Baum&Natur - Baumschutz

Baumschutz  |  Bäume  |  Wald  |  Natur  |  Fundsachen

 

 

Bürger sollen selbst über Baumfällungen entscheiden

Oberhausen: Aussetzung der Baumschutzsatzung für privaten Baumbestand geplant

 

Aussetzung der Baumschutzsatzung für privaten Baumbestand geplant

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(28.2.2015) Besitzt eine Kommune eine Baumschutzsatzung konnte bislang davon ausgegangen werden, dass diese nicht nur das öffentliche, sondern auch das private Grün umfasst. Laut Medienberichten soll dieses in Bälde für private Baumbesitzer in Oberhausen nicht mehr gelten.

Am 9. 2. 2015 wurde mit Stimmen der regierenden Koalition (SPD, GRÜNE, FDP und dem Vertreter einer Bürgerinitiative) durch der Rat der Stadt Oberhausen beschlossen, die Verwaltung prüfen zu lassen, ob private Baumbesitzer auf ihrem Grundstück ohne vorherigen Antrag Bäume fällen können. Stimmt die Verwaltung dem zu, kann bis zum Sommer die Baumschutzsatzung dementsprechend geändert werden.


Begründet wird dieses Ansinnen damit, dass einerseits die Menschen in Oberhausen sehr verantwortlich mit dem Thema Grün umgingen. Andererseits solle ein "verstärkter Akzent auf den Erhalt schützenswerter Bäume – gegebenenfalls auch unter Ausweitung des Schutzes – erreicht werden. Dazu gehöre auch, dass ein wirksamer Baumschutz im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren sowie bei Wohnanlagen etwa von Genossenschaften und Unternehmen ermöglicht werden soll, heißt es in dem Beschlussvorschlag."
Auch soll der Baumbestand in der Stadt durch Neupflanzungen und ein Alleenprogramm unter Zuhilfenahme diverser Landesmittel deutlich vermehrt werden, um letztendlich mehr und besseres Grün zu erhalten.
Dies erklärt allerdings, abgesehen von weniger Verwaltungsaufwand, in keinster Weise die Aussetzung der Baumschutzsatzung für den privaten Baumbestand.

 

Die Opposition warnt vor fatalen Folgen fürs Stadtklima. Denn es werden nach Meinung der oppositionellen Christdemokraten künftig mehr Bäume gefällt und Neuanpflanzungen würden Jahrzehnte brauchen um die Größe der gefällten Bäume zu erreichen. Als mahnendes Beispiel wird auf die Stadt Essen verwiesen. Die kurzzeitige Abschaffung der dortigen Baumschutzsatzung führte zur Fällung von über 8.000 Bäumen.
Gleichwohl schlug die Opposition vor, dass bei berechtigten Fällgründen (abgestorbene Bäume, Gebäudeschäden etc.) auf eine behördliche Fällgenehmigung verzichtet werden solle. Der Vorschlag fand allerdings keine Mehrheit.

Um sich ein eventuelles Hintertürchen offen zu halten, weisen die Befürworter "eindringlich" darauf hin, dass es sich "lediglich um einen Prüfauftrag" handele. Außerdem werde man sehr genau darauf achten, was letztlich als Prüfergebnis herauskomme.
Dessen ungeachtet sollte es mittlerweile zum Allgemeinwissen gehören, welch wertvollen Beitrag Bäume zum Stadtklima leisten, deshalb gebührt das erste "Astloch des Monats" im Jahr 2015 der regierenden Ratskoalition der Stadt Oberhausen...




...meint Ihr

Balduin Baumweh

 

 

 

Quelle: WAZ

Symbolfoto: Horst Jürgen Schunk

 

zurück zur Übersicht oder zur Startseite

 

Weitere Berichte zum Thema Baumschutz finden Sie im Archiv >>Baum+Natur

 

 

Das Astloch des Monats

 

Saltytrees

Saltytree

→ Eine "salzige" Geschichte...
(Grafik: red, unter Verwendung
eines Fotos von Cornelia Kopp CC BY 2.0 )
 
Bäume sind Freunde...

Horst Schunk, Über den Tag hinaus Horst Schunk, ein engagierter Baumschützer berichtet über praktizierten Baumschutz...über Erfolge, aber auch über Niederlagen.
Über den Tag hinaus - Leben mit Bäumen. Ehrenamtliche Arbeit für unsere Bäume

facebook
Horst Schunk bei Facebook
H. J. Schunk Fotos

Bilder, Bilder...

Horst Schunk - Fotografien

 
 
Creative Commons Lizenzvertrag

Das Astloch des Monats

ist unter
CC BY-NC-SA 4.0 lizenziert
Namensnennung: kes/arboristik.de 

 

 


2003 - 2018 - arboristik.de - All rights reserved