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Zukunft der Esche - Ist die Esche noch zu retten?

Ein Pilz und ein Käfer gefährden die Zukunft der Esche in Europa


Schadbild von Chalara fraxinea. Foto: Lamiot, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Schadbild von Chalara fraxinea. Foto: Lamiot, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0


(18.11.19) Ein Pilz und ein Käfer gefährden die Zukunft der Esche in Europa. Die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL untersucht nun das Zusammenwirken zwischen diesen Organis-

men, verschiedenen Genotypen der Esche und dem Klima. Damit hofft man, Eschen zu finden und zu fördern, die gegenüber diesen Schadorganismen tolerant sind.

 

Eschenprachtkäfer
Der Eschenprachtkäfer wird 8 bis 15 Millimeter groß. Foto: Howard Russell, Michigan State University, Bugwood.org, CC BY 3.0 US
Eschen Gewächshaus
Fünf Monate alte Eschenbäumchen in einem Gewächshaus
der WSL. Foto: Sophie Stroheker, WSL

Die Esche leidet in Europa momentan durch den asia-

tischen Pilz Hymenoscyphus fraxineus. Die Bäume können sich gegen diesen Pilz nicht ausreichend zur Wehr setzen, viele sterben daran. Bis jetzt gibt es kei-

nen wirksamen Schutz dagegen. Forschende haben jedoch beobachtet, dass manche Eschen nur sehr wenige bis gar keine Krankheitssymptome aufweisen, obwohl sie nahe an stark befallenen Eschen stehen.

Der Pilz ist jedoch nicht die einzige Gefahr für die Esche. Eine weitere Bedrohung ist der Eschenpracht-

käfer Agrilus planipennis. Seine Schäden werden seit Beginn der 2000er Jahre in Russland beobachtet. Seine Ankunft in Zentraleuropa wird in 10 bis 20 Jahren erwartet.

 

Sind nun die in der Schweiz entdeckten, gegenüber dem Eschentriebsterben anscheinend toleranten Eschen auch tolerant gegenüber dem Käfer? Um die-

se Frage zu beantworten, haben die Gruppen Wald-

schutz Schweiz und Waldentomologie an der WSL mit der finanziellen Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und des Schweizer Nationalfonds zwei neue Projekte gestartet.

Die Forschenden werden Labor- und Gewächshaus-

experimente mit verschiedenen gepfropften Eschen-

genotypen aus der Schweiz und Dänemark durchführen. Alle Experimente, die mit dem Eschenprachtkäfer in Zusammenhang stehen, werden im Hochsicherheitsgewächshaus des Nationalen Pflanzenschutzlabors an der WSL stattfinden.
(Gottardo Pestalozzi)


Weiterführende Informationen:
Beschreibung der Projekte in «Waldschutz aktuell“ Ausgabe 3 / 2019
Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

 

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