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Das große Fällen in Duisburg

GRÜNE Ratsfraktion ruft Bürger zur Dokumentation der Baumfällungen auf


Das große Fällen in Duisburg
(Symbolfoto: pixabay / Public Domain CC0)

 

(29.3.2016) In der Ratssitzung im November 2015 wurde auf Antrag der Fraktionen von SPD und CDU die Baumschutzsatzung in Duisburg abgeschafft. Seit dem 1. Januar mussten somit für Baumfällungen auf privaten Grundstücken im Stadtgebiet weder Fällgenehmigungen eingeholt, noch Ersatzpflanzungen vorgenommen werden.

 

Dazu erklärt Anna von Spiczak, umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Rat der Stadt Duisburg:
„Wir Grüne beobachten das aktuelle, unkontrollierbare Ausmaß der Baumfällungen in Duisburg mit großer Sorge. Jeder einzelne Baum leistet einen unersetzlichen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und ist daher unbedingt erhaltenswert. Vielerorts wurde uns von Fällungen von besonders alten Bäumen berichtet, die manchem Stadtteil, einen besonderen Charakter verliehen haben. Diese Bäume haben Jahrzehnte auch mit Kriegen in unserer Stadt überlebt. Nun sind sie der Politik der Grünvernichter von SPD und CDU zum Opfer gefallen.“

 

Beherzter Griff zur Säge
Dabei sind es nicht allein Bürgerinnen und Bürger die auf dem eigenen Grundstück wüten, besonders private Großgrundbesitzer, wie beispielsweise Wohnungsgesellschaften, haben in den letzten Wochen beherzt zur Säge gegriffen. „Das 'Kettensägen-Massaker', das wir mit der Abschaffung der Baumschutzsatzung befürchtet haben, hat in Duisburg stattgefunden“ so Anna von Spiczak. Besonders bitter empfinden die GRÜNEN auch, dass die mit der Baumschutzsatzung verbundene fachliche Beratung entfallen ist. „Die Bürgerinnen und Bürger wissen oft gar nicht, dass sie einen Baum nicht fällen müssen, sondern auch ein Rückschnitt möglich ist. Auch die Tatsache, dass sich ihr Zugriff nicht auf den öffentlichen Raum erstreckt, ist teils nicht bekannt. So wurden zu Beginn des Jahres auch Straßenbäume durch Privatleute gefällt. Ersatz muss aus der Stadtkasse gezahlt werden.“


Seit dem 1. Januar sind zahlreiche Bürgerbeschwerden in der Grünen Fraktionsgeschäftsstelle eingegangen und sie berichten immer wieder von den gleichen, nicht nachvollziehbaren Baumfällungen in ganz Duisburg. „An dieser Stelle möchten wir uns bei allen aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort bedanken, die diese Fällungen für uns mit dokumentieren und somit dazu beitragen, dass sie nicht vergessen werden“, so von Spiczak. Die Ratsfraktion der GRÜNEN bittet alle Bürgerinnen und Bürger, nicht weg zu sehen, wenn die Bäume in Duisburg immer weniger werden. „Dokumentieren, filmen oder fotografieren Sie Baumfällaktionen in Duisburg. Bitte schicken Sie uns Fotos sowie Daten bezüglich Baumart, Umfang, Standort und Datum an: fraktion@gruene-duisburg.de“ so die Bitte der GRÜNEN Ratsfraktion an die Bürgerinnen und Bürger Duisburgs.


Seit dem 1. März bis zum 30. September sind Baumfällungen durch das Bundesnaturschutzgesetz zum Schutz der Vögel eingeschränkt und daher unbedingt genehmigungspflichtig. Bei Verstoß, können Bußgelder bis zu 25.000 € fällig werden.

 

(GRÜNE Duisburg)

 



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