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Kein Streusalz auf Gehwegen und Grundstücken

Auftausalze lassen Bäume absterben

Blattrandnekrose an Ahorn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(25.1.2014) Der sehr milde Winter hat den Straßenbäumen durch den fehlenden Streusalzeintrag bislang gut getan. Doch in den letzten Tagen sind winterliche Verhältnisse in weiten Teilen Deutschlands eingekehrt. Von Schnee und Eis befreite Straßen und Gehwege erfreuen deren Benutzer, für die Straßenbäume hat der Einsatz von Streusalz dagegen negative Folgen. Streusalz (Natriumchlorid) ist das bekannteste Auftaumittel zur Schnee- und Eisglättebekämpfung, Cartoon-Bitte kein Streusalz an meinen Stammaber es schädigt viele Pflanzen, insbesondere die Straßenbäume. Die Schädigungen betreffen sowohl den Wasserhaushalt der Pflanzen, das Wurzelwachstum, als auch die Verfügbarkeit der Nährstoffe. Natriumchlorid wird nicht abgebaut, sondern reichert sich je nach Witterungsverlauf im Boden an, so dass die Gefahr einer Schädigung der Pflanzen von Jahr zu Jahr steigt.

Natriumchlorid wird von den Bäumen über die Wurzeln aufgenommen und bis in die Blätter transportiert. Dort ruft es Verfärbungen der Blätter, Absterbeerschein-
ungen am Blattrand (sogenannte Nekrosen) und vorzeitigen Blattfall hervor. Ferner führt es zu Wachstumsstörungen. Bei empfindlichen Baumarten wie Ahorn, Linde und Roßkastanie bewirken langfristige Salzbelastungen schüttere Kronen und langsames Absterben der Bäume. Um eine Schädigung der Straßenbäume durch den zusätzlichen Einsatz von Streusalz zu vermeiden, sollten Schnee und Eis auf Gehwegen nur mit Besen, Schneeschaufel und Hacke beseitigt oder salzfreie, abstumpfende Streumittel wie Splitt, Sand, Kies oder Sägespäne verwendet werden. (red)

 

 

 

Weiterführende Links

• Tausalz - Baumschäden durch Winterdienst → Sonderseite des AK-Stadtbäume GALK
• Streumittel mit dem Umweltzeichen → „Der Blaue Engel“ mit dem Zusatz „weil salzfrei“

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