Arboristik - Schadorganismen

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Buchsbaumzünsler breitet sich Brandenburg weiter aus

Wetterlage begünstigt in diesem Jahr den Pflanzenschädling

Buchsbaumzünzler

(3.10.2018) Brandenburgs Pflanzenschutzdienst im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) weist aktuell auf besondere Probleme mit dem Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) hin. Der sucht in der Region seit etwa acht Jahren zunehmend die Buchsbaumhecken und auch die - mit viel Liebe - gezogenen Buchsbaum-Formgehölze in Klein- und Hausgärten und im öffentlichen Grün heim. So war er in den vergangenen Jahren vor allem vom Süden bis in die zentrale Region Brandenburgs verbreitet. Inzwischen hat sich der Schädling offensiv nach Norden, bis in den Landkreis Ostprignitz-Ruppin, ausgebreitet und konnte in diesem Jahr erstmals noch bis Ende September eine dritte Faltergeneration ausprägen. Dies verursachte damit in der Saison 2018 über einen besonders langen Zeitraum Schäden.. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Was Pappeln zu schaffen macht

Auffällige Krankheiten von Pappelrost bis Hallimasch

Pappeln

(27.9.2018) Die Pappeln (Populus) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Sie sind in gemäßigten Gebieten auf der Nordhalbkugel in Nordamerika und Eurasien weitverbreitet. Pappeln gehören zu den am schnellsten wachsenden Gehölzen der gemäßigten Breiten. Diese Eigenschaft begünstigt ihre ökologische Rolle als Pioniergehölze. Die einzelnen der beschriebenen Krankheiten treten jährlich in unterschiedlicher Intensität auf und sind daher mehr oder weniger stark auffällig. Seit einigen Jahren ist ein regelmäßiges, zum Teil sehr starkes Auftreten von Venturia-Blattflecken und -Triebsterben sowie des Pappelrosts zu beobachten. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Klimarisiko Schadinsekten

Fruchtfliege am Polarkreis?

Apfelfruchtfliege

(20.9.2018) Der Klimawandel lässt nicht nur Gletscher schmelzen, das Laub früher im Jahr austreiben und Bergblumen höher steigen, er verändert auch die klimatischen Bedingungen für das Vorkommen von landwirtschaftlichen Schädlingen wie Bakterien, Viren, Pilze und Insekten. Schon heute stehen Kulturpflanzen unter hohem Druck durch Schadorganismen, und mit der erwarteten weiteren Erwärmung dürfte der Druck noch steigen. Beispielsweise Insekten: Laufend siedeln sich in Europa und der Schweiz neue Arten an, die teilweise von anderen Kontinenten als blinde Passagiere eingeschleppt werden. Das jüngste Beispiel ist die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii). 2008 wurde die aus Südostasien stammende Fliege erstmals in Italien und Spanien gefunden, 2011 zum ersten Mal in der Schweiz. Mittlerweile ist sie bis nach Südschweden vorgedrungen und erobert den Balkan im Sturm. [ ...mehr ]
(Foto:Joseph Berger, Bugwood.org / Wikimedia Commons / CC BY 3.0)

 

Europa erwartet den Eschenprachtkäfer

Deformationen und Verkrüppelungen an Blättern und Trieben

Eschenprachtkäfer

(16.9.2018) „Esche in Not“ hat sichtbar gemacht, wie sensibel etwa die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) auf äußere Faktoren wie invasive Krankheitserreger reagiert. Auf der Konferenz PREPSYS (1. bis 4. Oktober 2018) mit international renommierten Fachleuten tauscht man sich nun am österreichischen Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Schönbrunn aus, wie man mit einem neuen Faktor X - dem Eschenprachtkäfer - fertig werden könnte. Der Name verrät die „Spezialität“ des Eschenprachtkäfers (Agrilus planipennis, Emerald Ash Borer, EAB) jedenfalls nicht. Das in Ostasien heimische und seit einigen Jahren in den Nordamerika und Russland für die Baumarten der Gattung Esche fatale Insekt wird seinem Namen nur in der Vergrößerung gerecht. Sonst ist der gut einen Zentimeter langgezogene grün-gold schimmernde Käfer für das bloße Auge ein relativ unauffälliges Tier. [ ...mehr ]
(Foto: BFW)

 

Was hat mein Oleander?

Deformationen und Verkrüppelungen an Blättern und Trieben

Oleanderkrebs

(4.9.2018) An den Blättern, Trieben und Blüten des Oleanders treten gelegentlich auffällige Deformationen und Verkrüppelungen auf. Verursacher der Symptome ist der Oleanderkrebs, der durch das Bakterium Pseudomonas syringae pv. savastanoi hervorgerufen wird. Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich an den Blättern des Oleanders kleine, runde, schwarze Flecken, die von einem gelblichen Rand umgeben sind. Später wölben sich die befallenen Stellen höckerartig empor und verkrüppeln nachfolgend. Zudem können an den Trieben krebsartige Wucherungen entstehen, die später kleine Risse aufweisen. Bei einem starken Befall verfärben sich die befallenen Triebspitzen sowie die Blüten schwarzbraun und sterben dann ab. [ ...mehr ]
(Foto:Landwirtschaftskammer NRW)

 

Tropische Zeckenarten

in Deutschland

Mehrere Funde in Deutschland beunruhigen Fachleute

Hyalomma marginatum

(16.8.2018) Der heiße, trockene Sommer macht ihnen gar nichts aus, ganz im Gegenteil: Die tropischen Zeckenarten der Gattung Hyalomma fühlen sich bei dieser Witterung pudelwohl – und könnten sich künftig möglicherweise auch in Deutschland ausbreiten. Sieben Exemplare haben Zeckenforscher an der Universität Hohenheim in Stuttgart und ihre Kollegen am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München in diesem Jahr nachgewiesen. Die Zahl klingt überschaubar, doch bei den Forschern lässt sie die Alarmglocken schrillen. Sie befürchten, dass sich die Blutsauger hier etablieren könnten. Zudem beunruhigt sie: Ein Exemplar trug ein gefährliches Bakterium in sich, Rickettsia aeschlimannii, einen bekannten Erreger des Zecken-Fleckfiebers. [ ...mehr ]
(Foto: Adam Cuerden / Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

Schwammspinner in Bayern

 

Eichenwälder vor Fraß geschützt

Schwammspinner Raupe

(7.8.2018) Der Schwammspinner ist ein an Eichen und anderen Laubbaumarten lebender Schmetterling. Massenvermehrungen des Schädlings können zu einem kompletten Fraß aller Blätter (Kahlfraß) in einem Eichenbestand führen. Ziel der Bekämpfungsmaßnahmen war es, Eichenbestände mit kritischen Dichten vor kompletten Fraß zu bewahren und lokal hohe Dichten der Schwammspinnerpopulationen zu senken. Hierbei steht die Erhaltung der Eichenwälder als Lebensraum vieler geschützter Arten im Vordergrund. In keiner der behandelten Flächen kam es zu für die Eiche bedrohlichen Fraßschäden und die Dichte der Schwammspinnerpopulation konnte deutlich reduziert werden. Dagegen wurde in nicht behandelten Eichenwäldern auf 120 ha flächiger Kahlfraß und auf weiteren 350 ha sichtbarer bis starker Lichtfraß festgestellt. [ ...mehr ]
(Foto: G. Wallerer)

 

Spinnmilben saugen an Pflanzen

 

Auftreten wird durch trockene und warme Witterung begünstigt

Gespinst mit Spinnmilben. Foto: Andreas Vietmeier,  Landwirtschaftskammer NRW

(28.7.2018) Die trocken-heiße Witterung begünstigt das Auftreten von Spinnmilben an Zierpflanzen und Ziergehölzen. Wie der Pflanzen-

schutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, zeigt sich ein Befall durch Saugstellen mit kleinen punktförmigen, gelblich-weißen Sprenkeln an den Blättern. Später sehen die Blätter fahl bis bronzefarben aus, werden gelb und trocknen schließlich ein. Zum Teil bleiben zusätzlich feine Gespinste zurück, die ganze Blätter oder Triebe einhüllen können. Bei Zierpflanzen tritt ein Befall vor allem an Kübelpflanzen, wie Oleander, Engelstrompete, Hibiskus und Zitrone, auf. Aber auch Ziergehölze, wie Efeu, Hainbuche, Rose oder Zuckerhutfichte, können betroffen sein. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW)

 

Kastanienminiermotte wieder auf dem Vormarsch

 

Hitze und Trockenheit forcieren die Entwicklung

Kastanienminiermotte wieder auf dem Vormarsch

(19.7.2018) Auch in diesem Jahr setzt der Schädling den Kastanien bereits Anfang Juli zu. Nur, wo seit Jahren kräftig im Herbst Laub gesammelt wird, ist der Befall noch geringer. Seit zwei Jahrzehnten werden die Kastanien durch die Kastanienminiermotte in ihrer Vitalität beeinträchtigt. Dieser Schädling ist ein aggressiver, winzig kleiner Schmetterling, eine Motte, die aus dem Balkan eingewandert ist und sich hier ohne natürlichen Gegenspieler ungehemmt vermehren konnte. Durch die Miniermotte verlieren die Kastanien seit Jahren ihre Blätter bereits im Spätsommer. Die durch zahllose Fraßstellen in den Blättern verminderte Photosynthese und die so verkürzte Vegetationszeit führen dazu, dass die geschwächten Bäume anfälliger gegen Pilze, Bakterien und anderen Schädlinge werden. [ ...mehr ]
(Foto: SDW)

 

Der Graue Lärchenwickler

 

Nachtfalter mit zyklischen Populationsschwankungen

2018 wird dein Zeckenjahr

(8.7.2018) In regelmäßigen Abständen kommt es zur explosiven Vermehrung dieses kleinen Nachtfalters in den inneralpinen Tälern quer über die ganzen Alpen. Seine Raupen fressen dann jeweils so stark an den Lärchen, dass sich im Frühsommer an den Talhängen ganze Wälder rotbraun verfärben – wie es derzeit in der Schweiz zu beobachten ist. Da die Lärchen nach dem Verpuppen der Raupen nochmals austreiben, werden ihre Kronen im gleichen Sommer wieder grün und können die Ausfälle teilweise kompensieren. Weniger als ein Prozent der Bäume sterben ab. Der Wettstreit zwischen Lärche (Larix decidua) und Lärchenwickler (Zeiraphera griseana) ist eines der berühmtesten Beispiele für das zyklische Auf und Ab einer Tierart. Ungefähr alle 9 Jahre wächst innerhalb weniger Jahre die Zahl der Lärchenwickler-Raupen um das 30.000-fache. [ ...mehr ]
(Foto: Beat Wermelinger, WSL)

 

2018 wird ein „Zecken-Jahr“

 

Die höchste Zahl an Zecken in den letzten zehn Jahren

2018 wird dein Zeckenjahr

(30.6.2018) Ein Sommerspaziergang durch den Wald oder auch durch den Garten kann unangenehme Folgen haben. Denn auf Büschen, Sträuchern und Gräsern sitzen Zecken, meist der Gemeine Holzbock, Ixodes ricinus, der geduldig darauf wartet, dass ein Wirbeltier, zum Beispiel auch ein Mensch, vorbeikommt und ihn mitnimmt. In diesem Sommer wird es besonders viele Zecken geben und damit eine höhere Gefahr, an Hirnhautentzündung oder Borreliose zu erkranken – denn diese Krankheiten werden durch Zecken übertragen. Ein „Zecken-Jahr“ prognostizieren Wissenschaftler des DZIF in München. Sie haben ein Modell mit entwickelt, mit dem sie die Zeckendichte bereits im Winter für den jeweils kommenden Sommer voraussagen können. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Vermehrtes Aufkommen an Eichenprozessionsspinner

 

April- und Maiwitterung begünstigt starken Befallsdruck

Eichenprozessionsspinner-Warnung

(17.6.2018) Auf einen rekordträchtig warmen April folgte in diesem Jahr ein ebenso warmer Mai. Laut Angaben des deutschen Wetterdienstes handelte es ich um den wärmsten und sonnenscheinreichsten Mai seit 1889, dem bisherigen Rekordhalter. Auch Spätfröste blieben in diesem Jahr aus. Neben vollen Eisdielen und Biergärten, fühlen sich auch die für den Menschen gefährlichen Eichenprozessionsspinner durch die Witterung angeregt. Die hohen Temperaturen begünstigen das Wachstum und die Entwicklung der Anfang Mai schlüpfenden Raupen. Die Gefahr für den Menschen ist zur Zeit des Raupenfraßes am höchsten. Betroffen sind, wie in den letzten Jahren, vor allem Eichen im „Privaten und Öffentlichen Grün“, wobei in Wäldern sich der Befall auf Waldränder beschränkt. Dies ist nachvollziehbar, weil die Schmetterlinge von Lichtquellen im privaten und öffentlichen Grün angelockt werden und vor allem dort die Eiablage in den Oberkronen von Eichen stattfindet. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Blattläuse und ihre natürlichen Gegenspieler

 

Großes Nahrungsangebot für Marienkäfer und Co.

