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Mia san Mia...

Bauunternehmer scheut offenbar vor nichts zurück, um Bauprojekte zu realisieren

 

Mia san Mia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(18.1.2015) Seit einiger Zeit liegt die Gemeinde Bad Wiessee mit dem Bauunternehmer Otto Ebster im Streit. Der Bauunternehmer scheut offenbar vor nichts zurück, um große Bauprojekte zu realisieren. Bauvorhaben störende Bäume werden rücksichtslos gefällt, obwohl die erteilte Baugenehmigung den Erhalt der Bäume vorschreibt. Ein Baumfrevel folgt auf den nächsten – obwohl alte Fälle noch nicht mal aufgearbeitet sind. Der Einfachheit halber wies der Bauunternehmer die Schuld stets von sich. Im Mai 2013 ließ er zwei schützenswerte Bäume auf einem seiner Baugrundstücke fällen. Dort sollte ein Mehrfamilienhaus errichtet werden. Bereits im Vorfeld hatte der Unternehmer erkennen lassen, dass er die Bäume „beim besten Willen" nicht erhalten könne

Die Gemeinde war gegensätzlicher Meinung, da es sich bei allen drei Bäumen um schützenswerte Exemplare handelte, die man nicht ohne vorheriges Einverständnis hätte fällen dürfen. Daraufhin verhängte die Gemeinde ein Bußgeld. Der Bauunternehmer erhob Einspruch. Die Gemeinde wies den Einspruch zurück und leitete den Fall an den Staatsanwalt weiter.

 

Bußgeldkonto aufgestockt
Im September vergangenen Jahres trug der Bauherr wieder ein gutes Stück zur Erhöhung seines Bußgeldkontos bei. Auf einem Baugrundstück ließ er eine große Birke, eine alte Eiche und einen Ahorn entfernen. Auf dem Areal sollen vier Mehrfamilienhäuser entstehen. Im dazugehörigen Freiflächenplan ist der Erhalt der drei Bäume festgeschrieben. Der Bauunternehmer hat zwar seine Unschuld beteuert, da eine andere Firma für die Aufbereitung des Grundstücks und somit für die Fällung der Bäume zuständig war, doch so recht mochte niemand den Unschuldsbeteuerungen Glauben schenken. Die Gemeinde lässt sich den Baumfrevel nicht gefallen: Sie hat ein Bußgeld verhängt – und zwar wie es heißt rund 50.000 Euro. Die Tatsache, dass der Bauunternehmer offenbar mit dem Fällen der Bäume von vornherein kalkuliert, müsse bestraft werden. Für derartige Fälle wurde die Summe von der Gemeinde Wiessee deshalb am oberen Ende des Bußgeld-Katalogs angesetzt

Verständlich, dass die Gemeinde Bad Wiessee den Ärger mit dem Bauunternehmer satt hat. Wenn es nach dem Bürgermeister Höß ginge, dann bliebe nur eine Lösung: „Dass kein Grundstück mehr an Ebster verkauft wird.“

 

Das Astloch Dezember 2014 an den Bauunternehmer Otto Ebster, der alle Welt zeigt: Mia san mia...



...meint Ihr

Balduin Baumweh

 

 

 

Quelle: www.tegernseerstimme.de

Symbolfoto: pixabay.com / CC0 1.0

 

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