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Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben...

Nachbarschaftsstreit um Walnussbaum


Das Astloch des Monats Februar 2018

Symbolfoto: pixabay.com / CC0 1.0

 

(1.3.2018) Seit Monaten kämpft ein Krefelder Ehepaar um den Erhalt ihrer über 70 Jahre alten Douglasie. Die ist der Nachbarin ein Dorn im Auge. Aber nicht nur dieser Baum, nun soll auch ein Walnussbaum dran glauben.


Wohnen im Grünen, aber bitte ohne Bäume — diesen Slogan haben sich offenbar manche Bürger zu Eigen gemacht. Diese Erfahrung muss laut eines Artikels der Onlineausgabe der → Rheinischen Post derzeit ein Krefelder Ehepaar auf ganzer Linie machen. Wenn es nach ihrer Nachbarin ginge, müssten sie ihr eigenes Grundstück sukzessive in eine baumfreie Zone verwandeln.


Schon in den vergangenen Jahren fällten sie, um Nachbarstreitigkeiten zu vermeiden, einen alten Kirschbaum auf ihrem Grundstück, weil sich die Nachbarin von den Blütenblättern belästigt fühlte. Dazu kamen drei Fichten und eine Weide sowie der starke Rückschnitt einer Kirschlorbeerhecke. Hier waren es die kleinen Früchte, die angeblich Flecken auf der Pflasterung des Nachbargrundstückes hinterließen. Dann störte sich die Nachbarin auf einmal an den herunterfallenden Nadeln und Zapfen einer über → 70 Jahre alten Douglasie, die angeblich Unmengen von Bioabfall produziert.

 

Gerichtsprozess trotz Baumschutzsatzung


Jetzt hat die Nachbarin den nächster Baum ins Visier genommen. Diesmal handelt es sich um Walnuss, die schon seit Jahrzehnten auf dem Grundstück der Eheleute steht. Die Nachbarin forderte den Baum entsprechend zu beschneiden, weil sie sich die Hände beschmutzen würde, wenn sie die Walnüsse aufsammelt. Eine Aufforderung, die nun auch die Justiz beschäftigt.
Was mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar ist dabei die Vorgehensweise der Justiz. Die Stadt Krefeld verfügt über eine Baumschutzsatzung, unter die sowohl die Douglasie wie auch die Walnuss fallen. Ein erstes Urteil, gegen das der Anwalt der Eheleute Widerspruch eingelegt hatte, sah einen Rückschnitt des gesunden Baumes vor, den ein Gutachter als unverantwortlich beurteilte, da dieser die Standsicherheit der Douglasie gefährdet und sie damit über kurz oder lang komplett gefällt werden müsste.
Mit Spannung wird der nächste Verhandlungstermin erwartet, bei der neben der Douglasie auch die Walnuss im Mittelpunkt stehen wird.


 

Das Astloch des Monats Februar 2018 an die Nachbarin der Krefelder Eheleute...
...meint kopfschüttelnd über solche Bosheit Ihr

 

Balduin Baumweh

 

 

 

Quelle:
RP-Online


 

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Horst Schunk, Über den Tag hinaus Horst Schunk, ein engagierter Baumschützer berichtet über praktizierten Baumschutz...über Erfolge, aber auch über Niederlagen.
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