Blattläuse und ihre natürlichen Gegenspieler

(8.6.2018) Blattläuse gehören zu den häufigsten und verbreitetsten Schädlingen. Die Blattläuse überwintern als Ei an verschiedenen Gehölzen. Die ersten Blattläuse treten zumeist kurz nach dem Austrieb der Gehölze auf, da sie etwa zur selben Zeit aus den Wintereiern schlüpfen. Nach einer gewissen Zeit entstehen dann geflügelte Blattläuse, die auf krautige Pflanzen überwechseln, diese befallen, wodurch es oftmals zu deutlichen Schäden kommt. Eine Bekämpfung der Blattläuse dürfte dennoch nur in wenigen Fällen erforderlich sein. Zunächst kann man versuchen, die Tiere mit einem kräftigen Wasserstrahl abzuspritzen. Pflanzenschutzmittel sollten nur im absoluten Ausnahmefall eingesetzt werden. Sobald Nützlinge auftreten, wird der Befall meistens von ganz allein auf natürliche Weise dezimiert. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier)

 

Forschungsfahrplan zum Schutz der Esche

 

FNR veröffentlicht Konzept mit prioritären Forschungsfeldern

Eschentriebsterben

(4.6.2018) Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) veröffentlicht ein gemeinsam mit dem „Koordinierungskreis zum Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“ erarbeitetes Forschungskonzept zum Eschentriebsterben. Es konkretisiert den unbefristeten BMEL-Förderaufruf vom Januar 2018 zum gleichen Thema und benennt die prioritären Forschungsfelder. Als vorrangig stufen FNR und Koordinierungskreis vor allem Arbeiten in den Bereichen Züchtung und Genetik, Phytopathologie sowie Monitoring ein. Das vollständige Konzept steht hier zur Verfügung. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiierte Koordinierungskreis führt Forschungsaktivitäten zum Eschentriebsterben auf Bundesebene zusammen. Seine Leitung liegt bei der FNR als Projektträger des BMEL. [ ...mehr ]
(Foto: Landesforst MV)

 

Gefräßige Verpackungskünstler

 

Gespinstmotten verwandeln Bäume und Sträucher in gespenstische Gebilde

Raupen der Gespinstmotte im Gespinst

(11.5.2018) Dichte weiße Gespinste überziehen im Frühjahr insbesondere Obstbäume, Felsen- und Traubenkirsche, Schlehe, Weißdorn oder das Pfaffenhütchen. Gespinstmotten schützen damit ihre Larven. Bevorzugt bei trockener und heißer Witterung kommt es immer wieder zu Massenvermehrung und Kahlfraß der jeweiligen Raupenfutterpflanzen. Verantwortlich für das gespenstische Szenario sind die Raupen der Gespinstmotten. Beim Spaziergang oder im eigenen Garten sieht man jetzt wieder die befallenen Pflanzen mit den typischen Gespinsten. Trotz starker Fraßschäden ist eine Bekämpfung nicht unbedingt notwendig. Die betroffenen Gehölze erholen sich meist und treiben wieder aus. Bei Obstbäumen kann jedoch nach einem starken Befall die Ernte komplett ausfallen. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Zecken

Neue Arten und FSME-Hot-Spots könnten Krankheits-Risiko erhöhen

Anoplophora glabripennis

(18.3.2018) 4. Süddeutscher Zeckenkongress: Neue Zecken-Arten, Verschiebung von Risiko-Gebieten und ungewöhnlich viele Erkrankungen im Jahr 2017 stellen Forschung vor Rätsel. Bei 499 Menschen wurde im vergangenen Jahr eine FSME-Erkrankung diagnostiziert – so viele, wie seit über 10 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig wandern neue Zecken ein, verschieben sich die Hot-Spots und die Krankheit breitet sich nach Norden aus. Mehrere Forschungsprojekte sollen helfen, die Zecken als Krankheitsüberträger besser zu verstehen und wenn möglich zu bekämpfen. Dennoch bleibe eine FSME-Impfung die beste Strategie gegen die Erkrankung. Zu diesem Ergebnis kam die Pressekonferenz am 6. März an der Universität Hohenheim in Stuttgart im Vorfeld des 4. Süddeutschen Zeckenkongress. [ ...mehr ]
(Foto: Universität Hohenheim / Elsner)

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Forscher erstellen Bestimmungsschlüssel für invasive Käferarten

Anoplophora glabripennis

(3.2.2018) Die Gefahr lauert im Holz von Paletten oder Kisten aus fernen Ländern: Invasive Käferarten können in Deutschland massive Schäden verursachen. Die Pflanzenschutzdienste kontrollieren solche Import-Sendungen, doch sie haben ein Problem: Es gibt noch keine geeigneten Bestimmungshilfen. Zudem ist über die Tiere oft nur sehr wenig bekannt. Abhilfe verspricht jetzt ein Projekt der Universität Hohenheim und des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg. Die Forscher rufen dazu auf, Funde des Asiatischen Laubholzbockkäfers und anderer aus Import-Sendungen stammende Käfer an sie zu melden und ihnen die Tiere möglichst unbeschädigt zuzusenden. [ ...mehr ]
(Foto: Olaf Zimmermann / LTZ Augustenberg)

 

Neue Schäden in Douglasienkulturen

Nadelverbräunungen und Trieberkrankungen

Neue Schäden in Douglasienkulturen

(21.1.2018) In Douglasienkulturen treten in Nordrhein-Westfalen seit dem vergangenen Jahr örtlich neuartige Nadelvergilbungen, -verbräu-

nungen und Trieberkrankungen auf, welche auf den Schadpilz Sphaeropsis sapinea (Diplodia-Triebsterben) und die Douglasien-

gallmücke zurückzuführen sind. Die in Nordamerika beheimatete Douglasiengallmücke (Contarinia sp.) wurde 2015 in den Niederlanden, Belgien und Frankreich festgestellt und hat sich im Jahr 2016 in Deutschland (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Brandenburg) ausgebreitet. In letzten Jahr ist die Douglasiengallmücke erstmalig in Nordrhein-Westfalen in der Nord-West Eifel und der Niederrheinischen Bucht an Douglasienjungpflanzen festgestellt worden. [ ...mehr ]
(Foto: USDA Forest Service, Northern and Intermountain Region, USDA Forest Service, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

Wer frisst in den Ilexblättern?

Larven von Phytomyza ilicis verursachen auffälliges Schadbild

Schadbild der Ilexminierfliege. Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

(17.12.2017) Bei einem Befall mit der Ilexminierfliege (Phytomyza ilicis) entstehen an den Blättern der Stechpalme (Ilex aquifolium und andere Arten) im Innern der Blätter geschlängelte, zuweilen auch flächige Fraßgänge. Wie der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, werden die Fraßgänge durch die Larven der Ilexminierfliege verursacht. Die Larven leben im Blattinnern und fressen dort im Blattgewebe. Der Schaden, der durch den Fraß der Larven entsteht, ist zwar sehr auffällig, schädigt die Stechpalme in ihrer weiteren Entwicklung aber kaum. Befallene Ilexblätter sterben durch den Befall in der Regel nicht ab. Die Gehölze werden nicht nennenswert geschädigt. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier / Landwirtschaftskammer NRW)

 

Neue Zeckenart in Deutschland entdeckt

Ixodes inopinatus: Überträgt sie Viren?

Neue Zeckenart in Deutschland entdeckt

(2.12.2017) DZIF-Wissenschaftler in München untersuchen die Ausbreitung der Frühsommer-Meningoenzephalitis – FSME – in Deutschland und stoßen dabei auf einen neuen möglichen Überträger der gefürchteten Hirnhautentzündung: die Zeckenart namens Ixodes inopinatus. Seit mehreren Jahren erforscht eine kleine Gruppe um den Münchner Privatdozenten Dr. Gerhard Dobler am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr die Ausbreitung des FSME-Virus in Deutschland und Mitteleuropa. Erklärtes Ziel des Projekts ist es, die Ausbreitungs-Mechanismen besser zu verstehen und damit auch die Überwachungs- und Kontroll-Maßnahmen gemeinsam mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst zu optimieren. [ ...mehr ]
(Abb.: kes/:DZIF/Dobler)

 

Ungebetene Gäste an Olivenbäumchen

Schildläuse, Dickmaulrüssler und Blattfleckenpilze

Deckelschildläuse am Olivenbaum

(3.11.2017) Olivenbäumchen (Olea europaea) werden häufig von Schädlingen wie Schild- oder Schmierläusen befallen. Gelegentlich treten auch Dickmaulrüssler und Blattfleckenpilze auf, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Schildläuse sind runde bis längliche, schwach gewölbte oder höckerartige Insekten, die eine bräunliche, schwarze oder weißliche Färbung haben. Der Körper der Tiere ist von einem wachsartigen Schild bedeckt, der sie gut vor äußeren Einflüssen schützt. Zu den Schildläusen werden im weiteren Sinne auch die Woll- oder Schmierläuse gezählt, deren Körper aber nicht von einem Schild, sondern von einer mehlig-weißen Wachswolle überzogen ist. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier / Landwirtschaftskammer NRW)

 

Neuer Pilz bedroht heimische Ahorne

Der Erreger der Rußrindenkrankheit hat Thüringen erreicht

Rußrindenkrankheit

(14.10.2017) Vor wenigen Wochen wurde erstmals der Erreger der Rußrindenkrankheit in einem knapp fussballfeldgroßen Ahornjungbe-

stand im Thüringer Forstamt Bad Berka nachgewiesen. Der Erreger, der Schimmelpilz Cryptostroma corticale zählt zu den Schadorganis-

men, die von den klimatischen Veränderungen, insbesondere sehr trocken-heißen Sommern, profitieren. Er trat erstmals 2005 in Baden-Württemberg auf und hat nun Thüringen erreicht. Blattwelke, Absterbe-

erscheinungen an der Krone und Schleimfluss am Stamm sind typische Symptome. Neben der Schädigung des Baumes gefährdet er auch die Gesundheit des Menschen: Die Pilzspo-

ren führen beim Einatmen nach etwa sechs bis acht Stunden zu ggf. mehrtägigem Reizhusten, Fieber und Atem-

not. Ob sich der Pilz weiter in Thüringen verbreitet, bleibt offen. [ ...mehr ]
(Foto:Dr. Horst Sproßmann)

 

Schabefraß an Obst- und Ziergehölzen

Die Schwarze Kirschblattwespe schabt nicht nur an Kirschen

Schwarze Kirschblattwespe

(10.10.2017) Die Blattwespen sägen mit einem Legebohrer Schlitze in die betreffenden Pflanzenteile und legen dann ihre Eier ab. Die frei lebenden Larven sind den Schmetterlingsraupen sehr ähnlich, unterscheiden sich aber von diesen durch die größere Anzahl der Bauchfüße (6 bis 8 Paar). Die Larven der Blattwespen schädigen die Pflanzen sehr unterschiedlich. Einige Arten fressen das Blattgewebe vom Rand her bis auf die Mittelrippe völlig weg, wie die Gemeine Rosenbürstenhorn(blatt)wespe oder die Weidenblattwespe. Andere Blattwespenlarven schaben das Pflanzengewebe bis auf die Epidermis ab, wie die der Schwarzen Rosenblattwespe, der Lindenblattwespe oder der hier beschriebene Schwarze Kirschblattwespe. [ ...mehr ]
(Foto: Bj.schoenmakers / Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

Pilze gegen den eingewanderten Japankäfer

Eleganter Ansatz zur biologischen Kontrolle von Popillia japonica

Japankäfer

(17.9.2017) Im Tessin wurde im Juni dieses Jahres erstmals in der Schweiz der Japankäfer (Popillia japonica) nachgewiesen. Er gilt als Quarantäne-Schädling und ist daher der obligatorischen Bekämpfung unterstellt. Agroscope-Forschende testen, ob er mit Pilzen in die Schranken gewiesen werden kann, die bei Mai- und Junikäfern wirken. Erste Versuche sind sehr erfolgversprechend. Der Japankäfer stammt, wie sein Name andeutet, aus Japan. Dort stellen ihm natürliche Feinde nach, weshalb er in Japan selten als Schädling auftritt. Doch vor rund hundert Jahren machte er sich auf, die Welt zu erobern, allerdings ohne seine Feinde. Anfangs des 20. Jahrhunderts soll er erstmals in den USA entdeckt worden sein. Er verbreitete sich in den folgenden Jahren schnell über die USA und Kanada. [ ...mehr ]
(Foto: Christian Schweizer, Agroscope)

 

BMEL verstärkt Maßnahmen zum Erhalt der Esche

Verbundvorhaben zu biologischem Kontrollsystem gestartet

Eschentriebsterben

(12.9.2017) Im Juni 2017 startete das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Verbundvorhaben „Entwicklung eines biologischen Kontrollsystems zur Regulierung des Erregers des Eschentriebsterbens Hymenoscyphus fraxineus“. Das vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und vom Thünen-Institut (TI) durchgeführte Projekt ergänzt die bisherigen Forschungsaktivitäten und Maßnahmen des BMEL im Kampf gegen das Eschentriebsterben. Es soll nach Mikroorganismen gesucht werden, die den Pilz hemmen oder durch Konkurrenz unterdrücken. Ziel ist die Entwicklung eines Kontrollsystems, das zur Eindämmung des Eschentriebsterbens eingesetzt werden kann. [ ...mehr ]
(Foto: ZALF)

