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Gute Pflege schafft Sicherheit

Wenn die (Bundes-)Straße eine Allee ist

 

BSI Baumservice


(16.7.2015) Vor allem in den heißen Sommertagen genießen wir den Schatten der Bäume und die erfrischende Kühle, die sich darunter hält. Das gilt für Gärten, Parks und Plätze, Biergärten und Fußgängerzonen und selbst für Straßen. Denn auch am Straßenrand sind Bäume sehr nützlich: Als Allee gepflanzt bremsen sie Windböen, sie sorgen für Lärmminderung und Sichtschutz zur Freude der Anwohner und sie haben nachweislich großen Einfluss auf das Fahrverhalten der Verkehrsteilehmer. So werden beispielsweise Fahrzeuge auf mit Bäumen gesäumten Straßen besser und eher erkannt und Straßenverläufe früher wahrgenommen. Außerdem lassen sich Entfernung und Geschwindigkeit des Gegenverkehrs wesentlich genauer einschätzen, wenn Anhaltspunkte durch größere Pflanzen vorhanden sind. Interessanter Weise werden Straßensituationen mit Bewuchs auch besser wiedererkannt als solche ohne. Kein Wunder also, dass in Befragungen Straßenbilder mit Pflanzen

Lothar Bungart von Straßen NRW und Steven van Santen vom BSI Baumservice im Gespräch bild 1 denen ohne eindeutig vorgezogen werden. Nicht zu empfehlen sind jedoch nach Ansicht von Experten durchgehende hohe Hecken am Straßenrand, weil diese den Verkehr wiederum negativ beeinflussen würden. „Perfekt sind hochstämmige Bäume in lockerer Folge beidseits der Fahrbahn", stellt Lothar Bungart, Fachagrarwirt Baumpflege und Baumsach-

verständiger vom Landesbetrieb Straßenbau NRW fest. „Als Landesbetrieb Straßenbau sind wir natürlich in besonderem Maß der Verkehrssicherheit verpflichtet und prüfen deshalb bei Neu- und Nachpflanzungen zunächst Fragen der Verkehrssicherheit, beziehen landschaftliche und kulturelle Aspekte ein und stimmen diese mit den geltenden Regelwerken ab." Eine ständige Aufgabe für Straßen NRW ist die Baumkontrolle: im Zuge der gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht ist der Flächeneigentümer, hier also das Land NRW, zur regelmäßigen Überwachung der Bäume im Straßenraum verpflichtet.

 

Bundesstraße bild 2 Spezielle Situation Bundesstraße

Straßen NRW betreut im Bundesland NRW etwa 20.000 Kilometer Straßen, davon allein mehr als 4.600 Kilometer Bundesstraßen. Eine davon ist die B56, die im südlichen Rheinland zwischen Euskirchen und Bonn verläuft. Auf einem Teilstück von etwa zehn km sind in einem aktuellen Projekt rund 600 Bäume zu bearbeiten. „Wir haben die reguläre Baumkontrolle mit eigenen Kräften durchgeführt, für die notwendigen Schnitt- und Pflegemaßnahmen in diesem Teilstück müssen wir aber externe Hilfe in Anspruch nehmen", so Lothar Bungart.Nachder VOB/A ist die Unterhaltungspflege an fachkundige,leistungsfähige und zuverlässige Unternehmen zu vergeben. Wichtig ist außerdem, dass dabei die Beeinträchtigung des Verkehrs auf ein Mindestmaß reduziert wird. Die Absicherung der Baustelle muss aufgrund der höheren Fahrtgeschwindigkeit auf Bundesstraßen mit besonderer Sorgfalt erfolgen. Der aktuell projektierte Bereich der B56 ist eine relativ dicht bepflanzte Alleestrecke, die teilweise über Land, teilweise aber auch durch Wohngebiete führt. Bungart: „Die Bäume haben hier eine sehr unterschiedliche Altersstruktur, darunter sind nachgepflanzte Jungbäume von bis zu zehn Jahren, es gibt aber auch einen Altbestand von rund 80 Jahren. Außerdem stehen hier verschiedenste Arten, vor allem Eichen, Linden und Ahorn."

 

Professioneller Baumservice

Gewinner der Ausschreibung war das Unternehmen BSI Baumservice. Steven van Santen, ausgebildeter European Tree Worker bei BSI, überwacht die Arbeit seiner vierKollegen. „Wir nennen diese Arbeit 'Kronenpfle-

ge'. Es geht hier in erster Linie um die Entnahmevon Totholz, das Freischneiden des Lichtraumprofils oberhalb Baumservice von viereinhalb Meter über der Fahrbahn und die Entfernung von baumfremdem Bewuchs." VierMitarbeiter von BSI ziehen etwa zwei Wochen mit einer Art „Wanderbaustelle" entlang der B56. Dabei ist jeweils ein Baumpfleger mit Hebebühne und Schneidwerkzeug im Baum, zwei Kollegen entsorgen das herabfallende Schnittgut sofort im Schredder. Ein vierter Kollege sorgt für die Baustellenabsicherung, in diesem Fall mit einer mobilen Ampelanlage, die den Verkehr im Arbeitsbereich von BSI jeweils einspurig führt. Lothar Bungart hat die Bauaufsicht: „Das Ziel dieser Maßnahme ist die Erhaltung der Verkehrssicherheit. Deshalb haben wir in der Ausschreibung neben dem Nachweis der baumpflegerischen Kompetenz auch die relevanten Regelwerke zur Absicherung von Arbeitsstellen an Bundesstraßen zugrunde gelegt."


Weitere Informationen sind unter → bsi-baumservice.de zu finden.

 

Quelle: GPP



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