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Das vorhersehbare Absterben eines Baumes

Gedankenlosigkeit bedeutete das Ende einer der wenigen großen Buchen in Coburg


Blutbuche Coburg
Foto: Horst Jürgen Schunk

 

(10.7.2017) Schon im August 2016 wurde der Umgang mit einer Blutbuche auf einem Parkplatz in Coburg mit dem Astloch des Monats bedacht. Es handelte sich um eine der wenigen großen Coburger Blut-buchen, diese steht auf einem (bis zum Sommer 2014 unbefestigten) Parkplatz.

 

Baumscheibe
Foto: Horst Jürgen Schunk

Im Sommer 2014 wurde der Parkplatz mit einer Asphalt-

decke versehen. Offenbar sorgte man sich dabei mehr um ein ausreichendes Platzangebot für parkende Mit-

bürger, als um ein angemessenes Platzangebot für ei-ne Baumscheibe. Die, dem Baum zur Verfügung gestel-

lte, Baumscheibe war viel zu klein und wurde dazu nicht aufbereitet, ein paar Steine hingeworfen, den Rest wur-

de asphaltiert. Das verbliebene Erdreich am Stammfuß war zudem hart und fest.

Schon unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten riefen die derart verschlechterten Standortbedingungen der Buche Kritik hervor. Auch das gedankenlose Befahren der Baumscheibe wurde thematisiert und Verbesserungen angemahnt. Ein angenageltes Blechschild beweist dazu den gedankenlosen Umgang mit diesem Baum.


blutbuche
Die Blutbuche noch spärlich belaubt (links) und der abgestorbene Baum im Juli 2017. Foto: Horst Jürgen Schunk

Schon bald zeigte sich, dass der Baum geschädigt ist, die Belaubung wurde von Jahr zu Jahr spärlicher. Da-

bei wäre es so einfach gewesen, für eine fachlich kor-

rekte Standortverbesserung zu sorgen und ein Parken in unmittelbarer Nähe der Buche zu unterbinden. Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum keine Maßnah-

men zur Standortverbesserung ergriffen wurden. Unbe-

dachtheit, Nichtwissen oder wollte man es nicht? Der Baum beanspruchte schließlich einen nicht unerheb-

lichen Platz, der den Blechkarossen fehlte und der herbstliche Laubfall hat sicherlich auch nicht überall Freude ausgelöst.

Im August letzten Jahres schrieb Horst Jürgen Schunk aus Coburg: „Bald wird der Baum zu einer Gefahr für Mensch und Karosse. So zeichnet sich mehr und mehr ab, dass eine der wenigen großen Blutbuchen Coburgs bald aus dem Stadtbild verschwunden sein wird.“ So ist es nun gekommen. Konnte vor Jahresfrist noch eine spärliche Belaubung registriert werden, steht nun fest, dass die Blutbuche abgestorben ist.
(Horst Jürgen Schunk / red)

 

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