 

Invasiver Schadpilz an Buchsbäumen

Buchsbaumbestände leiden durch Cylindrocladium buxicola

Buchsbaumbestände leiden durch Cylindrocladium buxicola

(4.9.2017) Vielerorts bietet sich bei Buchsbäumen (Buxus microphylla und B. sempervirens) auf Friedhöfen und in Gärten - bedingt durch massiven Blattfall - ein trauriges Bild. Das ist oft das Ergebnis einer Infektion mit dem Schadpilz Cylindrocladium buxicola. Die Erkrankung an Buchsbäumen stammt aus Neuseeland und hat seit dem ersten dokumentierten Auftreten in Deutschland im Jahr 2004 eine große Bedeutung erlangt. Sowohl in Baumschulen als auch in privaten und öffentlichen Gartenanlagen, in Parks und auf Friedhöfen ruft der Befall mit dem Pilz Cylindrocladium buxicola teilweise verheerende Schäden hervor. Der Pilz wächst ausschließlich in Pflanzen aus der Familie der Buchsbaumgewächse. [ ...mehr ]
(Foto: Dr. Reiner Schrage / LWK NRW)

 

Zickzack-Ulmenblattwespe in der Schweiz angekommen

Invasives Schadsinsekt breitet sich in Europa weiter aus

Zickzack-Ulmenbalttwespe erstmals in der  Schweiz festgestellt

(28.8.2017) Die Zickzack-Ulmenblattwespe (Apoceros leucopoda) ist eine aus Ostasien stammende, invasive Pflanzenwespe aus der Familie der Bürstenblatthornwespen (Argidae). Seit 2003 verbreitet sie sich auch in Europa. Im Juni 2017 wurde sie erstmals in der Schweiz, im Kanton Zürich, an Bergulmen entdeckt. Die erstmals aus Japan beschriebene und auch aus China bekannte Zickzack-Ulmenblattwespe wurde 2003 in Europa zuerst in Polen und Umgarn an verschiedenen Ulmenarten (Ulmus spp.) nachgewiesen. In Deutschland wurde das Schadinsekt erstmals 2011 in Bayern nachgewiesen. Die Larven können an Ulmen, unabhängig von deren Alter oder Standort, Kahlfrass verursachen. [ weiter auf → waldwissen.net ]

(Foto: Dr. Gábor Vétek)

 

Choreutis nemorana hat großen Appetit auf Blätter

Ein neuer Schädling breitet sich in Europa von Süden nach Norden aus

Choreutis nemorana(2.8.2017) So richtig angekommen ist der Feigen-Spreizflügelfalter (Choreutis nemorana) im zentralen Europa noch nicht, aber er klopft immerhin kräftig an. Nach Informationen der Gartenakademie Rheinland-Pfalz wurde der Feigen-Spreizflügelfalter bereits 2006 am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg und 2010 in Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) gesichtet. Inzwischen gilt der Schädling im Südwesten als etabliert und immer mehr Feigenbaumbesitzer entdecken den auffälligen Schabefraß an den Blättern ihrer Feige. Vor allem in milden Weinbauregionen setzt er den Blättern und gelegentlich den Früchten nagend zu und knüpft ein Gespinst aus Seidenfäden. Unübersehbar sind Fraßstellen, Verkrümmungen und Verfärbungen. Sommer- und Herbst-Generation dieser ursprünglich um das Mittelmeer herum beheimateten Wicklerart erfordern zunehmend Aufmerksamkeit und entschlossene Gegenwehr. [ ...mehr ]
(Foto: H. Dumas / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

Mit der Trockenheit kommt der Pilz

Diplodia-Triebsterben der Koniferen - LWF aktuell 112

Diplodia-Triebsterben (30.7.17) Auffällige Absterbeerscheinungen vornehmlich bei Kiefern, verursacht durch das Diplodia-Triebsterben, sind nun wahrlich nichts Neues. Die Krankheit hat ihren Ursprung in Europa, der Erreger wurde bereits im frühen 19. Jahrhundert beschrieben und tritt in der Zwischenzeit weltweit in Erscheinung. Gravierende Schäden traten bisher nur in deutlich wärmeren Klimaregionen auf. Wird sich dies in Folge des Klimawandels ändern? Aktuelle Schadereignisse in Mitteleuropa deuten darauf hin. Ausgelöst wird das Diplodia-Triebsterben durch den Erreger Sphaeropsis sapinea. Benannt wurde die Art bereits 1823 als Sphaeria sapinea von dem bedeutenden schwedischen Mykologen und Botaniker Elias Magnus Fries (Fries 1823). In Mitteleuropa trat Sphaeropsis sapinea vor allem als »Bläue«-Erreger auf. [ → der gesamte Artikel als Download / pdf 300 KB ]
(Foto: Joseph OBrien, USDA Forest Service, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Kastanienbäume bereits bundesweit im Herbst

Motten und Trockenheit forcieren die Entwicklung

Kastanienminiermotte(26.7.2017) In diesem Jahr geht es den Kastanien sowohl in den Städten als auch außerhalb wesentlich schlechter. Die verfrühte Braunfärbung der Blätter im Sommer und der vorzeitige Laubfall macht es für jeden sichtbar. NRW, Sachsen, Bayern und weitere Bundesländer melden großräumigeren und stärkeren Befall. Seit zwei Jahrzehnten werden die Kastanien durch die Kastanienminiermotte in ihrer Vitalität beeinträchtigt. Dieser Schädling ist ein aggressiver, winzig kleiner Schmetterling, eine Motte, der aus dem Balkan eingewandert ist und sich hier ohne natürlichen Gegenspieler ungehemmt vermehren konnte. Durch die Miniermotte verlieren die Kastanien seit Jahren ihre Blätter bereits im Spätsommer. Die durch zahllose Fraßstellen in den Blättern verminderte Photosynthese und die so verkürzte Vegetationszeit führen dazu, dass die geschwächten Bäume anfälliger gegen Pilze, Bakterien und anderen Schädlinge werden. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Wenn der Apfel auch dem Wurm schmeckt

Der Apfelwickler sorgte früher für hohe Ernteausfälle

Apfelwickler (23.7.2017) Manche Dinge verschwinden klammheimlich, ohne dass sie jemand vermisst. Die sprichwörtliche Made im Apfel gehört eindeutig dazu. Anders als unsere Urgroßeltern muss heute niemand mehr eine Frucht aus professionellem Anbau vor dem beherzten Biss auf Schädlinge und Krankheiten untersuchen. Vor nicht allzu langer Zeit war das anders. Dank moderner, zeitgemäßer Anbauverfahren, wie es die integrierte und die ökologische Produktion sind, können wir heute sicher sein, nur gesundes Obst aus deutschem Anbau zu kaufen. Nehmen wir nur einmal das Beispiel des Apfelwicklers (Cydia pomonella), einer der umtriebigsten Obstschädlinge in Europa. Der braun-graue Falter sorgte über Jahrhunderte für hohe Ernteausfälle [ ...mehr ]
(Foto: Richard Wilde / Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

 

Pflanzen nicht sorglos mitnehmen!

Xylella fastidiosa birgt Gefahr

Xylella fastidiosa(29.6.2017) Xylella fastidiosa, dt. auch Feuerbakterium, ist ein Bakterium aus der Familie Xanthomonadaceae. Es ist der Erreger von Krankheiten bei mehr als 300 Pflanzenarten, darunter zahlreichen Nutzpflanzen. Die Bekämpfung des Bakteriums ist besonders schwierig, da das Bakterium durch Insekten übertragen wird, die sich von Pflanzensäften ernähren und befallene Pflanzen über Monate keine Symptome zeigen, sodass eine Ausbreitung lange unentdeckt bleibt. Das Bakterium Xylella besiedelt die Leitbahnen, das Xylem der Pflanzen und bildet dabei Schleimschichten (Biofilme), sodass sich die Pflanzen nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen können. Folgen sind das Vertrocknen und Absterben von Pflanzenteilen. [ ...mehr ]
(Foto: Edward L. Barnard, Florida Department of Agriculture and Consumer Services, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Feuerbrand bekämpfen

ETH Zürich: Neue Bekämpfungsstrategie entwickelt

Feuerbrand bekämpfen(24.6.2017) Die Pflanzenkrankheit Feuerbrand, ausgelöst durch das Bakterium Erwinia amylovora, ist bei Obstbauern gefürchtet. Das Bak-

terium befällt Apfel- und Birnenbäume und andere Rosengewächse. Ist ein Baum befallen, muss er meist gefällt und restlos verbrannt werden. Die Bekämpfung des Feuerbrand-Erregers ist schwierig. In Ausnahme-

fällen dürfen Bauern das Antibiotikum Streptomycin einsetzen. Doch auch dieses kann nicht verhindern, dass sich der Erreger etwa über bestäubende Insekten weiterverbreitet. Eine neue Strategie zur Bekämpfung präsentieren nun Forschende der ETH Zürich um Professor Martin Loessner.[ ...mehr ]
(Foto: Peggy Greb / Wikimedia Commons / CC0 1.0 )

 

 

Der Esche droht weiteres Unheil

Der Asiatische Eschenprachtkäfer vor den Toren der EU

Asiatischer Eschenprachtkäfer (12.6.2017) Für Unbehagen sorgte im September 2013 der Bericht, dass der Asiatische Eschenprachtkäfer etwa 250 km westlich von Moskau gefunden wurde. Von Wissenschaftlern wird befürchtet, dass sich die Art weiter in westlicher Richtung nach Mittel- und Westeuropa ausbreiten wird. In den dortigen Eschenbeständen wurde der Käfer bisher nicht entdeckt, jedoch ist bekannt, dass die europäische Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) durch den Käfer ernsthaft geschädigt werden kann. Diese Entwicklung ist besonders bedenklich, da die europäischen Eschenbestände schon seit Mitte der 1990er Jahre unter dem Eschentriebsterben, verursacht durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus leiden, dem nach Schätzungen bis zu 90 % der Eschenbestände zum Opfer fallen werden. [ ...mehr ]
(Foto: Sam Droege / Wikimedia Commons / CC0 1.0 )

 

 

Mit dieser Fliege ist nicht gut Kirschen essen

Die Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi), ein Schädling im Obstbau

Kirschfruchtfliege(6.6.2017) Die Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) ist eine Fliege aus der Familie der Bohrfliegen (Tephritidae). Die Kirschfruchtfliege ähnelt in ihrem Aussehen einer Stubenfliege. Sie ist etwa fünf Millimeter lang, besitzt einen glänzenden, schwarzen Körper und große, grüne Augen. Als weiteres Kennzeichen hat sie gelbliche Beine und ein besonders markantes gelbes, dreieckiges Schildchen zwischen den Flügeln. Wer eine reiche Süßkirschenernte aus seinem Garten haben möchte, sollte jetzt gelbe, beleimte Kirschfruchtfliegenfallen in seinen Kirschbäumen aufhängen, rät der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW)

 

 

Von Gallen, Löchern und Läusen

Schäden an Buchenblättern durch Buchengallmücke, Frostspanner & Co.

Schadbild Frostspanner(29.5.2017) Von der Buche gibt es zahlreiche Sorten, die in der Garten- und Landschaftsgestaltung verwendet werden. Wir finden sie als Hecken und als Solitärs mit hängenden Ästen, die ein besonderer Blickfang sind. Ausgesprochen attraktiv sind die rotlaubigen Sorten. Buchen stellen zwar keine besonderen Ansprüche an den Boden, sie sind aber empfindlich gegenüber verdichteten Böden und schlechter Wasserversorgung. Die beschriebenen Blattschäden an Buchen sind sehr auffällig und beeinträchtigen den Schmuckwert, haben aber keine gravierenden Auswirkungen auf die weitere Entwicklung von älteren Gehölzen. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Buchenkrankheit weniger gefährlich als befürchtet

Kein massenhaftes Buchensterben im Wildnispark Zürich Sihlwald

Der Phytopathologe Daniel Rigling (WSL) entnimmt mit einem Stechbeitel Rindenproben, um sie auf einen Befall durch Phytophthora-Erreger zu testen(21.4.2017) Ein Ranger des Wildnispark Zürich beobachtete im Januar 2017 im Sihlwald an mehreren Buchen auffälligen Schleimfluss. Da ein derartiges Krankheitsbild von diesem sehr gefährlichen und darum meldepflichtigen Krankheitserreger Phytophthora ramorum ausgelöst werden kann, nahm er mit der Forschungsgruppe Phytopathologie an der Eidg. Forschungsanstalt WSL Kontakt auf. Die Fachleute für Baumkrankheiten untersuchten die neun verdächtigen Bäume und fanden nach aufwändigen Rinden- und Bodenanalysen heraus, dass zwei andere Erreger der Gattung Phytophthora die schwarz verfärbten Rindenstellen mit Schleimfluss verursacht hatten. An der Rinde zweier Buchen wiesen die Biologen den Erreger Phytophthora cambivora nach, im Boden unter fünf befallenen Bäumen fanden sie auch den Erreger Phytophthora plurivora. [ ...mehr ]
(Foto:Phytopathologie WSL)

 

Versponnene Apfel-Blattbüschel und Triebe

Wenn Schmetterlingsraupen spinnen

Gespinst(10.4.2017) Schon zeitig im Frühjahr werden die Apfelbäume von Schädlingen heimgesucht, die sich in Gespinsten verstecken und damit auch vor direkten Pflanzenschutz-Maßnahmen geschützt sind. So ist mancher Gartenfreund verwundert, wenn sich die Knospen nicht entfalten und die jungen Blätter wie verklebt erscheinen oder in weißen Gespinsten die Blätter völlig weg gefressen werden. Die in Gespinsten in Rindenrissen und Astgabeln überwinterten Jungraupen verlassen ab Ende März/Anfang April ihre Winterquartiere und bohren sich in Blüten und Blattknospen ein, die sie zerstören. Später fressen sie auch an den Blüten und sitzen in den austreibenden Blattbüscheln. Diese spinnen sie mit winzigen Fäden zusammen, sodass sich die Blätter nicht entfalten können. In jedem solcher Gespinste lebt nur eine Raupe. Sie ist entweder rötlich-braun beim Roten Knospenwickler oder dunkelgrün bis grau beim Grauen Knospenwickler gefärbt. Manchmal dringen die Raupen auch in den Trieb ein, was man daran erkennen kann, dass die Blatt- oder Blütenbüschel welken. [ ...mehr ]
(Foto: aus Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

Schon wieder Zeckenzeit!

