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Der „Tag des Baumes“

Chance und Verpflichtung

Der Tag des Baumes
Foto: Horst Jürgen Schunk


(19.4.2016) Der 25. April 2016 gilt seit über 60 Jahren in Deutschland als der „Tag des Baumes“. Bundesweit, von Flensburg bis Berchtesgaden, werden an diesem Tag medienwirksam im Beisein örtlicher Prominenz zahllose Bäumchen gepflanzt. Nach den unzähligen Baumfällungen, Rodungen, Verstümmelungen, Zerstörungen im vergangenen halben Jahr wäre es zumindest eine Chance, den „Tag des Baumes“ als nachhaltige Herausforderung zu sehen.

Als Chance, den Erhalt und die Vermehrung der lebensnotwendigen Gehölze endlich ernst zu nehmen. Allerdings nicht nur an diesem speziellen Tag, sondern das gesamte Jahr hindurch. Bäume wieder verstehen lernen, sie als Partner zu sehen, ihre Notwendigkeit, ihre Leistungen anzuerkennen, ihre Schönheit zu schätzen. Die natürlichen Abläufe der Bäume zu akzeptieren, auf ihre Bedürfnisse ernsthaft Rücksicht zu nehmen.

Am „Tag des Baumes“ eine schöne Rede zu halten, ein Liedchen zu singen, dazu ein einzelnes Bäumchen zu setzen, das ist letztlich zu wenig. Das alleine hilft weder der gebeutelten Natur, noch den ökologischen Bedürfnissen unserer Nachkommen. Als Alibiveranstaltung gesehen, dienen sie eher dem Ego Einzelner, als der grundsätzlichen Idee der Naturerhaltung.

Hausbäume, Hofbäume, Parkbäume, Straßenbäume, Uferbäume, Feldgehölze müssen mehrheitsfähig werden; sie immer wieder zu bewerben, sie hervorzuheben gehört dazu.
Ein langlebiger Landschaftsbaum als Mittelpunkt des Grundstücks besitzt mehr Wert, als die millionenfach ausgebrachten gefangenen Steine hinter Gittern, die Tonnen von Kies im ehemaligen Blumenbeet, der uniforme Kugelbuchs im Standard-Töpfchen. Der Schatten eines Baumes macht im Sommer Sinn!

So unterschiedlich die einzelnen Baum-Standorte sind, so enorm ist auch die Auswahl der Baumarten. Für jede Grundstücksgröße gibt es geeignete Gehölze, für jeden Boden, für jeden Platz. Und es müssen wahrlich nicht nur kleine Kugelbäumchen sein, die anschließend jedes Jahr auf Tellergröße zurück gestutzt werden.

Zahlreiche Dorfplätze müssen endlich wieder grüner werden! „Moderne Plätze“ mit grauen Verbundsteinen, viel Beton und dem üblichen „Bürgermeister-Gedächtnis-Brunnen“ zieren eine Gemeinde alleine nicht wirklich. Ohne natürliches Grün bleibt alles nichts. Stein und Beton verbessern nicht das Kleinklima der Kommunen! Die Arbeit, die mit Bäumen verbunden ist, wird durch deren positiven Leistungen mehr als wett gemacht! Dabei gilt: Je größer ein Baum, je mehr Blattmasse, desto höher der Nutzen für unser Kleinklima. Für uns Menschen also.

Bäume zu besonderen Anlässen zu pflanzen, zu Hochzeiten, Geburten, Taufen, und ähnlichen Ereignissen; diese alte Tradition ist glücklicherweise nicht auf den „Tag des Baumes“ begrenzt. Was wir mehr denn je benötigen, sind ernst zu nehmende Vorbilder für den Baumschutz!

 

Baumschutz ist auch Klimaschutz!
Omas und Opas, Mama und Papa tragen ebenso Verantwortung wie die Politik auf allen Ebenen. Kirchen, Kitas, Schulen, Vereine, Betriebe sowie die Landwirtschaft müssen sich verpflichtet fühlen, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Anders wird es nicht gelingen, kommenden Generationen eine grüne und damit lebensfreundliche, gesunde Umwelt zu überlassen.

Nehmen wir den „Tag des Baumes“ als Verpflichtung an, verschaffen wir der positiven Botschaft dieses Tages das gesamte Jahr hindurch Gehör und Zustimmung.
(Horst Jürgen Schunk)

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Hintergrund: Tag des Baumes – eine Tradition der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW)


Tag des Baumes-HeussAm 25. April 1952 hat die Schutzgemeinschaft diesen Festtag für den Baum in Deutschland initiiert und mit Prof. Dr. Theodor Heuss einen Ahornbaum im Bonner Hofgarten gepflanzt. Mit diesem Tag will die SDW möglichst vielen Bürgern ins Gedächtnis rufen, wie wertvoll Bäume für die Menschen und eine gesunde Umwelt sind.
„Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“ – ein Satz, mit dem 1872 der Journalist und Farmer Julius Sterling Morton im baumarmen Nebraska (USA) einen jährlichen Arbor Day 1872 forderte. Am 10. April 1872 pflanzten erstmals Bürger und Farmer mehr als eine Million Bäume. Kaum zwei Jahrzehnte später hatte sich dieser Gedenktag in allen Staaten der USA verbreitet. Am ersten Tag des Baumes in Deutschland – am 25. April 1952 – formulierte die SDW ihr Ziel für die Zukunft: In jeder Gemeinde und Schule soll der Bevölkerung und insbesondere der Jugend durch symbolische Pflanzungen und Veranstaltungen die Bedeutung des Baumes näher gebracht werden. Der erste Tag des Baumes war noch ganz durch die Nachkriegssituation geprägt. Er richtete sich damals gegen die Übernutzung der Wälder. Während des Krieges und durch den sogenannten Reparationshieb der Alliierten fand auf zehn Prozent der deutschen Waldfläche ein Kahlschlag statt.

(Text und Foto: SDW)

 


Mehr zu diesem Thema
Tag des Baumes - Geschichte


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