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Als dauerhaft zu erhaltend Bäume illegal gefällt

Stadt Bad Kreuznach fordert ein Bußgeld von fast 35 000 Euro


Das Astloch des Monats März 2018

Foto: Sebastian Huck / Stadtverwaltung Bad Kreuznach / Grafik: kes

 


(3.4.2018) Die Stadt Bad Kreuznach zieht nach der Fällung von drei Großbäumen auf dem ehemaligen LVA-Gelände in Bad Münster Konsequenzen. „Zwar ist die Kreisverwaltung für die Ahndung zuständig, aber wir sind natürlich entsetzt über den Vorfall und werden entsprechend unserer Möglichkeiten handeln. Es muss eine Konsequenz haben, wenn sich jemand nicht an die Festsetzungen hält“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer.

 

Im Bebauungsplan waren die drei alten Bäume − eine Stieleiche, ein Götterbaum und eine Krim-Linde − als dauerhaft zu erhaltend festgehalten worden. Der Investor und Grundstücksbesitzer hatte diese Bäume ohne Erlaubnis der Behörden gefällt.

 

Der Gesamtwert der drei Bäume wurde von der Stadtverwaltung Bad Kreuznach auf 34.250€ geschätzt. (Eiche: ca. 23.300€, Linde: ca. 6750€, Götterbaum: ca. 4.200€). OB Dr. Kaster-Meurer und Bgm. Heinrich fordern Landrätin Dickes in einem Schreiben auf, für jeden der Bäume ein einzelnes Bußgeld zu verhängen, um ein Exempel zu statuieren. „Wir fordern vom Bauherrn überdies für die drei neu zu pflanzenden Bäume die bestmögliche Qualität zur Nachpflanzung. Dabei verlangen wir eine Qualität, die gut anwächst. Lieber ein etwas kleinerer Baum, der besser wächst und schneller schön groß wird, als ein großer Baum, der dann vor sich hin kümmert, weil er die Umpflanzung nicht mehr verträgt.“

 

Für jeden Baum soll ein Ordnungswidrigkeitsverfahren angestrebt werden


Wahrscheinlich wird die Gesamtsumme für die Bäume (also 34.250 €) nicht ausgeschöpft werden können, da man die Bäume nur bis zu einem bestimmten Alter versetzen kann und damit auch der Preis dafür begrenzt ist. Gemäß Festsetzungen des Bebauungsplans muss der Bauherr zusätzlich auf dem Grundstück zehn Bäume in einer Mindestqualität pflanzen. Der nicht ausgeschöpfte Betrag aus dem Wert der gefällten Bäume muss für eine höhere Qualität als gefordert eingesetzt werden.

 

„Außerdem“, so die Stadtvorstandsmitglieder weiter, „ist es wichtig, dass der Betrag nur für den Erwerb der Bäume selbst herangezogen wird und nicht auch für die Pflanzkosten. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass das Fällen der wichtigen, stadtbildprägenden Bäume gegenüber eventuellen Mehrkosten bei der Baustelleneinrichtung günstig ist!“

 


 

Das Astloch des Monats März 2018 an den Investor für
„geschaffene Fakten“, die ihren Preis wert sein sollten...


...meint Ihr

 

Balduin Baumweh

 

 

 

Quelle:
Stadtverwaltung Bad Kreuznach


 

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