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Bäume pflanzen heißt auch der Zukunft Hoffnung schenken

Ein neues Baumbewusstsein entwickeln und in die Tat umsetzen!


Aufruf an Städte und Gemeinden, Schulen, Kirchen, Verbände, Vereine und an private Baumbesitzer. Ein neues Baumbewusstsein entwickeln und in die Tat umsetzen! Bäume pflanzen heißt auch der Zukunft Hoffnung schenken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(11.10.2014) In den letzten Jahren wurden mehr große Bäume gefällt, als je zuvor; nicht selten ohne Not. Und oftmals wurden diese Fällungen - auch aus Kostengründen - nicht durch entsprechende, angemessene und wirksame Neuanpflanzungen ersetzt. Entdeckte man an großen Bäumen dürre Äste, sanierte man nicht fachlich, es wurde gleich gefällt. Einige Baumarten stehen zudem seit langem auf einer „roten Liste“.

 

Laubfall, Blütenstaub und Samen führten vermehrt zu privaten Baumbeseitigungen
Durch laienhaften Schnitt wurden und werden Bäume immer wieder total entstellt, verstümmelt, ihres Habitus beraubt. Foto: H,J.Schunk Stümperhaft verschnitten Es geht sogar so weit, dass Bäume wegen ihres Geruchs (♀ Ginkgos) gefällt werden. Auch der eigentlich gesunde, grüne, kühlende Schatten führte und führt zu oft zum Absägen. Benötigt ein weiteres Auto einen Stellplatz, fiel auch der letzte Baum im Hof oder im Vorgarten.
Durch laienhaften Schnitt wurden und werden Bäume immer wieder total entstellt, verstümmelt, ihres Habitus beraubt. Durch solche Stümpereien entstehen neue Bruchgefahren - falls solche malträtieren Gehölze nicht schon vorher eingegangen sind.

 

Vorgärten, Freiflächen wurden und werden entgrünt, dafür wirft man tonnenweise Kies und Felsbrocken in die Gärten. Dem Zeitgeist huldigend. Foto: H.J.Schunk Entgrünte Vorgärten Natur findet nicht mehr statt!
Vorgärten, Freiflächen wurden und werden entgrünt, dafür wirft man tonnenweise Kies und Felsbrocken in die Gärten. Dem Zeitgeist huldigend.
In Parks und freier Landschaft wurden und werden neue Sichtschneisen ins Grün geschlagen, an den Ufern fielen und fallen Bäume, damit kein Laub ins Wasser fällt. Neben den Straßen müssen Bäume seit Jahren verstärkt weichen, damit schneller und angeblich sicherer gefahren werden kann.Feldgehölze werden beseitigt, sog. Wildwuchs wird entfernt.

Für Einzelinteressen wurden und werden Bäume sehr rasch geopfert. Selbst der Schattenwurf in freier Natur wird als Grund für Fällungen angesehen. Die negativen Veränderungen des Landschaftsbildes durch das Entfernen von Straßenbäumen sind überall längst sichtbar! Auch Pappelalleen und Pappelreihen gehören zu unserem Landschaftsbild! Der Wunsch so mancher Dorfgemeinschaft nach Baumfällung wird gerne aufgegriffen, auch um wiedergewählt zu werden. Hemmungsloser Gebrauch von Streusalz, selbst auf Geh- und Radwegen, zerstört dauerhaft unendlich viele Gehölze. Und kostet damit Geld.

 

Fatale Entwicklung
Bäume besitzen offenbar keinen allzu großen Stellenwert mehr, sie haben keine Lobby! Und weil es an Vorbildern fehlt, geht auch bei den jungen Menschen jedes Verständnis und jedes Wissen um die Bäume und die Kreisläufe der Natur verloren.
Wenn auch immer weniger Menschen Interesse zeigen, es ändert nichts an der Notwendigkeit der Bäume in Stadt und Land. Die sogenannten Wohlfahrtwirkungen der Bäume sind bekannt und bewiesen – sie werden nur leider ignoriert und missachtet. Und das in Zeiten des rasanten Klimawandels.
Wer vom Klimaschutz redet, muss auch vom Baumschutz sprechen, beides gehört untrennbar zueinander!

