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„Aus - vorbei…

Ein Plädoyer für einen besseren Umgang mit unseren Bäumen

Pappeln

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(15.11.2013) Während sich große Städte weltweit darum bemühen, neues Grün in ihren Betonwüsten zu etablieren, um dadurch Lebensqualität und Wohlempfinden zu fördern, erleben wir in unseren Landen seit ungefähr 15 Jahren einen gegensätzlichen Trend.
Wir besitzen zwar noch immer gute grüne Voraussetzungen, doch Jahr für Jahr wird gefällt, vielfach unbedacht, das vorhandene Potenzial weder erkannt noch genutzt. Nun wird zwischen den Ortschaften Sonnefeld und Weidhausen eine der letzten Pappelalleen im Landkreis Coburg gefällt, eine neue Allee scheint nicht vorgesehen. Damit verschwindet zum wiederholten Male ein grüner Lebensraum, auch ein bisher weithin sichtbar landschaftsbestimmendes Element wird vernichtet, ein Wahrzeichen für immer beseitigt.


Zur Erinnerung...
...als vor einigen Jahren die neue Straße zwischen den Orten Sonnefeld und Weidhausen gebaut wurde, hat man die vorhandene Allee noch bewusst erhalten! Und so alt, dass diese Bäume nicht mehr sanierbar wären, sind diese Pappeln auch nicht. Der Ausspruch des Bürgermeisters „Wir möchten ein neues Wahrzeichen von Weidhausen wieder haben“ nährt keine Hoffnung auf eine neue Allee an gleicher Stelle.

 

Im kommenden Jahr...
... zum „Tag des Baumes“ sollen einige Pflanzungen vorgenommen werden, dies hat man beschlossen. Diese werden allerdings kaum Ersatz für eine derartige Allee sein können. Trotzdem wird man sich dann beklatschen und nicht mehr davon sprechen, dass eine vorhandene Allee verschwinden musste, weil man Kosten und Aufwand scheute. Die Tatsache, dass ein Fachmann, der wohl für den Erhalt der Allee war, öffentlich gerügt wird, passt in dieses Bild. Nicht die Fachleute entscheiden über große Bäume. Dabei wäre nur dies akzeptabel.

 

So wie all die Jahre zuvor...
...wird es In den nächsten Monaten in gleicher Weise weiter gehen. An Straßen und Böschungen, an Ufern und Waldrändern, in Parks und Gärten.

Warum sollen sich Privatleute noch für das großes Grün bemühen, wenn die öffentliche Hand das Gegenteil praktiziert? Bezüglich des Baumschutzes gibt es kaum noch Vorbilder, die Beispiel geben können.
Und so wird es unweigerlich dazu kommen, dass Großbäume innerhalb der bewohnten und belebten Bereiche in fünfzig Jahren kaum noch vorhanden sein werden. Dies nicht nur zum Nachteil der Bäume, auch zum Nachteil der Menschen die hier leben werden.

Noch wäre Zeit, dieses Todesurteil über die Pappelallee zu überdenken und zu einer besseren Lösung zu kommen. Allerdings der Glaube daran ist mehr als gering.

 

Horst Schunk, Coburg

Baumschützer, Fotograf und Autor des Buches:
Über den Tag hinaus - Leben mit Bäumen.


 

 

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Horst Schunk, Über den Tag hinaus Horst Schunk, ein engagierter Baumschützer berichtet über praktizierten Baumschutz...über Erfolge, aber auch über Niederlagen.
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