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Unprofessionelle Baumpflege

Stadtverwaltung soll Baumfrevel prüfen

Astloch des Monats Baumfrevel

Symbolfoto: Horst Jürgen Schunk / kes

 

(1.8.2018) Die Lüner Wählergemeinschaft GFL kritisiert grobe Verstöße gegen die städtische Baum-

schutzsatzung auf privaten Grundstücken. Als Beispiel benennt sie das unprofessionelle Beschneiden und Kürzen von Bäumen im Bereich einer Wohnanlage. Die Stadt soll das Gespräch mit dem Eigentümer suchen und prüfen, ob gegen ihn ein Bußgeld verhängt wird.


„Wir nennen ihn jetzt den Galgenbaum“, berichtet ein Mieter, der von seinem Balkon auf den ruinierten Baumblickt. „Da kommt dann eine fremde Kolonne, mit der man nicht reden kann, weil niemand Deutsch spricht, und sägt drauflos.“ Überhaupt wisse man nicht so recht, an wen man sich wenden könne. „Unsere Wohnungen sind in den letzten Jahren schon dreimal verkauft worden“, erzählt ein anderer Mieter.

 

Auch Privatbesitzer müssen sich an die Baumschutzsatzung halten

 

Lünen Galgenbaum
„Galgenbaum“ nennen Anwohner diesen verunstalteten Baum. Ratsherr Wolfgang Manns (li.) und Andreas Dahlke, Sachkundiger Bürger der GFL, halten den unprofessionellen Rückschnitt von bis zu acht Bäumen für einen Verstoß gegen die städtische Baumschutzsatzung.
Foto: GFL

Das Beschneiden und Kürzen von acht bis zehn Bäumen in der Wohnanlage sei erkennbar unprofessionell erfolgt, kritisiert Andreas Dahlke, Sachkundiger Bürger der GFL und selbst Gartenexperte. Die Aktion stelle einen groben Verstoß gegen die städtische Baumschutzsatzung dar. Die untersage auch Privateigentümern, Bäume zu zerstören, zu beschädigen oder ihren Aufbau so zu verändern, dass ihr Charakter erheblich gestört bzw. ihr Wachstum beeinträchtigt wird.
Für die GFL handelt es sich bei dem Vorfall nicht um eine Lappalie. „Damit solche Ordnungswidrigkeiten nicht einfach durchgehen, haben wir die Stadtverwaltung per Antrag gebeten, den Fall zu untersuchen“, so GFL-Ratsherr Wolfgang Manns. Sofern die Verwaltung ebenfalls einen Verstoß feststelle, müsse der Eigentümer mit einem Bußgeld belangt werden. Dieses müsse der Schwere des Verstoßes entsprichen. Manns: „Eine entsprechende Bußgeld-Staffel hatte der Rat der Verwaltung Ende April in Auftrag gegeben.“

Die GFL will sich in Zukunft verstärkt für den Baumschutz im Stadtgebiet einsetzen. Dahlke: „Der Schutz darf sich aber nicht auf den städtischen Baumbestand beschränken, sondern muss auch für Privatgrundstücke gelten – wie es die Lüner Baumschutzsatzung vorsieht.“

 


Diese mangelhafte „Baumpflegemaßnahme“ ist allemal das Astloch des Monats Juli wert...
...meint Ihr

 

Balduin Baumweh

 

 

 

Quelle:
Wählergemeinschaft GFL im Stadtrat Lünen und Kreistag Unna

 

 

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