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Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands


Verbreitungsatlas der Farn-und Blütenpflanzen DeutschlandsHerausgeber: Netzwerk Phytodiversität Deutschland (NetPhyD)
& Bundesamt für Naturschutz (BfN)


Landwirtschaftsverlag
Format: 24 x 30 cm, Hardcover, 912 Seiten.
ISBN: 978-3-7843-5319-7
Preis: 69,95 €

 

Auf fast 30 Millionen Einzeldaten basiert der „Verbreitungsatlas der Farn-und Blütenpflanzen Deutschlands“, der am 29. 1. 2014 im Bundesamt für Naturschutz (BfN) der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Erstmals zeigt der Atlas in 3.000 Verbreitungskarten für ganz Deutschland, welche Pflanzenarten wo in der Natur vorkommen. Damit ist nun ein Datenschatz verfügbar, der umfassend Auskunft über den Zustand der Natur und ihren ständigen Wandel gibt und zugleich zahlreiche interessante Auswertungen erlaubt.
Der Rückgang und die Zunahme bestimmter Pflanzenarten belegen die ständigen Veränderungen unserer Flora. So ist das Flammen-Adonisröschen in den letzten Jahrzehnten vielerorts verschwunden, weil es (wie viele andere Ackerwildkräuter auch) durch die intensivere landwirtschaftliche Nutzung verdrängt wird. Eine Art, die stark zugenommen hat, ist hingegen das Dänische Löffelkraut. Ursprünglich kam es nur auf salzigen Böden der Küsten vor, doch nun konnte es sich in den letzten Jahrzehnten entlang der Autobahnen, begünstigt durch den Streusalzeinsatz, weit in das Binnenland hinein ausbreiten. Dieser Florenwandel ist zugleich ein Indikator für die Veränderung unserer Natur und Landschaft. Großstädte und urbane Zentren wie Hamburg, Berlin oder das Ruhrgebiet sind aufgrund ihrer Strukturvielfalt sehr artenreich, haben aber auch einen besonders hohen Anteil von pflanzlichen Neueinwanderern.
Der neue Atlas zeigt die Verbreitung der etwa 3900 in Deutschland einheimischen und wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen. Aber auch Neueinwanderer und „Gartenflüchtlinge“ wie Ambrosie oder Riesen-Bärenklau sind enthalten. Dieses Inventar der Pflanzenverbreitung, das jetzt erstmals für ganz Deutschland vorliegt, ist nicht nur als Druckwerk, sondern vor allem als → Datenbank wichtig: Aus fast 30 Millionen Datensätzen besteht die DatenbankDatenbank der Fundmeldungen, die durch die Fachorganisation → Netzwerk Phytodiversität Deutschland e. V. für den Atlas erstellt wurde. Erfasst wurden diese Daten von Tausenden, meist ehrenamtlich tätigen Pflanzenexperten in jahrelanger (Kartierungs-)Arbeit in der freien Natur und den Siedlungsräumen.
Die Daten des nun vorgestellten Pflanzeninventars belegen aber auch, welch hohe Artenvielfalt viele bislang noch nicht so stark im Fokus der Aufmerksamkeit stehende Gebiete Deutschlands noch aufweisen – wie etwa das untere Elbtal, das Thüringer Becken mit seinen Randbereichen oder der nördliche Oberrheingraben – und unterstreichen damit die Bedeutung und Notwendigkeit von in der Fläche wirkenden Naturschutzmaßnahmen wie der Einrichtung von großräumigen Schutzgebieten, aber auch einer großflächigen Integration des Naturschutzes in eine naturverträgliche Land- und Forstwirtschaft. (Foto: red)


 

 

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