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Im Sommer werden die Sünden des Winters sichtbar

Der Einsatz von Auftausalz führt zu massiven Schäden bei Straßenbäumen


Der Einsatz von Auftausalz führt zu massiven Schäden bei Straßenbäumen Der Einsatz von Auftausalz führt zu massiven Schäden bei Straßenbäumen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(2.8.2014) Wie in jedem Hochsommer, so werden auch wieder in diesem Sommer die Salzschäden an zahlreichen Straßenbäumen sichtbar.

Nach wie vor wird zu viel Auftausalz in den Wintermonaten ausgebracht. Argumentiert wird gebetsmühlenartig mit dem Vermerk auf höchstmögliche Sicherheit. Doch gerade auf Gehwegen ist diese Sicherheit auch ohne Salz weitgehend erreichbar. Splitt und Sand auf die vom Schnee geräumten Gehwege ausbringen reicht in den meisten Fällen aus.

 

Manche Fahrbahnen werden mit "vorsorglicher Streuung" beglückt
Per Satzung ist in zahlreichen Kommunen der Salzeinsatz auf Gehwegen bei "normalen Winterverhältnissen" untersagt. Nur, es halten sich viele nicht daran und es sind auch kaum Konsequenzen zu befürchten.
Ja, die Kommunen selbst, sowie ihre Eigenbetriebe, verstoßen gerne gegen ihre eigenen Satzungen, z.B. in den Fußgängerzonen, auf Plätzen, auf Rad- und Fußwegen. Zusätzlich wird versalzener Schneematsch von Räumfahrzeugen haufenweise an Bäumen abgelagert, dadurch gelangen große Mengen Auftausalz in den Wurzelbereich.
Auf den Fahrbahnen wird mancherorts bei niedrigen Temperaturen täglich Salz auf trockene Fahrbahnen ausgebracht, also eine "vorsorgliche Streuung". Im Laufe eines Winters kommen dadurch große Verbrauchs-

mengen zustande.
Und im Hochsommer sieht man die Ergebnisse: Egal ob Kugelahorn oder Linde, Ahorn oder Rosskastanie, die braunen Ränder an den Blättern und der mickrige Zuwachs der Gehölze zeigen an, die Bäume sind krank und auf dem Wege des Sterbens angelangt.

Nur durch sofortige Veränderungen im Winterdienst, durch Bodenaustausch, Spülungen und eventueller Tiefendüngung können geschädigte Bäume noch zurück geholt werden ins Baum-Leben. Aber nur bis zu einem gewissen Grad, wenn sie einmal mehr oder weniger zerstört sind, gibt es nur das Absägen und Neupflanzen. Wobei dann häufig neue Bäume - wenn überhaupt neu gepflanzt wird - in die alte, versalzene Erde hinein gesetzt werden. Wäre es nicht so traurig, könnte man annehmen, Donald Duck aus Entenhausen hätte hier gewirkt.


Nicht wenige Menschen meinen beim Anblick streusalzkranker Bäume, das sei halt ein früher Herbst....andere meinen, der Mensch und seine Sicherheit gehen nun einmal vor.
Dabei wäre es gar nicht schwer, Sicherheit und Umwelterfordernisse unter einen Hut zu bringen. Man muss nur "Wollen" und nicht mit Scheinargumenten oder Ignoranz dagegen sprechen und handeln.

 

Horst Jürgen Schunk
Baumfreunde Coburg
auf Facebook: BÄUME sind Freunde

 

Weiterführende Links

• Tausalz - Baumschäden durch Winterdienst → Sonderseite des AK-Stadtbäume GALK
• Streumittel mit dem Umweltzeichen → „Der Blaue Engel“ mit dem Zusatz „weil salzfrei“


 

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Weitere Berichte zum Thema Baumschutz finden Sie im Archiv >>Baum+Natur

 

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