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„Tag des Baumes“ - eine Chance!

Baumschutz ist auch Klimaschutz!

 

Tag des Baumes. Foto: Horst Schunk
Foto: Horst Jürgen Schunk


(17.4.2019) Der „Tag des Baumes“ wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Am 25. April 1952 wurde der „Tag des Baumes“ zum ersten Mal offiziell in Deutschland durchgeführt. Seitdem finden jährlich am 25. April Veranstaltungen zum Tag des Baumes statt.


KappungenWenn dieser Tag nach den unzähligen Baum-

fällungen, Rodungen, Verstümmelungen, Zer-

störungen im vergangenen halben Jahr denn auch wahrgenommen, ernst genommen wird, bestünde die Chance, den „Tag des Baumes“ als nachhaltige Herausforderung zu sehen!
Als Chance, den Erhalt und die Vermehrung der lebensnotwendigen Gehölze endlich ernst zu nehmen. Allerdings, nicht nur an diesem ausgewählten „Jubiläumstag“, vielmehr das gesamte Jahr hindurch.
Bäume verstehen lernen, sie als Partner anzu-

erkennen, ihre Notwendigkeit, ihre Leistungen, ihre Schönheit zu schätzen. Die natürlichen Abläufe der Bäume zu akzeptieren, auf ihre Bedürfnisse ernsthaft Rücksicht zu nehmen.
Am „Tag des Baumes“ eine schöne Rede zu halten, ein Liedchen zu singen, dazu ein kleines Bäumchen zu setzen, das erscheint als zu wenig. Es hilft weder der gebeutelten Natur noch den ökologischen Bedürfnissen unserer Nachkommen. Als Alibiveranstaltung dienen sie eher dem Ego Einzelner, als der grundsätzlichen Idee der Naturerhaltung, des Arten- und Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit.

 

Stein und Beton verbessern das Kleinklima der Kommunen nicht

 

Hausbäume, Hofbäume, Parkbäume, Straßenbäume, Uferbäume, Feldgehölze, durchgehende, dichte Hecken müssen mehrheitsfähig werden; sie immer wieder zu bewerben, sie hervor zu heben, gehört dazu. Ein langlebi-

ger Landschaftsbaum als Mittelpunkt des Grundstücks besitzt mehr Wert, als die millionenfach kugelbuchsausgebrachten gefangenen Steine hinter Gittern, die Tonnen von Kies im ehemaligen Blumenbeet, Betonbro-

cken, der uniforme Kugelbuchs im Standard-

töpfchen. Der grüne, natürliche Schatten eines Baumes macht im Sommer mehr Sinn als diver-

se Modeerscheinungen.

So unterschiedlich einzelne Baumstandorte sind, so enorm ist die Auswahl der möglichen Baumarten. Für jede Grundstücksgröße gibt es geeignete Gehölze, für jeden Boden, für jeden Platz. Und es müssen wahrlich nicht nur kleine Kugelbäumchen sein, die anschließend jedes Jahr auf Tellergröße zurückgestutzt werden. Zahlreiche Dorfplätze müssen endlich wieder grüner werden! „Moderne Plätze“ mit grauen Verbundsteinen, viel Beton und dem üblichen „Bürgermeister-Gedächtnis-Brunnen“ alleine zieren eine Gemeinde nicht wirklich. Ohne natürliches Grün bleibt alles nur Stückwerk. Stein und Beton verbessern das Kleinklima der Kommunen nicht!

 

Baumschutz ist auch Klimaschutz!

 

Tag des Baumes Foto: Horst SchunkDie Arbeit, die mit Bäumen verbunden ist, wird durch deren positive Leistungen mehr als wett-

gemacht! Dabei gilt: je größer ein Baum, also je mehr Blattmasse, desto höher der Nutzen für unser Kleinklima. Für uns Menschen also.
Sogenannte „Futterbäume“ sind zu bevorzu-

gen. Bäume, deren Blüten und Früchte für die Tierwelt lebensnotwendig bleiben. Wer gerne einen Zitronenfalter im Garten sehen möchte, muss auch den „Faulbaum“ (Rhamnus) pflan-

zen. Nur von seinen Blättern ernähren sich die Raupen dieses Falters. Auch Traubenkirschen, Weißdorn, Schlehen, Holunder, Pfaffenhut, spät blühende Linden, Schnurbaum, sowie viele andere Gehölze gelten als derartige „Futterbäume“. Bäume bei besonderen Jubiläen zu pflanzen, anlässlich von Hochzeiten, Geburten, Taufen, und ähnlichen Ereignissen; diese alte Tradition ist glücklicherweise nicht auf den „Tag des Baumes“ begrenzt.

Was wir mehr denn je benötigen, sind ernst zu nehmende Vorbilder für den Baumschutz! Omas und Opas, Mama und Papa tragen ebenso Verantwortung wie die Politik auf allen Ebenen. Kirchen, Kitas, Schulen, Vereine, Betriebe sowie die Landwirtschaft müssen sich verpflichtet fühlen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Anders wird es nicht gelingen, kommenden Generationen eine grüne und damit lebensfreundliche, gesunde Umwelt zu überlassen.
Nehmen wir den „Tag des Baumes“ als Verpflichtung an, verschaffen wir der positiven Botschaft dieses Tages das gesamte Jahr hindurch Gehör und Zustimmung.

Text und Fotos:
Horst Jürgen Schunk, Kasernenstraße 22, 96450 Coburg



 

 

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