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Allee alter Kirschbäume halbiert

"Fachmännischer" Pflegeschnitt entpuppte sich als Baumfrevel

 

Das Astloch des Monats - Kirschbaumallee zerstört

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(6.5.2014) Etliche etwa 70 Jahre alte Kirschbäume wurden auf dem Grund und Boden der Kutzleben GbR in Thüringen zum Teil bis auf den Stumpf "gekürzt", gesunde Äste entfernt und dafür morsches Geäst am Stamm belassen. Die einst stolze Kirschbaumallee besteht zur Hälfte nur noch aus Stümpfen.

 

Die Vorgeschichte
Ein Privatmann offerierte dem Bürgermeister der Gemeinde Kutzleben in der Vorweihnachtszeit des vergangenen Jahres den fachmännischen Pflegeschnitt an den Bäumen einer alten Kirschbaumallee. Nach Prüfung aller Umstände nahm der Bürgermeister diese Offerte an und ein Vertrag zur Pflege der Allee wurde abgeschlossen.

Ende Januar dieses Jahres begannen die Arbeiten in der Allee. Das Ergebnis des "fachmännischen Pflegeschnitts" löste jedoch blankes Entsetzen aus. "Kein Gärtner und kein Baumpfleger arbeitet so", so die Aussage eines Mitarbeiters der Kutzleben GbR. Zwar mussten die Bäume zurückgeschnitten werden, dies wurde auch zeitweise von den Mitarbeitern ausgeführt, um den Bereich mit den Arbeitsgeräten passieren zu können. Das Angebot des Privatmannes sei so zunächst begrüßt worden. Der radikale Rückschnitt gehe zu allerdings zu weit. "Ich vermute, hier wollte jemand günstig an Brennholz kommen", so der MItarbeiter weiter.

 

Ordnungsamt verfügte Stopp

Nach publik werden des Vorfalls informierte sich ein Mitarbeiter des zuständigen Ordnungsamtes vor Ort. Nach der Feststellung eines Gärtners, dass nicht fachmännisch beschnitten wurde, ist ein sofortiger Stopp der "Arbeiten" verfügt worden.

Der konsultierte Gärtner bestätige laut Thüringer Allgemeine, dass die Bäume von der Behandlung Schaden genommen haben und weiterführende Pflege nötig sei. Eine Neupflanzung sei eventuell sinnvoller.

 

Hat der missratene "Pflegeschnitt" ein Nachspiel?

Wohl eher nicht. Der Vorgang wird zwar von den Behörden bearbeitet, aber offenbar kümmert sich niemand mehr so recht um den weiteren Gang der Dinge. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises erklärt sich schon mal vorab für nicht zuständig und verweist auf die Zuständigkeit der Gemeinde. "Der Rückschnitt der Bäume habe keiner Genehmigung seitens des Amtes bedurft..."

Der Vertrag mit den vermeintlichen "Baumpfleger" soll zwar gekündigt werden, aber ob die "Schnippeleien" für ihn Konsequenzen haben wird steht zur Zeit noch in den Sternen. Nun ja, das übliche Spielchen halt...

 

Das Astloch des Monats April gebührt
dem thüringischen "Baumpfleger von eigenen Gnaden"

für seine gelungene Demonstration wie ein Pflegeschnitt nicht ausgeführt werden sollte,

meint Ihr


Balduin Baumweh

 

 

 

 

Quelle → Thüringer Allgemeine

Grafik: kes/red

 

 

 

 

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→ Eine "salzige" Geschichte...
(Grafik: red, unter Verwendung
eines Fotos von Cornelia Kopp CC BY 2.0 )
 
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Das Astloch des Monats

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