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Baumfrevel an der Elbe Auen...

...oder freie Sicht für reiche Bürger

 

Baumfrevel an der Elbe Auen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(15.12.2014) Am 3. November dieses Jahres entdeckte ein Mitarbeiter des Bezirksamtes Altona umgestürzte Bäume im Hanggebiet des Sven-Simon-Parks, dem feinsten Blankeneser Millionärsviertel. Wer hier am Golfclub Falkenstein rund um Sven-Simon-Park lebt, der hat es geschafft im Leben. Noch schöner wohnen kann man in Hamburg kaum.
Der Hinweises des Mitarbeiters bewirkte am 4. November einen Ortstermin zur Bestimmung des Schadumfangs. Bei dieser Begehung konnte festgestellt werden, dass die neu gefällten Bäume alle im räumlichen Zusammenhang mit einem Baumfrevel aus dem Jahr 2008 stehen, bei dem insgesamt 10 Bäume zu Schaden kamen. Der oder die Täter von 2008 konnten bisher nicht ermittelt werden. Bemerkenswert ist allerdings die Meldung des "Hamburger Abendblatt" vom 6.11. 2014, nach der die Staatsanwaltschaft seinerzeit eine Last in Höhe von 250.000 Euro für fünf neue Luxuswohnungen in die Grundbücher hat eintragen lassen. Der Grund dafür sei gewesen, dass durch das illegale Abholzen von Bäumen eine Sichtschneise auf die Elbe entstanden ist, die den Wert des Grundstücks laut Gutachterbericht um 250.000 Euro steigen ließ.

 

Räumlicher Zusammenhang mit einem Baumfrevel aus dem Jahr 2008
Es kann davon ausgegangen werden, dass der neuerliche Baumfrevel wahrscheinlich im Zeitraum Frühsommer bis Sommer diesen Jahres stattgefunden hat. Da alle Bäume vertrocknetes Laub und zum Teil auch Stockausschläge aus dieser Vegetationsperiode aufwiesen. Die Schnittflächen-Verfärbungen, als Anzeichen für eine leichte Verwitterung, deuten ebenfalls darauf hin. Aufgrund dieser Anhaltspunkte geht das Bezirksamt Altona davon aus, dass die illegalen Schnittmaßnahmen ca. 2-4 Monaten vor der Entdeckung dieses neuerlichen Baumfrevels stattgefunden haben müssen.

 

Nur Zufall?
Von diesem neuerlichen Baumfrevel sind drei Roteichen, zwei Eichen zwei Buchen und eine Birke betroffen. Ob Zufall oder nicht: Die acht Bäume behinderten den Elbblick von zwei nebeneinander stehenden Villen. Bei drei tiefer am Elbhang wachsenden Bäumen sägten die unbekannten Täter nur die Kronen in etwa acht Meter Höhe ab. In einem Interview mit dem Sender NDR 90,3 betonte der Sprecher des Bezirksamts Altona, dass in Zusammenarbeit mit der zuständigen Wasserschutzpolizei alles getan wird, um diesen Baumfrevel aufzuklären. Der Bezirk erwägt zudem auch Schadenersatzforderungen. Der Schaden liege bei mehr als 10.000 Euro.


Ein Kommentator in den Hamburger Medien kommt zu dem Schluss, dass eine, von den dort auf der Sonnenseite des Lebens wohnenden Personen offenbar jemanden beauftragt hat, mehrere prächtige Bäume im öffentlichen Sven-Simon-Park zu kappen – nur damit er oder sie oder mehrere "Gleichgesinnte" freie Sicht auf die Elbe haben. Dies sei nicht nur unsozial, sondern kriminell!

Dem ist nichts hinzuzufügen, das Astloch des Monats November, an die Person(en) für ihr niederträchtiges Verhalten gegenüber der Natur und damit auch der Allgemeinheit...


...meint Ihr

Balduin Baumweh

 

 

 

 

Quellen: Bezirksamt Altona, Hamburger Abendblatt, Hamburger Morgenpost, NDR 90,3
Symbolfoto: pixabay.com / CC0 1.0

 

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