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Baumstilllegung in der Green-City

Rathausinterner Begriff erwies sich als Fehlgriff


Das Astloch des Monats November 2017

Foto: pixabay, CC0 1.0 / kes

 

(25.11.2017) Ausgerechnet die weltberühmte Green City hat für das Fällen von Bäumen den beschöni-genden Terminus „Baumstilllegung“ eingeführt. Als auf diese Art und Weise im Bauausschuss der Stadt Freiburg das Ende von 47 Bäumen im Zuge des Neubaus der Volksbank verkündet wurde, war die Empörung groß.

 

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Vom „Unwort des Jahres" war die Rede. Dabei ist der Begriff als rathausinterner Terminus im Scherz im falschen Augenblick entstanden. Freiburgs Erster Bürgermeister erinnerte sich daran, einmal den forstlichen Fachbegriff „Waldstilllegung“ gehört zu haben. Der Leiter des Freiburger Garten­ und Tiefbauamtes griff den Begriff auf und das „Unheil“ nahm seinen Lauf. Nach all der Empörung und Aufregung zeigte man sich im Rathaus zerknirscht und von „Baumstilllegung“ wird zukünftig nicht mehr gesprochen

 

BUND-Kritik an Baumfällung für Volksbank-Neubau

 

Die Fällung von 47 Bäumen wegen des Volksbank-Neubaus kritisiert der Regionalverband des BUND scharf. Die „Green“-City verliert ihr Gesicht. „Wenn Teile des Mooswaldes abgeholzt werden sollen, wenn immer mehr „Grün“ in der Innenstadt wegfällt, dann sollte doch vielleicht auch der Beinamen „Green“ im Begriff „Green City“ zukünftig nicht mehr verwendet werden. Die Straße vor dem Bahnhof ist an gesichtsloser, scheinmoderner Beliebigkeit zwischenzeitlich nicht mehr zu überbieten.


Der Abriss des gar nicht so alten Volksbank-Gebäudes ist eines von vielen Beispielen für nicht nachhaltiges, verschwenderisches Bauen (nicht nur) in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Der Neubau zeigt, wie schnell und wie teuer viele „neue“ Bauwerke erneuert werden müssen. Bauwerke, die vor wenigen Jahrzehnten noch als „supermodern“ galten, bei deren Errichtung aber Nachhaltigkeit und Langlebigkeit offensichtlich kein Thema waren. Aspekte der Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und der Folgekosten haben bei vielen Bauten der letzten Jahrzehnte keine große Rolle gespielt und weil es keine Debatte dazu gab und gibt, ist dies auch heute teilweise noch so. Die Wegwerfmentalität bei Bäumen und beim Bauen ist zutiefst unökologisch.



 

Das Astloch des Monats an Freiburgs Stadtoberhaupt und den Gartenamtschef
für ihren schwarzen Humor, mit dem sie einen innerstädtischen Kahlschlag beschönigen...

...meint Ihr

 

Balduin Baumweh

 

 

 

Quellen:
Badische Zeitung

BUND Freiburg

 

 

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Horst Schunk, Über den Tag hinaus Horst Schunk, ein engagierter Baumschützer berichtet über praktizierten Baumschutz...über Erfolge, aber auch über Niederlagen.
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