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Fester Boden unter dem Spaten

Bepflanzung scheiterte an undurchdringlichem Erdreich


Ein Landwirt im schwäbischen Kressbronn griff zur Motorsäge und fällte in 2013 über 100 hochstämmige Bäume einer Obstanlage. So weit, so schlecht denn er tätigte die Rodung zur falschen Zeit, wie ihm letztendlich vom Amtsgericht Tettnang bestätigt wurde
Foto: A.Savin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

 

(17.8.2015) Die Nürnberger Straße, eine der letzten baumlosen Straßen in der Berliner City West sollte diesen Makel verlieren. Aufgrund einer Initiative der "Interessengemeinschaft Nürnberger Straße" in Verbindung mit Berliner Behörden wurde die Begrünung der Straße angeschoben. Insgesamt 37 Hainbuchen sollten das Areal verschönern.

Gemeinsam konnten nach intensiven Bemühungen die erforderlichen Geldmittel aufgebracht werden. 150.000 Euro aus dem Steuertopf steuerten Bezirk und Senat bei. Durch Gewerbetreibende wurden die noch fehlenden Gelder mittels Sammlungen aufgebracht. Als eifrigste Sammlerin erwies sich die Direktorin des Hotels Ellington, Tina Brack, die stolze 35.000 Euro beisteuerte.
Sie freue sich, dass dieses Projekt so schnell in die Tat umgesetzt wird, bekundete die Hoteldirektorin, als seinerzeit in Beisein lokaler Politprominenz der erste Baum vor dem Hotel seinen Platz fand.

Indes, Berlin wäre nicht Berlin, wenn auch dieses Vorhaben nicht mit einer Posse enden würde. Verspätete sich die Verschönerungsaktion schon um stolze 4 Jahre, so kam man bei den nun endlich abschließenden Pflanzungen aus dem Staunen nicht heraus.
Vergebens mühten sich die Bezirksgärtner die erforderlichen Pflanzlöcher auszuheben. Allein der Boden erwies sich als undurchdringlich, allenfalls die Oberfläche ließ sich etwas angekratzen.
Des Rätsels Lösung: Bei der Verlegung von Rohrleitungen wurde ein Teil der Straße mit einem Material, hart wie Beton, verfüllt. Laut dem Fachbereichsleiter Grünflächen des Bezirks, wird auf der Fläche wohl nie wieder etwas wachsen können.
Rasch wurden die verbliebenen acht Hainbuchen anderweitig in dem Bezirk eingepflanzt. Das Bezirksamt macht sich nun auf die Suche nach dem, der oder die Verantwortlichen und ist auch einem Rechtsstreit nicht abgeneigt.


                   Das Astloch des Monats Juli für die Verfüllungsspezialisten,
                           die für festen Boden unter den Füßen Spaten gesorgt haben
.


...meint Ihr

Balduin Baumweh

 

 

 

Quellen:
Interessengemeinschaft Nürnberger Straße
Ellington Hotel

BZ Berlin

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