Richtige Kleidung und Impfung schützen vor Krankheit

Schon wieder Zeckenzeit(7.4.2017) Mit steigenden Temperaturen sind die kleinen Plagegeister, die Zecken, wieder unterwegs. Mit etwas Aufmerksamkeit kann man jedoch unbeschadet Natur und Wald genießen. Die Schutzgemein-

schaft Deutscher Wald (SDW) hat Tipps, wie sie ohne Zecken durch das Jahr kommen. Feste Schuhe, Gummistiefel, lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln machen es den Zecken schwer. Helle Kleidung ist deshalb sinnvoll, weil man darauf die dunklen Zecken besser erkennen kann. Chemische Zeckenschutzmittel, aber auch Lavendel- und Nelkenöl, verringern die Stechlust. Wer auf den Wegen bleibt, reduziert den Zeckenkontakt erheblich. Zecken lieben Gebüsch, Unterholz oder hohe Gräser! Auch am Waldrand, an Heuhaufen und im dichten Unterholz sind sie öfters anzutreffen. Ein gründliches Absuchen der Kleidung und auch des Körpers nach der Wanderung sollte nicht vergessen werden. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Buchsbäume auf Schädlinge kontrollieren

Fraßschäden rechtzeitig vorbeugen

Buchsbaumzünzler Raupe (5.4.2017) Die warme Witterung hat dazu geführt, dass am Buchsbaum bereits wieder die ersten Raupen des Buchsbaumzünslers (Cydalima perspectalis, synonym: Diaphania perspectalis) aktiv werden. Die Raupen dieses erst seit einigen Jahren bei uns auftretenden Schädlings beginnen mit dem Fraß an Blättern und Trieben. Deshalb sollten Buchsbaumfreunde ihre Pflanzen jetzt auf einen Befall mit Raupen kontrollieren, um stärkeren Fraßschäden rechtzeitig vorzubeugen. An Blättern und Trieben bleiben bei einem Befall typische Gespinste mit anhaftenden Kotkrümeln zurück. Durch die versteckte Lebensweise im Innern der Pflanzen wird oft ein Anfangsbefall zunächst nicht bemerkt. Bei stärkerem Befall kann es dann sehr schnell zu starken Fraßschäden bis hin zum Kahlfraß kommen. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW)

 

 

Missbildungen durch Fichtengallenläuse

Ein Befall sind zwar sehr auffällig, schädigt die Nadelgehölze aber kaum

Missbildungen durch Fichtengallenläuse(16.3.2017) An Zweigen von Fichten fallen gelegentlich gallenartige Missbildungen auf, die zapfenähnlich, ananasartig oder erdbeerförmig aussehen und grün, gelblich oder teilweise auch leicht violett gefärbt sind. Später trocknen die gallenartig-verformten Gebilde ein, verholzen und verfärben sich dann bräunlich, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Die Gallen treten entweder an der Triebspitze der Fichtenzweige oder an der Triebbasis auf. Sie kommen besonders oft an der Rotfichte vor, sind gelegentlich aber auch an anderen Fichtenarten anzutreffen. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW)

 



Rote-Bänder-Krankheit

Pilzerreger gefährdet Kiefern

Rote-Bänder-Krankheit(14.2.2017) Der Schadpilz Dothistroma septosporum (Dorogin), auch „Rote-Bänder-Krankheit“ genannt, ist auf dem Vormarsch. Der Schad-

pilz ist 2015 in Brandenburg und im Jahr 2014 in Baden-Württemberg erstmals an Kiefernbäumen festgestellt worden. Befallen waren in Bran-

denburg vor allem Jeffrey-Kiefern und Gelb-Kiefern, in Baden-Württem-

berg Schwarzkiefern. Der Erreger verursacht eine rötliche Bänderung an den vorjährigen Kiefernnadeln. In Brandenburg waren zunächst nur jüngere Bäume befallen, die in einem Bereich mit anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit standen. Diese Bedingungen begünstigen einen Befall durch den Pilz [ ...mehr ]
(Foto: USDA Forest Service, Northern and Intermountain Region , USDA Forest Service, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Die Esche kämpft ums Überleben

Triebsterben gefährdet Baumartenzusammensetzung der heimischen Wälder

Die Esche kämpft ums Überleben(27.1.2017) Ein hartnäckiger Pilz bedroht derzeit Eschenbestände in weiten Teilen Europas und stellt Forstwirtschaft und Naturschutz damit vor große Probleme. In Österreich mussten bereits einige Auwälder aufgrund der Gefahr von herunterfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen gesperrt werden. Auch vom Aussterben der Baumart ist die Rede. Die Situation ist durchaus dramatisch. Österreichische Wissenschaftler des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) und der Universität für Bodenkultur (BOKU), Wien, suchen fieberhaft nach einer Lösung, und tatsächlich gibt es noch Hoffnung. [ ...mehr ]
(Foto: Christian Freinschlag, Bezirksforstinspektion Bregenz)

 

 

Xylella fastidiosa gefährdet nicht nur den Olivenanbau

Das Bakterium stellt auch für unsere heimischen Eichen eine große Gefahr dar

Xylella fastidiosa gefährdet nicht nur den Olivenanbau(25.1.2017) Im Herbst 2013 wurde in der Region Apulien in Italien das großflächige Absterben tausender Olivenbäume beobachtet. Bei Tests konnte das Bakterium Xylella fastidiosa, auch bekannt als Feuerbakterium, nachgewiesen werden. Das Bakterium stammt ursprünglich aus Amerika und wurde vermutlich mit infizierten Kaffeepflanzen in die EU eingeschleppt. Aufgrund der schnellen Ausbreitung und der zahlreichen Wirtspflanzen, stellt das Bakterium eine große Gefahr, nicht nur für den Olivenanbau, dar. Auch unsere heimische Eiche, Bergahorn und Vogelkirsche stehen auf der Liste der Wirtspflanzen von Xylella fastidiosa. Zwar wurde zunächst angenommen, dass das Bakterium vorzugsweise in wärmeren Regionen mit milden Wintern vorkommt, dennoch wurde inzwischen auch ein Befall an Eichen in Kanada, und somit einer mit Deutschland vergleichbaren Klimaregion festgestellt. [ ...mehr ]
(Foto: Nancy Gregory, University of Delaware, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Der Asiatische Laubholzbockkäfer in Europa

Acht europäische Länder im Kampf gegen den gefährlichen Quarantäneschädling

Asiatischer Lauholzbockkäfer(6.1.2017) In acht europäischen Ländern wurde der für viele Laubbäume gefährliche Asiatische Laubholzbockkäfer bisher nachgewiesen. Erstmals in Europa gelang es nun in der Stadt Winterthur (Schweiz), einen so grossen Käferbefall bereits nach vier Jahren zu tilgen, andernorts dauerte dies bisher mehr als zehn Jahre. Das Erfolgsrezept: konsequente Käferbekämpfung, gut koordinierte Kontrollmassnahmen und aktive Information an die Bevölkerung, wie eine ALB-Spezialistin der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in der Fachzeitschrift „Wald und Holz“ schreibt. [ ...mehr ]
(Foto: Reinhard Lässig, WSL)

 

 

Gummifluss bei Prunus-Arten - zum Weinen

Symptom für viele Schadursachen und eine ernste Gefahr für Gehölze

Gummifluss bei Prunus-Arten(21.12.2016) Farbloser bis bernsteinfarbener Ausfluss an den Holzteilen, bisweilen auch an Früchten von Prunus-Arten, der sogenannte Gummifluss, gehört bei Steinobst und Zier-Prunusarten zu den auffälligsten Erscheinungen. Bei Pflaumenfrüchten spricht man auch von „Gummitränen“. Woher kommt der sonderbare Saft? Er besteht aus aufgelöstem Pflanzengewebe und weist auf einen gestörten Stoffwechsel hin. Die Ausscheidung kann die Leitungsbahnen verstopfen und Äste oder ganze Bäume zum Absterben bringen. Die Ursachen sind vielfältig. [ ...mehr ]
(Foto: I.Sáček, senior / Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

 

Sporeninvasion vom Wacholder bei Birnbäumen

Birnengitterrost abwehren

Birnengitterrost(30.11.2016) Schleimartige Gebilde auf den Wacholderzweigen sind seit einigen Jahren mancherorts regelmäßig zu beobachten. Es sind die Fruchtkörper verschiedener wirtswechselnder Rostpilzarten der Gattung Gymnosporangium. Auch Birnbäume können von einer der Ar-

ten befallen werden. Bei wiederholtem starken Befall geht der Ertrag zurück und einzelne Äste oder ganze Bäume können absterben. Aus meist keulenförmig angeschwollenen Wacholderzweigen treten im Frühjahr, besonders in Regenperioden, bräunliche oder hellorangefar-

bene, längliche, warzige, gelatineartige Auswüchse hervor. Die Fruchtkörper verschiedener wirtswechselnder Rostpilzarten der Gattung Gymnosporangium erzeugen Sporen, die sich je nach Pilzart auf Weißdorn, Eber-

esche oder Birne, hier als Birnengitterrost bekannt, ansiedeln. [ ...mehr ]
(Foto: Jan Homann / / Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

 

Jetzt Rosskastanien im Auge behalten

Baumpilzbefall kann ein Indiz für bakterielle Infektion sein

Jetzt Rosskastanien im Auge behalten(14.11.2016) Zunehmend ist ein Sterben von Rosskastanien zu beobachten, welches hauptsächlich durch ein Bakterium der Pseudomonaden, Pseudomonas syringae pv. aesculi, verursacht wird. Sowohl weiß als auch rot blühende Kastanien ( (Aesculus hippocastanum und Aesculus carnea) sind betroffen, ebenso wie junge und alte Bäume. Es beginnt mit rostbraunen bis schwärzlichen Leckstellen am Stamm und an unteren Ästen, zum Teil in der Kombination mit Ausfluss. Das Holz unter diesen Leckstellen ist zonal verbräunt. Es folgen Rindenrisse, aufgehelltes Laub, vorzeitige Kronenverkahlung und letztendlich oft das Absterben des Baumes. Untersuchungen ergaben, dass zahlreiche Einzelbäume, aber auch Abschnitte ganzer Alleen in Mecklenburg-Vorpommern von der Krankheit befallen sind. [ ...mehr ]
(Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW)

 

 

Merkblatt Eschentriebsterben

Biologie, Krankheitssymptome und Handlungsempfehlungen

Merkblatt Eschentriebsterben(7.11.2016) Das Eschentriebsterben hat sich in den letzten Jahren rasant ausgebreitet und bedroht die Eschen in Europa. Die Forschungsanstalt WSL hat alle wichtigen Informationen zu dieser eingeschleppten Pilzkrankheit in einem → Merkblatt (pdf, 1,7 MB) zusammengefasst. Darin finden Sie unter anderem konkrete Handlungsempfehlungen. Das Eschentriebsterben, auch bekannt als Eschenwelke, ist eine schwere Baumkrankheit, die durch den aus Ostasien eingeschleppten Pilz (Hymenoscyphus fraxineus) verursacht wird. In Asien besiedelt H. fraxineus als harmloser Blattpilz die dort heimischen Eschenarten. Vermutlich wurde der Pilz mit importierten Eschenpflanzen nach Europa eingeschleppt. [ Weiterführende Informationen:waldwissen.net ]
(Foto: Sarang / Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

 

