der ist nicht nur ein guter Baummaler Herzog malt auch Tiere, Tiger, deren Fell man anfassen möchte, so glaubhaft sieht es aus, und menschliche Porträts, die mit eher strenger Technik an die neue Sachlichkeit erinnern. Wenn je einer in heutiger Zeit dafür geschaffen wurde, eine biomechanisch begründete Baummalerei zustande zu bringen, dann ist es meiner Meinung nach Manfred Herzog. Im Januar 1998 besuchte Herzog mit einigen Freunden meinen VTA-Waldlehrpfad bei Leimersheim, um die Körpersprache der Bäume zu erlernen. Der erste Künstler auf einem VTA-Kurs.Vielleicht der Beginn einer neuen Baummalerei, gegründet auf jahrelangen Biomechanikstudien des Forschungszentrums Karlsruhe. |
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| Text
und Fotos: Prof. Dr. C. Mattheck Leimersheim |
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