Jeder einzelne Baum bindet CO2, produziert Sauerstoff, befeuchtet, filtert und kühlt die Atemluft, verbessert das Kleinklima!

 

Benötigt ein weiteres Auto einen Stellplatz, fiel auch der letzte Baum im Hof oder im Vorgarten. Foto: H.J.Schunk Bäume besitzen keinen großen Stellenwert mehr Eindringliche Bitte an die Verwaltungen der Kommunen
Erhalten Sie das verbliebene, große lebende Grün. Geben Sie nicht jedem Fällwunsch nach, nur weil das als „bürgerfreundlich“ gilt. Zeigen sie Kante und Verantwortungsbewusstsein.
„Eigentum verpflichtet“, dieser Satz gilt für auch für öffentliche und private Baumbestände! Pflanzen Sie vermehrt neue Bäume! Pflanzen Sie mindestens so viele neue Bäume, wie in den letzten Jahren umgelegt wurden. Landschaftsbäume, die groß werden dürfen, denn je mehr Blattmasse ein Baum besitzt, desto größer sind seine Leistungen für uns Menschen. Nutzen Sie dabei die enorm große Auswahl an Baumarten. Denn Vielfalt ist immer besser als Einfalt. Der Platz, den wir zur Verfügung haben, ist nach wie vor der gleiche wie vor hundert Jahren. Die Frage ist nur, wie wir diesen Platz nutzen, welchen Raum wir dem Grün zugestehen und worauf wir im Gegenzug verzichten könnten.
Arbeiten Sie beim Erhalt der Bäume sowie beim Neuanpflanzen Hand in Hand mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit den Kirchen und Kindergärten, Dienststellen, Schulen, Betrieben und Vereinen in Ihrem Umfeld.

Je mehr Blattmasse ein Baum besitzt, desto größer sind seine Leistungen für uns Menschen. Foto: H.J.Schunk Je mehr Blattmasse desto größer die Leistungen So wie unsere Vorfahren für uns gepflanzt haben, müssen wir alle unserer Verpflichtung für kommende Generationen nachkommen. Bäume erhalten, pflanzen und pflegen ist eine nachhaltige Aufgabe, die uns alle angeht!
Werben Sie verstärkt für den Erhalt der Gehölze, für das Pflanzen neuer Bäume. Dieses Thema muss wieder in den öffentlichen Fokus gestellt werden! Es gibt zahlreiche Anlässe, Pflanzmaßnahmen durchzuführen, nicht nur am „Tag des Baumes“. Bei Jubiläen, Festlichkeiten, Taufen, Geburten und Hochzeiten, jeder Tag ein Tag des Baumes!Werden Sie Ihrer Vorbildfunktion gerecht und gehen Sie bitte mit gutem Beispiel voran!
Jedes Jahr im Frühling und im Herbst ist Pflanzzeit. Sanieren Sie große Bäume rechtzeitig, vorsorgend und schonend. Lassen Sie dabei ausschließlich Fachfirmen bzw. Fachpersonal an die Bäume. Das rechnet sich im Nachhinein auf jeden Fall.

Nicht die Bäume sind es, die uns zum gesunden Leben brauchen, es ist umgekehrt!

Horst Schunk
„Baumfreunde Coburg“
Autor des Buches: Über den Tag hinaus. Leben mit Bäumen.

auf facebook: „BÄUME sind Freunde“

 

 

 

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Durch laienhaften Schnitt  wurden und werden Bäume immer wieder total entstellt, verstümmelt, ihres Habitus beraubt.
Durch laienhaften Schnitt wurden und werden Bäume entstellt, verstümmelt, ihres Habitus beraubt. Foto: H.J. Schunk
 
Das traurige Los einer Linde in Montabaur. Foto: Marco Bast, Montabaur
Das traurige Los einer Linde in Montabaur. Foto: Marco Bast, Montabaur
 
Gesehen in Ladenburg/Rhein-Neckar-Kreis. Foto: Martina Busch
Gesehen in Ladenburg/Rhein-Neckar-Kreis. Foto: Martina Busch
 
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Durch solche Stümpereien entstehen neue Bruchgefahren Das traurige Los einer Linde in  Montabaur Gesehen in Ladenburg/Rhein-Neckar-Kreis