Neue invasive Schadinsekten kommen und bleiben

Biologen warnen und diskutieren Forschungsbedarf

Neue invasive Schadinsekten kommen und bleiben(27.10.2016) Der Klimawandel ist da und mit ihm eine Vielzahl von Auswirkungen und Veränderungen für den Lebensraum. Immer mehr Schadinsekten wandern ein und können durch die höheren Temperaturen des Klimawandels überwintern. Jetzt gilt es, die invasiven Arten zu erkennen, deren Verbreitung zu messen sowie Ökosystemanalysen vorzunehmen. Biologen dafür zu sensibilisieren und ihnen in Bezug auf den Klimawandel Impulse für die tägliche Arbeit zu geben, war Ziel des Landesbiologentages 2016, den Umweltakademie Baden-Württemberg und Verband der Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO BW) in Kooperation mit der Universität Hohenheim am 22. Oktober dieses Jahres durchführten. [ ...mehr ]
(Foto: Hannah Burrack, North Carolina State University, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Informationsmaterial zu Xylella fastidiosa veröffentlicht

Alles im Blick – Schaderreger, Biologie und Schadwirkung

Informationsmaterial zu Xylella fastidiosa veröffentlicht(8.10.2016) Seit Monaten beschäftigt sich der Bund deutscher Baumschulen (BdB) intensiv mit Xylella fastidiosa, dem sogenannten Feuerbakterium. Bei Xylella handelt es sich um ein in der EU als Quarantäneschadorganismus deklariertes Bakterium, welches aufgrund seines mannigfaltigem Wirtspflanzenspektrums enormes Schadpotential aufweist. Der erste Fund von Xylella fastidiosa in Sachsen in diesem Jahr hat einmal mehr verdeutlicht, dass große Aufmerksamkeit geboten ist. Der Handel mit Pflanzen stellt dabei nur einen Teil der möglichen Einfallswege für diesen Quarantäneschädling dar. In Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut (JKI) wurde nun ein Informations-Flyer erarbeitet und veröffentlicht. [ ...mehr ]
(Foto: Pompilid / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

„Am Brunnen vor dem Tore ...“

Fraß- und Saugschäden durch Schädlinge trüben die Pracht von Linden

rote Gallen der Lindengallmilbe(22.9.2016) Die Winter-Linde (Tilia cordata) ist Baum des Jahres 2016. Linden sind Bäume von kulturhistorischer Bedeutung. Früher gab es in vielen Dörfern und Ortschaften Mitteleuropas eine Dorflinde, Zentrum und zentraler Treffpunkt des öffentlichen Lebens. Hier wurde sich ausgetauscht, es wurde Brautschau gehalten, unter dem Blätterdach der Linde fanden Tanzfeste statt (Tanzlinde), aber auch öffentliche Gerichtsverhandlungen wurden abgehalten (Gerichtslinde). Schließlich wurden nach kriegerischen Auseinandersetzungen zum Friedensschluss Friedenslinden gepflanzt. Den Germanen und Slawen galt die Linde als heiliger Baum. Die Linde soll den Liebesgöttingen Freya und Aphrodite geweiht worden sein. In unserem Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ steht sie ebenfalls im Mittelpunkt. Auch heute noch ist sie Namensgeber für Straßen, Hotels, Gaststätten („Zur Linde“) oder Einkaufscenter. Linden können nur dann ihre ganze Schönheit und Pracht entfalten, wenn sie rechtzeitig vor Schäden geschützt werden. [ ...mehr ] (Foto: H. Krisp / Wikimedia Commons / CC BY 3.0)

 

 

Kastaniensterben in Westfalen

Manches Stadtbild wird sich deutlich verändern

Kastaniensterben in Westfalen(11.9.2016) Immer mehr Rosskastanien in Westfalen sind von dem Bakterium „Pseudomonas syringae pv. Aesculi“ befallen, welches die Bäume über kurz oder lang sterben lässt. Insbesondere das Ruhrgebiet sowie einige Städte und Gemeinden nahe der holländischen Grenze sind betroffen. Allein in Dortmund hat das Bakterium bislang 450 Bäume so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nicht mehr gerettet werden können und demnächst abgeholzt werden. „Die Lage ist prekär“, sagt Martin Rüthers vom Dortmunder Tiefbauamt. 2275 Rosskastanien wachsen derzeit auf städtischen Grundstücken und wurden in den vergangen Monaten begutachtet. Das Ergebnis ist ernüchternd. [ ...mehr ] (Foto: F lamiot / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Wanzen und Motten an Platanen

Schädlinge verursachen Fraß- und Saugschäden an Platanenblättern

Platanenminiermotte(25.8.2016) In Europa ist die Platanennetzwanze erstmals 1964 in Norditalien und 1983 erstmals in Deutschland nachgewiesen worden. Sie dehnte ihr Verbreitungsgebiet stetig aus, wobei sie hier auch niedrige Wintertemperaturen überstanden hat. Über ihre Gefährlichkeit wird Unterschiedliches berichtet. So wird sowohl von erheblichen Schäden an Straßenbäumen und in Baumschulen berichtet als auch davon, dass kaum Schäden aufgetreten sind. Auf jeden Fall aber ist die Schadgefahr in Jahren mit anhaltend warmer und trockener Witterung erhöht. Die Platanenminiermotte tritt in Südeuropa und Kleinasien vor allem an Platanus orientalis auf. Sie hat sich aber auch nördlich verbreitet und ist beispielsweise in den Niederlanden, Belgien und in Deutschland zu finden. Bei uns kommt sie an Platanus x hybrida vor. [ ...mehr ]
(Abb.: BioRisk / Wikimedia Commons / CC BY 3.0)

 

 

„Blutende“ Rosskastanien

Das Bakterium Pseudomonas syringae wurde in der Schweiz nachgewiesen

Unter der Rinde ist das befallene Gewebe abgestorben und bräunlich-orange verfärbt(22.8.2016) Seit 2015 ist ein neuer Erreger aus Asien auf Rosskastanien in der Schweiz nachgewiesen. Das Bakterium verursacht einen schwarzbraunen, blutähnlichen Ausfluss am Stamm. „Blutende“ Stellen am Stamm von Rosskastanien, sogenannter Schleimfluss, sind seit Längerem bekannt. Als Erreger vermuteten Fachleute meist Pilze der Gattung Phytopthora. Im Jahr 2015 meldete der Baumexperte Matthias Brunner an mehreren Rosskastanien in einer Parkanlage in Rapperswil am Zürichsee braunen bis fast schwarzen Schleimfluss. WSL-Forscher haben daraufhin die kranken Bäume untersucht. Bei Untersuchungen im Labor wuchs aus vielen Proben anstatt des erwarteten Pilzes ein Bakterium aus. Eine DNA-Analyse identifizierte es als Pseudomonas syringae pv. aesculi. [ ...mehr ] (Foto: Matthias Brunner)

 


Schädlinge an Weiden

Schäden durch Larven von Blattwespen und Käfern

Kastanienbäume im Dauerstress(16.8.2016) Die umfangreiche Gattung Salix umfasst viele Arten, Varietäten und Kreuzungen. Sie wachsen gut in sonniger Lage und auf frischen Böden. Nicht nur die Kätzchenweiden, sondern alle Arten sind als frühe Bienenfutterlieferanten wertvoll. Weiden sind auch zur Ufer- und Dünenbefestigung geeignet. Kommerziell angebaut werden sie zur Gewinnung von Korb- und Bindematerial. Schließlich ist die Hängeweide oder Trauerweide ein häufig anzutreffender Hofbaum. An Weiden lebt aber auch eine Reihe von Schädlingen, wie Weidengallenblattwespe, Weidenblattwespe und Blauer Weidenblattkäfer, die sich am Blattwerk zu schaffen machen und den Wuchs oder Schmuckwert beeinträchtigen können. [ ...mehr ]
(Foto: Petr Kapitola, Central Institute for Supervising and Testing in Agriculture, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Kastanienbäume unter Dauerbelastung

Erst Miniermotte, jetzt auch Bakterien. Hoffnung auf Neuzüchtungen

Kastanienbäume im Dauerstress(4.8.2016) Seit Jahren setzt der Kastanie die Kastanienminiermotte zu. Die verfrühte Braunfärbung der Blätter im Sommer und der vorzeitigen Laubfall machten es für jeden sichtbar. Der frühe Verlust der Blätter ist vor allem ein ästhetisches Problem. Nun aber sind die Bäume tatsächlich in Gefahr. Seit 2007 beobachten Wissenschaftler zusätzlich den Befall mit einem Bakterium namens Pseudomonas syringae, das die Bäume zum Absterben bringt. Das Bakterium zerstört die Leitungsbahnen und macht den Wasser- und Nährstofftransport unmöglich. Betroffen ist die Hälfte aller Kastanien bundesweit, sowohl junge als auch alte Bäume. [ ...mehr ]
(Foto: SDW)

 

Die Maulbeerschildlaus: Wehret den Anfängen!

Ein asiatischer Schädling breitet sich in Europas Obst- und Ziergehölzen aus

Die Maulbeerschildlaus: Wehret den Anfängen!(17.7.2016) Sie hat schon einen weiten Weg hinter sich gebracht. Die Maulbeerschildlaus (Pseudaulacaspis pentagona) zog es Mitte des 19. Jahrhunderts von Asien nach Europa, vermutlich mit der Maulbeere, die man für die eigene Seidenraupenzucht nach Italien eingeführt hatte. Die Läuse können Triebe und Äste zum Absterben bringen. Schwere Schäden sind bisher nicht bekannt, trotzdem ist ihre weitere Ausbreitung unerwünscht und eine Bekämpfung von Amts wegen empfohlen. In Südeuropa ist sie inzwischen weit verbreitet, und auch auf deutschen Bäumen und Gehölzen hat sie sich im Lauf der letzten 30 Jahre akklimatisiert. Selbst der Sprung nach Übersee in die USA ist ihr gelungen. Dort gilt sie als gefährlicher Schädling [ ...mehr ]
(Foto: Eric R. Day, Virginia Polytechnic Institute and State University, Bugwood.org / CC BY 3.0 US )

 

Gallwespen an Esskastanien

Chemische oder biologischen Bekämpfungsverfahren gibt es (noch) nicht

Gallwespen an Esskastanien(5.7.2016) Seit einigen Jahren ist auch in Nordrhein-Westfalen an Esskastanien-Bäumen ein auffälliges Schadbild zu beobachten. Fingerkuppengroße Gallen, die sich im Frühjahr mit dem Austrieb der Blätter entwickeln, weisen auf einen Befall mit der bis zu 3 mm großen Gallwespe hin, so der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben der Kammer ist die Wespe in NRW wie auch in den anderen Bundesländern bereits weit verbreitet. In den Esskastanien-Anbauregionen der südlichen EU-Länder verursacht die Gallwespe Ertragsschäden. [ ...mehr ] (Foto: F Ceragioli / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Behandlungen können Xylella bislang nicht ausmerzen

Die Krankheitssymptome können aber gelindert werden

Behandlungen können Xylella bislang nicht ausmerzen(27.6.2016) Die an Olivenbäumen in Apulien getesteten Behandlungen lindern die Symptome der durch Xylella fastidiosa verursachten Erkrankung, eliminieren jedoch nicht den Erreger aus den infizierten Pflanzen. Dies ist die wichtigste Schlussfolgerung einer von der EFSA durchgeführten Bewertung zur Wirksamkeit von Behandlungen gegen X. fastidiosa an Olivenbäumen. Die Ergebnisse bestätigen Erfahrungen aus anderen Teilen der Welt, wo X. fastidiosa ebenfalls enorme Schäden verursacht und bislang noch keine Behandlung zur Eliminierung des Erregers aus im Freien angebauten Pflanzen gefunden wurde. [ ...mehr ]
(Symbolfoto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Rußrindenkrankheit

Eine Gefahr für Mensch und Baum als Folge der Klimaerwärmung

Rußrindenkrankheit(17.6.2016) Absterbende Ahornbäume mit abblätternder Stammrinde, unter der großflächig schwarzer „Staub“ zutage tritt, sind ein untrügliches Zeichen für die Pilzart Cryptostroma corticale, von der man definitiv weiß, dass sie durch steigende Sommertemperaturen begünstigt wird. Kaum eine andere Pilzart ist imstande, in der Natur dermaßen große Sporenzahlen pro Flächeneinheit zu produzieren. Deshalb besteht die Gefahr einer Beeinträchtigung der Atemwege bei intensivem Aufenthalt in der Nähe von stark betroffenen Bäumen. Vor allem für Menschen mit einer vorbelasteten Lunge oder einer allergischen Grunderkrankung kann der Kontakt mit den Pilzsporen Husten, Atemnot, Müdigkeit oder Fieber auslösen. [ ...mehr ] (Foto: BFW / Thomas Cech)

 

 

Gefährliche Blutlaus

In allen Apfelanbaugebieten zu finden

Apfelblutlausbefall an einer Schnittwunde(9.6.2016) Wer Apfelbäume sein eigen nennt, kennt das Schadbild: Weiße, watteartige Beläge an Trieben, Rinde und Schnittstellen. Unter den Wachsausscheidungen verbergen sich ganze Kolonien bräunlicher Läuse. Zerdrückt man die etwa 2 Millimeter großen Insekten, tritt eine blutrote Körperflüssigkeit aus, die ihnen den Namen Blutlaus (Eriosoma lanigerum) einbrachte. Ursprünglich stammt dieser Schädling aus Nordamerika. Ende des 18. Jahrhunderts wurde er zu uns nach Europa eingeschleppt. Man findet den Schädling heute ihn praktisch in allen Apfelanbaugebieten. Die Läuse siedeln sich vorzugsweise an verletzten Rindenstücken, jungen Trieben, aber auch an den Früchten an und saugen dort den Pflanzensaft. [ ...mehr ]
(Foto: Markus Hagenlocher / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Schmetterlingsraupen schädigen Kieferntriebe

