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„Hobbygärtner“ fühlte sich zur Baumpflege berufen

Baum auf städtischem Grund von Unbekannt verschnitten

Das Astloch des Monats - Wenn Bäume schreien könnten

Foto: Stadt Eisleben

 

(5.4.2017) Wenn Bäume durch Laubfall oder zu viel Beschattung stören, schreiten in letzter Zeit immer mehr Bürger zur „Selbsthilfe“ und schneiden des Nachbars Gehölze, aber auch auf kommunalem Grund stehende Bäume und Gehölze nach Gutdünken zurecht. So verschlug es dem Verantwortlichen für Park und Grün in der Lutherstadt Eisleben, fast die Sprache, als er Anfang März das „Werk“ eines dieser „Freizeitbaumpfleger“ erblickte.


Baumfrevel Eisleben foto

Ein Hobby-Gärtner hat sich in den ersten Märzwochen scheinbar zur Baumpflege berufen gefühlt und einen Baum verschnitten. Die Stadtverwaltung vermutet, dass dies direkt vor seinem Grundstück geschah. Was man dem Baumverschneider zugute halten muss, die Zweige wurden ordentlich abgelegt und darum soll sich sicher nun der Eigentümer kümmern und diese entsorgen. Beim Thema Eigentümer, da beginnt es nun richtig spannend zu werden. Denn Eigentümer ist die Lutherstadt Eisleben und allein ihr steht es zu, hier Schnittarbeiten durchzuführen.
Die an der Linde durchgeführten Schnittarbeiten, zeugen von Dilettantismus und man kann durchaus von Sachbeschädigung sprechen. Aus Sicht der Stadtverwaltung Eisleben ging es hier wahrscheinlich um die Äste und damit vordergründig um das Laub, oder hat der Baum etwa zu viel Schatten geworfen? Der Eigenbetrieb Betriebshof der Lutherstadt Eisleben hat folgerichtig bei der Polizei Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.
Es sei an dieser Stelle eindringlich davor gewarnt, an Bäume, die im öffentlichen Raum gepflanzt wurden, selbst Hand anzulegen. Es gibt, wenn der Baum eine Gefahr darstellt, die Möglichkeit, sich an die Kommune (z. B. Betriebshof) zu wenden. Infolgedessen wird der Baum begutachtet und gegebenenfalls ein fachgerechter Schnitt durchgeführt.
Alles andere ist eine Sachbeschädigung, die letztendlich wir alle bezahlen müssen. Schatten oder Laub sind keine Gründe, um einen Baum derart zu beschädigen.

§ 303 StGB - Sachbeschädigung
(1) Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.
(3) Der Versuch ist strafbar.


 

Das Astloch des Monats März 2017 gebührt dem „Freizeitbaumpfleger“ von Eisleben...
...meint Ihr

 

Balduin Baumweh

 

 

Quelle:Stadt Eisleben

 

Creative Commons Lizenzvertrag


Das Astloch des Monats

ist unter
CC BY-NC-SA 4.0 lizenziert
Namensnennung: kes/arboristik.de

 

 

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