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Baumschutzverordnungen

Kommunen mit Baumschutzverordnung sind in der Minderheit


Baumschutzverordnungen
Foto: pixabay / CC0 1.0

 

(14.2.2018) Es mutet seltsam an. Da gibt es große Städte auf dieser Erde, die viel Geld ausgeben, alles tun, um wieder vermehrt lebendes Grün zwischen die Häuserfronten zu platzieren. Und da gibt es Städte und Gemeinden bei uns, die seit Jahren „Baumschutzverordnungen“ praktizieren, die aber plötzlich ohne wirkliche Gründe wieder abgeschafft werden sollen.


Damit öffnet man Türen und Tore zum hemmungslosen „Bäume fällen“ ohne fachliche Notwendigkeit. Man will den Bürgern einen „Gefallen“ tun, sie nicht länger gängeln? Doch mit dem Abschaffen dieser Verordnungen tut man den Menschen keinen Gefallen, ganz im Gegenteil. Man hilft, das Lebensumfeld unfreundlicher und ungesünder werden zu lassen.

 

  Wir reden von Feinstaub und wissen von den Leistungen der Bäume, diesen zu binden.
 

Wir sprechen vom Klimawandel und der Überhitzung der Kommunen und wissen, dass Bäume ausgleichend wirken.

 

Wir reden von Verantwortung gegenüber unseren Nachkommen und wissen, dass ein grünes Umfeld dafür notwendig bleibt.

 

Wir reden vom Verschwinden vieler Gärten und von der Mode, leblose graue Kies- und Steingärten anstelle von Grüngärten in die Kommunen zu bekommen.

 

Wir reden vom rasanten Land- und Grünverbrauch und hören dennoch nicht auf damit.

 

Wir reden vom Sterben der Bienen, der Falter und Insekten, der Vögel und anderer Kleintiere und wissen doch, dass diese Lebewesen ein passendes grünes Umfeld benötigen.

 

Wir wissen das alles!


Trotzdem sollen Baumschutzverordnungen abgeschafft werden, die dabei helfen, zumindest einen Teil der vorhandenen Bäume vor sinnlosem Abschlagen zu bewahren.

Kastanie
Für Bäume gibt es keinen Ersatz!
Foto: Horst Schunk

Die Kommunen, die Politikerinnen und Politiker, die das tun, geben ihren Vorbildcharakter auf. Sie senden ein fatales Signal: „Weg mit den Bäumen“, welches mit großer Sicherheit ohne die Folgen zu bedenken, von zahlreichen Menschen gerne aufgegriffen wird. Sind die Bäume erst mal weg, ist es zu spät. Und auf entsprechende Nachpflanzungen können wir ohne die Baumschutzverordnungen auch nicht mehr drängen.
Es geht nicht darum, notwendige Fällungen gefährlicher, kranker oder toter Bäume zu verhindern. Das wollen die Verordnungen auch gar nicht verhindern. Das ist längst gängige Praxis in den Kommunen, die mit Baumschutzverordnungen leben.


Es geht um den Versuch, mit dem Argument „Abbau von Bürokratie“ Bäume los zu werden. Weniger Bäume bedeuten weniger Laub, weniger Schatten, mehr Platz zum Parken und Verbauen. Doch mit Bewahrung der Schöpfung hat das nichts zu tun.


Deshalb muss gegen diese Versuche gearbeitet werden.


Wer ohne Not die Baumschutzverordnungen abschaffen möchte, handelt im Kleinen nicht anders als der US-Präsident Trump, der aus dem Pariser Klimaabkommen austreten möchte. Das ist gleiche Art und Weise von Populismus und falsch verstandener Bürgernähe. Mit Nachhaltigkeit hat das rein gar nichts zu tun.
Hier werden Lebensgrundlagen dauerhaft zerstört, die Gesundheit und das Wohlempfinden von Mensch und Tier gefährdet. Grün bedeutet Leben! Und ohne ausreichend Bäume geht gar nichts. Für Bäume gibt es keinen Ersatz.

(Horst Schunk)

 

Horst Schunk, Autor des Baumschutzbuches: „Über den Tag hinaus – Leben mit Bäumen“, ISBN: 978-3-925431-32-6. Erschienen im „Veste-Verlag-Roßteutscher“, war als Stadtrat in den 1980er Jahren Initiator der Coburger Baumschutzverordnung.



 

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