Kiefernharzgallenwickler und Kiefernknospentriebwickler

Schmetterlingsraupen schädigen Kieferntriebe(29.5.2016) Die Gattung Kiefer (Pinus) ist mit ihren etwa 80 Arten weit verbreitet. Für private Gärten sind zwar meist nur die niedrigen, schwachwüchsigen Arten und Zwergformen gestalterisch bedeutsam. Die Gattung bietet aber für manche Zwecke auch interessante Bäume als Strukturelemente der Gestaltung. Beeinträchtigt werden die Gehölze in ihrem Schmuckwert allerdings, wenn sie durch einen Befall mit dem Kiefernharzgallenwickler oder dem Kiefernknospentriebwickler geschädigt werden. In den letzten Jahren waren zunehmend häufiger an einzelnen Kieferntrieben erbsen- bis haselnussgroße Harztropfen zu finden. Der Triebteil oberhalb dieser Stelle kann abbrechen oder absterben. Verursacht wird dieses Schadbild durch die Fraßtätigkeit der Raupen des Kiefernharzgallenwicklers Petrova (Evetria) resinella. Bei einem Massenauftreten muss man mit einem Krüppelwuchs der Pflanzen rechnen. [ ...mehr ]
(Foto: Petr Kapitola, Central Institute for Supervising and Testing in Agriculture, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Zecken fast ganzjährig und selbst in waldfernen Gärten aktiv

Ergebnisse zur 1. Zeckenerhebung in deutschen Gärten

Zecken fast ganzjährig und selbst in waldfernen Gärten aktiv(10.3.2016) Der Lebensraum der Zecken beginnt vor der Haustür – so lautet das wichtigste Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Hohenheim in rund 100 Gärten aus dem Großraum Stuttgart. Dank Klimawandel sind die Spinnentiere auch nicht mehr nur im Sommer, sondern fast ganzjährig aktiv, so Prof. Dr. Ute Mackenstedt auf einer Pressekonferenz am am 8. März dieses Jahres. Insgesamt ca. 221 Menschen erkrankten in Deutschland im vergangenen Jahr an der Hirnhautentzündung FSME, die durch Zecken übertragen wird, eine verhältnismäßig geringe Zahl. Auch 2014 war die Zahl mit 265 gemeldeten Fällen unterdurchschnittlich: 2013 waren es noch 420. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Zeckenpopulation minimieren

FH Bielefeld entwickelt biologisches Zeckenbekämpfungsmittel

zeckenpopulation verringern(6.10.2015) Die Zeckenpopulation in Deutschland nimmt immer mehr zu, sie breiten sich besonders in Städten aus. „Wir wollen die Zecken in Gegenden minimieren, wo sie gefährlich werden können, wie in Außenanlagen von Kindergärten oder Freibäder“, erklärt Pascal Humbert, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Fermentation und Formulierung von Zellen und Wirkstoffen“ von Professor Dr. Anant Patel der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Denn Zecken können eine Hirnhautentzündung oder Borreliose übertragen. Das Zeckenbekämpfungsmittel vereint nun neue und bereits bekannte Fakten über Zecken: So werden Zecken von Kohlenstoffdioxid angezogen, das die Kapsel freisetzen soll. [ ...mehr ] (Illustration: kes/pixabay)

 

 

Xylella fastidiosa

Eine neue Bedrohung für die Wälder Zentraleuropas?

Xylella fastidiosa(12.9.2015) Das aus Amerika stammende Bakterium Xylella fastidiosa wurde vor zwei Jahren in Apulien (Italien) erstmals als Erreger eines Absterbens von Olivenbäumen identifiziert und stellt seither eine massive Bedrohung der Olivenbestände im gesamten Verbreitungsgebiet dieser Baumart dar. Deshalb ist die Krankheit in den seitdem vergangenen Monaten in den Blickpunkt der europäischen Pflanzenquarantäne gerückt, und dieses umso mehr, als Xylella fastidiosa ein Wirtsspektrum von mehreren hundert Arten sowohl krautiger wie verholzter Gewächse aufweist, unter denen auch einige Waldbaumarten Zentraleuropas sind. Als empfindliche Baumarten sind an erster Stelle Eichenarten sowie Wildkirsche zu nennen. Wahrscheinlich weiter Ahornarten, Walnuss, Eschen, Ulmen und Weiden neben einigen anderen, weniger häufigen Laubbaumarten. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

„Raupe Nimmersatt“ macht sich breit

Invasive Zickzack-Blattwespe breitet sich rasch in Deutschland aus

Fraßbild der Zickzack-Blattwespe(31.8.2015) Die eingewanderte Zickzack-Blattwespe breitet sich rasch in Deutschland aus. Wissenschaftler des Senckenberg Deutschen Entomologischen Institutes in Müncheberg haben herausgefunden, dass das Insekt mit den charakteristischen Fraßspuren dabei Strecken zwischen 50 und 90 Kilometern im Jahr zurücklegen kann. Ein Befall durch den Schädling kann zu völligem Kahlfraß an Ulmen führen; erstmals wurde auch ein Vorkommen auf Zuchtformen der Laubbäume entdeckt. Die Zickzack-Blattwespe heißt, wie sie frisst: Mal nach rechts, mal nach links beißen sich die Larven von Aproceros leucopoda durch die Blätter und erzeugen so ihre charakteristischen Fraßspuren. Erstmals wurden die ursprünglich aus Ostasien stammenden Insekten vor fünf Jahren in Deutschland gesichtet. [ ...mehr ] (Foto: SDEI/Andrew Liston)

 

 

Europäische Kommission - Feuerbakterium

Fragen und Antworten zu Xylella fastidiosa

Oleander-Blatt-Brand. Auswirkungen des Befalls von Oleander (Nerium oleander) durch das Bakterium Xylella fastidiosa(22.7.2015) Xylella fastidiosa (Wells et al.), auch Feuerbakterium genannt, welches zahlreiche Seuchen verursacht und enorme wirtschaftliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft hat, zählt weltweit zu den gefährlichsten Pflanzenbakterien. Seit Oktober 2013 breitet sich ein Stamm dieses Bakteriums in der italienischen Region Apulien aus; bislang ist dies das erste und einzige bestätigte Auftreten dieses Schadorganismus in der EU, der hauptsächlich Olivenhaine befällt. Gemäß der Richtlinie 2000/29/EG des Rates über Maßnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse („Pflanzengesundheitsrichtlinie“) ist Xylella fastidiosa in der EU als Quarantäneschadorganismus eingestuft. [ ...mehr ] (Foto: Pompilid / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

ALB-Traum im Münchner Süden

Weitere ALB-Funde bei Fällungen in der Befallszone Neubiberg

Intensive Kontrolle durch geschultes Personal(18.6.2015) Nach dem ALB-Fund im September 2014 ist die Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) entsprechend den rechtlichen Vorgaben des Bundes und der EU tätig geworden. Im Zeitraum von Ende Februar bis Anfang März 2015 wurden in der Befallszone in Neubiberg ca. 400 Laubgehölze der Gattungen Ahorn, Birke, Esche, Pappel, Rosskastanie und Weide sowie die Arten Baumhasel und Eberesche bzw.Vogelbeere zur Ausrottung des gefährlichen Quarantäneschädlings gefällt. Der überwiegende Anteil dieser Laubgehölze hatte einen Stammdurchmesser von weniger als 10 cm. Die Gehölze sind damit zum großen Teil jung und der Eingriff in die Vegetation kann durch gezielte Nachpflanzungen sowie verstärktes Wachstum der Nachbargehölze kompensiert werden. [ ...mehr ] (Foto: LfL Bayern)

 

Mit der Hitze steigt die Zeckengefahr

Interview mit dem Arbeitsmediziner Felix Ineichen, Schweiz

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus ) die bekannteste Art der Schildzecken(25.5.2015) Pro Jahr registriert die Schweizer Unfallversicherung (Suva) rund 9000 Fälle von Zeckenstichen. Vor allem in den Monaten Mai und Juni haben die kleinen Blutsauger Hochkonjunktur. Felix Ineichen, Arbeitsmediziner bei der Suva, weiß, wie sich der Mensch vor Zecken schützen kann – und was es mit der Hasenpest auf sich hat. Durch Zeckenstiche werden Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen; in der Schweiz sind es hauptsächlich die von Viren ausgelöste Frühsommer-Meningoenzephalitis und die von Bakterien verursachte Lyme-Borreliose. Die Vireninfektion kann bei Menschen Hirnhautentzündungen und in seltenen Fällen schwere Erkrankungen an Hirn und Rückenmark zur Folge haben. Im Gegensatz zur Frühsommer-Meningoenzephalitis ist die Lyme-Borreliose relativ häufig und verursacht Entzündungen der Haut, Gelenke, Herz und/oder Nervensysteme. Eine weniger bekannte Krankheit, die ebenfalls von Zecken auf den Menschen übertragen werden kann, nennt sich Hasenpest. [ ...mehr ] (Foto: Foto: Simon Eugster / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

Buchsbaumzünsler zerfrisst Buchsbäume

Bei Buchsbäumen in den nächsten Wochen auf Befallssymptome achten

Fraßbild des Buchsbaumzünzlers(25.5.2015) Buchsbäume sollten in den nächsten Wochen auf Befallssymptome des Buchsbaumzünslers (Diaphania perspectalis) kontrolliert werden. Die Raupen dieses erst seit einigen Jahren bei uns auftretenden Schädlings können erhebliche Fraßschäden am Buchsbaum hervorrufen, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Die gelb-grün-schwarz-gestreiften Raupen können bis zu fünf Zentimeter lang werden und beginnen schon im zeitigen Frühjahr mit ihrem Fraß. Ist die Zierpflanze befallen, muss schnell gehandelt werden, da sich der Schädling rasch vermehrt, zwei bis drei Generationen im Jahr bildet und den Buchsbaum in kurzer Zeit kahlfressen kann. [ ...mehr ] (Foto: Dr. Reiner Schrage )

 

 

 

Kritik von BUND und NABU zurückgewiesen

Geplante Maßnahme gegen Raupen der Eichenfraßgesellschaft kritisiert

Eichenprozessionsspinner(19.5.2015) Die Naturschutzlandesverbände BUND und NABU kritisieren die in der 21. Kalenderwoche geplante Abwehrmaßnahme gegen die Raupen der sogenannten Eichenfraßgesellschaft in wertvollen Eichenbeständen der drei Forstämter des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Kritik wird zurückgewiesen, da falsche Annahmen und Behauptungen hinsichtlich der Wirkungen der geplanten Maßnahmen auf Mensch und Umwelt verwendet werden.„Die Vitalität der Eiche bereitet uns seit 2012 große Sorgen. Das wissen wir aufgrund einer soliden Datenbasis unseres Waldschutzmonitorings. Daher müssen wir alles daran setzen, diese Bestände zu schützen und werden hier sicherlich nicht leichtsinnig handeln“, unterstrich Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Nach der jüngsten Waldzustandserhebung wiesen über 30 % der Eichen deutliche Schäden in der Belaubung auf. Bestätigt wird dieser Befund durch das planmäßig durchgeführte Waldschutzmonitoring. [ ...mehr ]
(Foto: Orchi / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Wer sägt an den Pflaumen?

Hobby-Gärtner sollten jetzt auf eine besondere Wespenart achten

Larve der Pflaumensägewespe(12.5.2015) Bei Pflaumenbäumen sollte der Hobby-Gärtner jetzt auf eine besondere Wespenart achten, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Ein Befall mit Pflaumensägewespen zeigt sich bei Pflaumen und Zwetschgen bereits kurz nach der Blüte: Junge Früchte rieseln dann bereits zahlreich zu Boden. Bei genauerer Betrachtung lässt sich an den Früchten ein Ausbohr- und oftmals ein kleineres Einbohrloch der Sägewespen erkennen. Im Innern der Pflaumenfrucht findet man zum Teil zusätzlich eine bis zu zehn Millimeter lange, weißliche Larve mit gelbbraunem Kopf. Aus dem Ausbohrloch kann darüber hinaus bräunlicher bis schwarzer Kot austreten. [ ...mehr ] (Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW)

 

 

 

Eichenprozessionsspinner wieder auf dem Vormarsch

Niedersachsen: Emsland und Grafschaft Bentheim aktuell betroffen

Eichenprozessionsspinner(26.4.2015) Offenbar in Folge des Klimawandels breitet sich der Eichenprozessionsspinner seit etwa zehn Jahren deutschlandweit aus. Wie in den Vorjahren sind aktuell auch wieder viele Eichen entlang der linksemsischen Kanäle des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) im Emsland und der Grafschaft Bentheim von den Raupen befallen. Die schwarz-dunkel-

grauen, etwa drei Zentimeter langen Tiere faszinieren mit ihrer besond-

eren, namensgebenden Fortbewegungsweise: In langen Ketten, Raupe an Raupe, schlängeln sie sich vorzugsweise an Eichenbäumen entlang. [ ...mehr ]
(Foto: Gyorgy Csoka, Hungary Forest Research Institute, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Blattduftstoff lockt Kirschessigfliegen an

Beta-Cyclocitral ist attraktiv für den Obstschädling

Blattduftstoff lockt Kirschessigfliegen an(18.4.2015) Die Kirschessigfliege Drosophila suzukii legt ihre Eier in frisches, noch nicht geerntetes Obst. Befallene Früchte sind oftmals zusätzlich noch mit Bakterien und Pilzen infiziert und somit für den Verkauf oder eine Weiterverarbeitung ungeeignet. Eine wirksame Bekämpfung des Schädlings ist bislang nur mit Insektiziden möglich. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie haben jetzt einen Blattduftstoff identifiziert, der für Kirschessigfliegen besonders attraktiv ist. Beta-Cyclocitral lockt nur die Kirschessigfliege, aber keine anderen verwandten Taufliegenarten an. Die 2014 in Deutschland erstmals verstärkt aufgetretene Kirschessigfliege Drosophila suzukii legt ihre Eier in frisches, noch nicht geerntetes Obst. [ ...mehr ] (Foto: Ian Keesey, MPI chem. Ökol.)

