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Was für ein Pfosten!

Dreist...gedankenlos...oder wie soll man es nennen?

Astloch des Monats Baumfrevel in Berlin

Foto: Umweltzone Berlin / kes

 

(9.9.2018) Leider werden Bäume durch Baumaßnahmen häufig in Mitleidenschaft gezogen. Wenn rechtzeitig Vorkehrungen zum Schutz der Bäume auf einer Baustelle getroffen werden kann dies leicht vermieden werden. Offenbar ist dies den Verantwortlichen einer Baumaßnahme in Berlin unbekannt oder schlichtweg egal gewesen. Ein unglaublicher Vorfall, dokumentiert von Berliner Naturschützern.

 

 

Baummaßnahme
Foto: Umweltzone Berlin

Wir sind Naturschützer, wir mögen Bäume. Damit stehen wir nicht alleine da, auch sehr viele andere Menschen, die sich nicht ehrenamtlich oder beruflich für den Naturschutz einsetzen, finden Bäume toll und wir wissen auch, dass es einen kleinen Teil der Menschheit gibt, der mit Bäumen nicht ganz so viel anfangen kann wie wir.

 

Leider gibt es aber auch immer wieder Vorfälle, die uns völlig zur Verzweiflung treiben und bei denen wir uns wünschen würden, ein gefühlloser Klotz ohne Augen und ohne Ohren zu sein. Einer dieser Vorfälle ist uns letztens über den Weg gelaufen. An einem Grundstück sollte wohl ein Zaun errichtet werden und damit die gegossenen Betonpfeiler auch schön in Reih und Glied stehen, wurde kurzerhand der Stamm einer an der Grundstücksgrenze stehenden Ulme längs angesägt. Dabei hätten die Pfeiler nur um wenige Zentimeter versetzt werden müssen. Die jetzt dabei entstandene ca. einen Meter hohe Schnittfläche wird über

berlin
Foto: Umweltzone Berlin

kurz oder lang das Ende des Baumes darstellen. Die Wunde ist so groß, dass der Baum diese unmöglich vor Infektionen durch Fäuleerreger abschotten kann. Deswegen sind solche gravierenden Schnitte auch verboten. Das zuständige Bezirksamt wurde über den Fall informiert.

 

Hintergrund

Der Baumschutz ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Ländergesetze und vor allem Satzungen der Gemeinden und anderer können weitergehende Vorschriften enthalten. Sind solche Regelungen nicht vorhanden, soll sich der Baumschutz bei Eingriffen in den Naturhaushalt durch Baumaßnahmen durch die Anwendung der §§ 18 und 19 BNatSchG (Eingriffsregelung) erreichen lassen. Aus dem § 19 des BNatSchG ergibt sich bei Baumaßnahmen auch das verbindliche Gebot der Vermeidung und Minimierung. Bei Baumaßnahmen ist diesem Gebot der Vermeidung Rechnung getragen, wenn mindestens die DIN 18920 Schutz von Bäumen bei Baumaßnahmen eingehalten wird sowie die RAS-LP 4 Schutz von Bäumen, Vegetationsbeständen und Tieren bei Baumaßnahmen Beachtung findet und die Bäume einen Zeitraum von mindestens drei Vegetationsperioden nach Beendigung der Maßnahme keine Schädigungen aufweisen. (Wikipedia)

 


Diese Pfostensetzerei ist allemal das Astloch des Monats August wert...
...meint Ihr

 

Balduin Baumweh

 

 

 

Quelle:
BUND Berlin /Umweltzoneberlin.de

→ Ansprechpartner: Christian Hönig, Baumschutzreferent des BUND Berlin: hoenig(ät)bund-berlin.de

 

 

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Über den Tag hinaus - Leben mit Bäumen. Ehrenamtliche Arbeit für unsere Bäume
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Horst Schunk, Über den Tag hinaus Horst Schunk, ein engagierter Baumschützer berichtet über praktizierten Baumschutz...über Erfolge, aber auch über Niederlagen.
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