 

 

Zecken im Garten

Studie belegt Zeckenaktivität auch auf waldfernen Grundstücken

Kräuselkrankheit - Wenn sich die Pfirsichblätter kräuseln(29.3.2015) Wer seinen Garten betritt, befindet sich im Zeckengebiet: Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie der Universität Hohenheim aus dem Großraum Stuttgart. Betroffen sind nicht nur Natur und Wald nahe Gärten sondern auch stark gepflegte und waldfernere Grundstücke. „Gartenbesucher sollten sich nach einem Gartenaufenthalt auf Zecken absuchen und vor allem in Süd- und Mitteldeutschland auch impfen lassen“, rät Parasitologin Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Für künftige Studien sucht die Wissenschaftlerin noch weitere Gartenbesitzer, die ihr Grundstück zweimal im Monat untersuchen lassen. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Kräuselkrankheit

Wenn sich die Pfirsichblätter kräuseln

Kräuselkrankheit - Wenn sich die Pfirsichblätter kräuseln(14.3.2015) Aufgrund der milden Witterung muss bei Pfirsich- und Nektarinenbäumen jetzt mit ersten Infektionen durch die Kräuselkrankheit gerechnet werden. Sobald die Temperatur im Winter über zehn Grad ansteigt, besteht die erhöhte Gefahr einer Infektion. Der Pilz Taphrina deformans, der diese Krankheit hervorruft, überwintert an den Triebspitzen auf Knospenschuppen und Rinde. Wenn die Knospen schwellen, werden die Pilzsporen durch Regen in die sich öffnenden Knospen gespült und infizieren dort die jungen neuen Blätter. Erste Anzeichen der Erkrankung zeigen sich bereits kurz nach Beginn des Austriebs. Typische Symptome sind auffällige Blattkräuselungen und blasenartige Aufwölbungen an den Blättern. [ ...mehr ]
(Foto: Günter Kortmann, LWK NRW)

 

 

Hoffnung für die Baumart Esche?

ThüringenForst forscht an einem Resistenzprogramm

Hoffnung für die Baumart Esche?(8.1.2015) Das erstmals 2009 in Thüringen beobachtete Eschentrieb-

sterben hat sich rasant im ganzen Freistaat verbreitet. Es steht zu befürchten, dass die Esche in den heimischen Wäldern bei weiterer Krankheitsausdehnung seltener anzutreffen sein wird. Ein bisher in unseren Breiten unbekannter, aus Ostasien stammender Schlauchpilz infiziert die Eschentriebe aller Altersklassen, sodass es je nach Vitalität des Baumes zum Zurücksterben der Krone, dann oft zum Absterben des Baumes kommt. Doch jetzt schöpfen die Forstschutzexperten bei ThüringenForst Hoffnung: Forschungen aus Nordeuropa zeigen, dass die Resistenz gegen diese Krankheit genetisch bedingt ist und sich vererben lässt. Auch in Thüringen laufen seit 2012 Untersuchungen in dieser Richtung. Diese werden jetzt verstärkt. [ ...mehr ]
(Foto: Walter J. Pilsak, Waldsassen / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Bedroht: Wal- und Schwarznuss

Ein in den USA seit 2001 bekannter Pilz (Geosmithia morbida) ist in Europa angelangt

Zahlreiche Läsionen am Stamm(10.11.2014) Ein in den USA seit 2001 bekannter Pilz (Geosmithia morbida) ist schuld an der Zerstörung von Schwarz- und Walnuss. Unterwegs mit einer Borkenkäferart (Pityophthorus juglandis) ist er nun erstmals in Europa, und zwar in Norditalien angelangt. Oder ist er erst jetzt das erste Mal festgestellt worden? Was bedeutet das für das Ökosystem und die Forstwirtschaft?
„Ohne Nüsse wäre die italienische Küche um eine wichtige Zutat ärmer. Die dunkle Färbung des Holzes und seine prägnante Maserung machen den Baum auch für den Möbelbau interessant. Wenn ein Kind auf die Welt kommt, dann wird in Norditalien traditionell ein Nussbaum gepflanzt“, schwärmt Lucio Montecchio, Professor der Forstwirtschaft an der Universität Padua. Aber es ist nicht nur der emotionale Wert, den die beiden Baumarten aus der Gattung der Walnüsse (Juglans) haben. Es handelt sich um zwei wichtige Arten im ökologischen und forstwirtschaftlichen Sinn. [ ...mehr ] (Foto: L.Montecchio, Universität Padova)

 

 

Ein Trittbrettfahrer auf Europatour

Bockkäfer verbreiten eingeschleppten Krankheitserreger, der Kiefernbestände bedroht

Bockkäfer verbreiten eingeschleppten Krankheitserreger, der Kiefernbestände bedroht(27.10.2014) Der Verursacher der "Kiefernwelkekrankheit" ist ein nur etwa 0,8 mm großer Fadenwurm, der gesunde Koniferen zum Absterben bringen kann. Der ursprünglich in Amerika heimische Kiefernholznematode (Bursaphelenchus xylophilus) wurde 1999 zum ersten Mal in Europa gesichtet. Zur Übertragung auf seine Wirtsbäume nutzt er heimische Käfer der Gattung Monochamus (Bockkäfer). Sein Lebenszyklus ist dabei perfekt auf diese abgestimmt. Monochamus ist ein wichtiger Akteur im Zusammenhang mit der Kiefernwelkekrankeit und ihrer Bekämpfung. Um dieser gefährlichen Bedrohung Herr zu werden, werden im Rahmen des EU-Forschungsprojekts REPHRAME die Lebensgewohnheiten der Monochamus-Arten erforscht. [ ...mehr ] (Foto: BFW)

 

 

Äpfel: Baumschnitt verhindert Fliegenschmutzkrankheit

Schadpilze überwintern an den Apfelbaumtrieben

Rußfleckenkrankheit(29.9.2014) Auf der Fruchtschale von reifenden Apfelfrüchten finden sich in manchen Jahren gelegentlich rußfarbene, zum Teil verwasche-

ne Flecken. Mitunter kommen auch in großer Stückzahl auftretende kleine schwarze Punkte vor. Bei dieser Erkrankung handelt es sich nach Angaben des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen um die Rußfleckenkrankheit (Gloeodespomigena) oder Fliegenschmutzkrankheit (Schizothyriumpomi). Die Beläge und Flecken treten nur äußerlich auf und dringen nicht bis in das Frucht-

fleisch vor. Im Anfangsstadium eines Befalls ist es daher in der Regel noch möglich, die Flecken abzuwischen. Die Früchte lassen sich zwar trotz des Befalls durchaus noch verwerten, jedoch können sie nicht lange gelagert werden. [ ...mehr ] (Foto: Andreas Vietmeier - lwk nrw)

 

 

59. Deutsche Pflanzenschutztagung in Freiburg

Wissenschaftler warnen: Die Zahl neuer Schadorganismen an Bäumen in der EU ist groß


Asiatischer Laubholzbockkäfer, A. glabripennis, ALB (26.9.2014) Menschen nehmen Gefahren manches Mal zu stark, in anderen Fällen kaum wahr. Bei Schädlingen und Krankheiten an Pflanzen, die infolge des enormen Welthandels nach Europa bzw. Deutschland eingeschleppt werden können, ist die öffentliche Wahrnehmung meist gering und dementsprechend auch das Bewusstsein für das Gefahrenpotenzial. Selbst Experten würden manches Mal gerne die Augen verschließen. „Die Zahl neuer Schadorganismen an Bäumen in der EU ist groß“, warnt Dr. Thomas Schröder vom Julius Kühn-Institut (JKI) auf der diesjährigen 59. Deutschen Pflanzenschutztagung in Freiburg.. [ ...mehr ] (Foto: Kyle Ramirez / Wikimedia Commons / CC BY 3.0)

 

 

Der Kiefernholznematode...

...ein Notfallplan für Österreich

Der Kiefernholznematode – ein Notfallplan für Österreich(4.9.2014) Der Kiefernholznematode ist weltweit einer der gefährlichsten invasiven Schadorganismen. Gemäß der EU-Richtlinie 2012/535/EU ist jedes Mitgliedsland verpflichtet, bis Ende des Jahres 2013 einen Notfallplan zu erstellen. Im Notfallplan für Österreich sind die Maßnahmen angeführt, die bei Auftreten des Vorkommens des Kiefernfadenwurms getroffen werden müssen [ ...mehr / externer Link ]
( Foto: Wikimedia Commons / CC0 1.0 )

 

 

 

Pilz bedroht Buchsbäume

Starkes Absterben von Buchsbaumtrieben in NRW


Cylindrocladium buxicola(18.8.2014) Buchsbäume haben es zurzeit schwer: Die Landwirt-schaftskammer Nordrhein-Westfalen beobachtet im Augenblick ein starkes Absterben von Buchsbaumtrieben.
Die Ursache der Erkrankung ist ein Pilzbefall durch den Erreger Cylindrocladium buxicola, der durch die anhaltend feuchte Witterung optimale Bedingungen vorfand. Die Sporen werden durch Wind verbreitet und dringen in die Triebe und Blätter ein. Die Folge sind braune Blattflecken und Strichelungen an den Trieben sowie das anschließende Absterben ganzer Triebe, Äste und Pflanzen. [ ...mehr ] (Foto: Dr. Reiner Schrage / LWK NRW)

 

 

Kastanienbäume im Dauer-Stress

Erst Miniermotte, dann gefräßiges Bakterium


Kastanienbäume im Dauer-Stress(17.8.2014) Seit Jahren setzt der Kastanie die Kastanienminiermotte zu. Sie führt zur Vertrocknung und Blattverlust schon ab Mitte Juli.
Mit Hilfe von Laubsammlungen versucht die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), den Vermehrungszyklus der Schädlinge zu unterbrechen. Jetzt gibt es eine weitere Hiobsbotschaft für den beliebten Baum. Das Bakterium namens Pseudomonas syringae wurde 2007 erstmals in Deutschland entdeckt. Experten gehen davon aus, dass die meisten Kastanien in Deutschland mit dem Bakterium infiziert sind. Während die Miniermotte die Kastanien nur schwächt, führt das gefräßige Bakterium sogar zum Absterben der Bäume. [ ...mehr ]
( Foto: F lamiot / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 )

 

 

Höhepunkt der Zecken-Welle 2014 bereits vorbei

Gartenbesitzer für Studie der Universität Hohenheim gesucht


Höhepunkt der Zecken-Welle 2014 bereits vorbei - Aktivität lässt nach(6.8.2014) In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind in Baden-Württemberg 34 Menschen an der durch Zecken übertragenen Infektion FSME erkrankt. „In den beiden Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern ist die Zahl gegenüber den ersten sieben Monaten 2013 deutlich gesunken und ist damit wieder ungefähr auf dem Stand von 2012“, erläutert die Parasitologin Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Längst sind Zecken nicht mehr ausschließlich nur im Wald zu finden, sondern verstärkt auch in heimischen Gärten. Diese wollen die Experten der Universität nun für eine Studie über Zeckenhäufigkeit in Gärten unter die Lupe nehmen. [ ...mehr ]
( Foto: Scott Bauer/U.S. Department of Agriculture/Wikimedia Commons )

 

 

Erneut Fund des Asiatischen Laubholzbockkäfers

In der Ortschaft Salmdorf (Landkreis München) ALB-Befall festgestellt


ALB(30.7.2014) In den letzten drei Wochen haben von der Bayerischen Landesanstalt (LfL) beauftragte Baumkletterer in Feldkirchen, Ottendichl und Salmdorf (Landkreis München) nach Symptomen des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) gesucht. Insgesamt wurden bisher über 1200 Bäume bestiegen und abgesucht. Die Suche konzentrierte sich auf die wichtigsten Wirtspflanzen: Ahorn, Rosskastanie, Birke, Pappel und Weide. Die Suche in Feldkirchen ist abgeschlossen. In Ottendichl und Salmdorf werden in den nächsten Tagen noch Bäume beklettert. [ ...mehr ] (Bildquelle: Lfl Bayern)

 

 

 

Eschentriebsterben in der Schweiz auf dem Vormarsch

Der Erreger hat den Sprung ins Tessin geschafft


Eschentriebsterben(14.7.2014) Das seit 2008 in der Schweiz beobachtete Triebsterben der Esche hat sich in der Schweiz weiter ausgebreitet und verstärkt. Der Erreger hat nun den Sprung ins Tessin geschafft und auch die Seitentäler Graubündens und der Voralpen sowie die Romandie bis Genf sind davon betroffen Dies zeigen aktuelle Auswertungen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Der aus Ostasien stammende Erreger des Eschentriebsterbens wird je nach Erscheinungsform als Hymenoscyphus pseudoalbidus oder als Chalara fraxinea bezeichnet. In Europa wurde dieser Pilz in den 1990er Jahren erstmals in Polen beobachtet. Seit 2008 sind auch Eschen in der Nordschweiz befallen und seit 2013 tritt die Krankheit auch auf der Alpensüdseite in Erscheinung. An abgefallenen Blattstielen in der Bodenstreu eines Waldes bei Faido (TI) wurden die ersten Fruchtkörper des Pilzes entdeckt. Die Sporen des Erregers müssen entweder durch den Wind über die Alpen oder mit infizierten Blättern beim Warentransport ins Tessin gelangt sein. [ ...mehr ] (Foto: Waldschutz Schweiz - WSL)

 

 

Was tun gegen Flöhe und Läuse an Lorbeer?

Neben dem Lorbeerblattflohbefa tritt gelegentlich auch ein Befall mit Schildläusen auf


Lorbeerblattfloh-Schadbild

(6.7.2014) An Lorbeer ist zurzeit Befall mit dem Lorbeerblattfloh - Trioza alacris - zu beobachten. Wie der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, rollen sich die jüngeren Blätter des Lorbeers durch einen Befall nach unten ein und sind auffallend deformiert. Betroffene Stellen verfärben sich zusätzlich leicht gelblich. Bei fortschreitendem Befall sterben die geschädigten Blattbereiche ab und trocknen ein. In den zusammengerollten Blättern sowie an den Blattunterseiten sind zudem zum Teil die mit weißer Wachswolle bedeckten Larven sowie die geflügelten, gelblich-weißen Stadien des Blattflohs nachweisbar. [ ...mehr ] (Foto: Andreas Vietmeier, LWK NRW)

 

 

Bürger können helfen: Fruchtfliegenbefall an Walnüssen

Rhagoletis suavis - eine Fruchtfliegenart mit Schadpotential


Rhagoletis completa(23.6.2014) Seit einigen Jahren tritt die Walnuss-Fruchtfliege (Rhagoletis completa) in Deutschland auf. Im Jahr 2013 wurde erstmals in Brandenburg (Kleinmachnow) und Deutschland auch die Walnuss-Schalen-Fruchtfliege (Rhagoletis suavis) festgestellt.
Beide Fruchtfliegenarten sind eng miteinander verwandt und stellen eine große Gefahr für Walnussbäume dar. Sie zählen zu den außer-

europäischen Fruchtfliegen und sind als Quarantäneschadorganismen (QSO) der Pflanzenbeschauverordnung (PBVO) gelistet.
Ihre Verbreitung und Verschleppung ist innerhalb der Europäischen Union zu verhindern. Beide Fruchtfliegen sind sich sehr ähnlich und eine sichere Artbestimmung kann nur durch einen Spezialisten erfolgen. [ ...mehr ]
(Foto: Guenter Hensel/Werner Dahlbender, DLR Rheinpfalz)

 

 

Flugwelle: Viele, viele, viele Maikäfer

Gefahr für junge Laubblätter – Larven schädigen Wurzeln der Rasengräser


Maikäfer(1.6.2014) Der Maikäfer (Melolontha melolontha) hat einen drei- bis fünfjährigen Entwicklungszyklus – bei einem vierjährigen Zyklus beispielsweise folgt auf drei Jahre mit niedrigem Aufkommen ein Jahr mit deutlich mehr Käfern. Dieses Jahr ist es mit der sogenannten Flugwelle wieder soweit: Viele erwachsene Tiere sind aktuell unterwegs. Der Maikäfer ist der bekannteste Blatthornkäfer. Der bis zu 30 Millimeter große Käfer schwärmt im Mai und Juni in der Dämmerung bevorzugt auf Laubbäume wie Eiche, Ahorn, Buche und Steinobst. Während des bis zu zwei Wochen dauernden Reifungsfraßes, insbesondere an den jüngsten Blättern, kann es zu Kahlfraß kommen. [ ...mehr ] ( Foto:Hedwig Storch / CC BY-SA 3.0)

 

 

Wer frisst im Apfelbaum?

Die Apfel-Gespinstmotte, ein ernst zu nehmender Schädling im Gartenbau


Apfelgespinstmotte(1.6.2014) Im Mai und Juni treten an den Ästen von Apfelbäumen gelegentlich auffällige Gespinste auf, die auf einen Befall mit der Apfelbaumgespinstmotte - Yponomeuta malinellus - zurückzuführen sind, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. In den Gespinsten befinden sich zunächst gelblich braune, später hellgrau gefärbte Raupen mit schwarzen Punkten. Die Raupen fressen an den Blättern, bis von ihnen zum Teil nur noch die Rippen übrig bleiben. Zu einem vollständigen Kahlfraß kommt es, anders als bei anderen Gespinstmottenarten, aber meist nicht. In den Gespinsten findet der Gärtner später zudem die hängemattenähnlichen weißen Puppenkokons des Schädlings.[ ...mehr ] ( Foto: Stefan Bohres)



 

Klebe-Alarm unter Linden!

Nützlinge helfen gegen Blattläuse


Der Marienkäfer, natürlicher Feind der Blattläuse(22.5.2014) Der Name suggeriert die Reinheit von frischem Morgentau und die Süße von Honig. Doch bei Honigtau handelt es sich um die Ausscheidungen von Blattläusen! Wer sein Auto unter Linden parkt, ärgert sich im Frühsommer häufig über die schmierige Masse, die den Lack überzieht. „Schuld sind nicht die Linden – es sind die Läuse“, sagt Eva Goris, von der Deutschen Wildtier Stiftung. „Blattläuse verbreiten sich gerade jetzt bei diesem heftigen Temperaturwechsel invasionsartig.“ Sie sind mit einer Art Saugrüssel ausgestattet. Damit stechen sie die Pflanzen an, um an die Säfte zu gelangen. Der verdaute Zellsaft wird als klebriger „Kot“ wieder ausgeschieden. [ ...mehr ] ( Foto: Wikimedia Commons /(CC0 1.0)

 

 

Das große Fressen hat begonnen

Dramatischen Anstieg der Populationsdichte der Frostspanner in Österreich


Frostspanner(28.4.2014) Im letzten Jahr hat es sich angekündigt, jetzt hat das große Fressen der Frostspanner in den Laubwäldern tatsächlich begonnen. Schon 2013 war in manchen Gebieten Ostösterreichs starker Blattfraß durch Raupen der verschiedenen Frostspannerarten (v.a. Kleiner und Großer Frostspanner, Federfühler Herbstspanner) zu verzeichnen, lokal kam es sogar zum Kahlfraß.
Aufgrund der diesjährigen Zusammenhänge zwischen Boden- und Lufttemperatur nahmen Fraßspuren von Frostspanner-Arten an Laubbäumen stark zu - Tendenz steigend. Die Populationsdichte verschiedener Schmetterlingsarten ist 2013 stark angestiegen und wird voraussichtlich 2014 weiter anwachsen. [ ...mehr ] ( Foto: BFW )

 

 

Dem Eschensterben auf der Spur

Forscher der TU Braunschweig haben schädliche Verbindung entschlüsselt


Dem Eschensterben auf der Spur: Forscher der TU Braunschweig haben schädliche Verbindung entschlüsselt(21.3.14) Forschern der Technischen Universität Braunschweig ist es gelungen, einen wichtigen Beitrag bei der Aufklärung des europäischen Eschensterbens zu leisten. Die Wissenschaftler und Wissenschaftler-
innen konnten eine bisher unbekannte Verbindung des Erregers aufspüren und deren keimhemmende und gewebezerstörende Wirkung gegen die Esche aufzeigen. Ihre Forschungsergebnisse stellen die Chemiker und Biologinnen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ vor. Der Verursacher des europäischen Eschensterbens ist den Wissenschaftlern erst seit wenigen Jahren bekannt - die schädliche Wirkung des „Falschen Weißen Stengelbecherchens“ (Hymenoscyphus pseudoalbidus), einer vermutlich aus Asien stammenden Pilzart, ist allerdings schon seit vielen Jahren sichtbar. [ ...mehr ] ( Foto: TU Braunschweig )

 

 

 

Resistent gegen Feuerbrand

Funktion des ersten Feuerbrandresistenzgens geklärt


Feuerbrand an Gala(18.3.2014) Forscher der ETH Zürich und des Julius-Kühn-Instituts in Deutschland haben erstmal einen gegen Feuerbrand resistenten Apfel hervorgebracht. Sie verpflanzten mit Hilfe der Cis-Gentechnik ein Resistenzgen aus einem Wildapfel in das Genom eines Apfels der Sorte Gala. Das Gen schützt den Baum wirksam vor der Infektion.

Obstbauern fürchten den Feuerbrand. Immer wieder flackert die Infektion auf und richtet in Apfelpflanzungen grossen Schaden an. Im Jahr 2007, dem Jahr der letzten grossen Epidemie, entstanden in der Schweiz Schäden in der Höhe von 50 Mio. Franken. 250‘000 Bäume mussten vernichtet werden. Als Gegenmittel gegen den Krankheits-
erreger setzen Bauern vor allem Spritzmittel mit dem Antibiotikum Streptomycin ein – eine umstrittene Methode, um Obstbäume und Ernten zu retten [ ...mehr ] ( Foto: Peggy Greb/Agricultural Research Service)

 

 

Schneepilze limitieren Arven an der Waldgrenze

Kleine Arven sind besonders betroffen


An der oberen Waldgrenze schränken Schneepilze die Verjüngung von Arven stark ein(16.3.2014) Waldgrenzen gehören zu den deutlichsten Vegetations-
grenzen weltweit. Wie weit hinauf die Bäume in unbewirtschafteten alpinen Gebieten noch wachsen können, ist in erster Linie durch das Wärmeangebot während der Sommermonate begrenzt. Deshalb können wir mit der Klimaerwärmung einen deutlichen Anstieg der Waldgrenzen erwarten. Neben der Temperatur gibt es aber noch eine Reihe von anderen Faktoren, die das Wachstum von Bäumen an der Waldgrenze limitieren. Dazu gehören auch Schneepilze, die die Bäume unter günstigen Bedingungen ganz zum Absterben bringen können. An der Waldgrenze in Davos untersuchten Forschende des SLF, basierend auf einer langfristigen Datenreihe, wie sich solche Schneepilze auf die Waldgrenzenbaumart Arve auswirken. [ ...mehr ] ( Foto: R. Brückner)

 

 

 

Pflanzen als Pheromon-Fabriken

Pheromone aus Tabakpflanzen wirken effektiv gegen Gespinstmotte


Pflaumengespinstmotte  Foto: entomart/wikimedia commons(11.3.2014) Die Herstellung von Pheromonen kann ein schmutziges Geschäft sein. Es kommen gefährliche Chemikalien zum Einsatz oder es entstehen schädliche Abfallprodukte. Nun können Pflanzen selbst die grüneren Fabriken für Lockstoffe sein. Insekten produzieren Pheromone, um paarungswillige Partner anzulocken oder vor Gefahr zu warnen. Diese Art der Kommunikation macht man sich in der Landwirtschaft zunutze. Mit Hilfe von Pheromonen werden Schadinsekten entweder in Lockstofffallen gefangen oder von der Paarung abgehalten. [ ...mehr ] (Foto:entomart/wikimedia commons)

 

 

Invasive Laubholz-Bockkäfer aus Asien

Merkblatt zu Lebensweise und Bedeutung der beiden invasiven Laubholz-Bockkäfer aus Asien


Speisepilze(29.10.2013) Zusammen mit dem ähnlichen Citrusbockkäfer ist der Asiatische Laubholzbockkäfer eine Gefahr für verschiedene Laub-baumarten. Bisher traten die beiden Käfer ausschliesslich im Sied-lungsraum auf, eine Ausbreitung in den Wald ist jedoch nicht aus-geschlossen. Ein Merkblatt der Forschungsanstalt WSL/CH stellt die Lebensweise und Bedeutung der beiden eingeschleppten Käfer in einem ausführlichen Merkblatt vor, erläutert Verwechslungsmöglich-keiten und zeigt Bekämpfungsmaßnahmen auf. [ ...mehr ] (Foto: Red.)

 

 

 

Kanada: Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer

Das kanadische Landwirtschaftsministerium erklärt den Schädling für ausgerottet


Anoplophora glabripennis(6.10.2013) Kanada feiert einen großen Erfolg in der Bekämpfung eines invasiven Schädlings. Nach Angaben des kanadischen Landwirtschaftsministeriums ist es dort gelungen, den Asiatischen Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) wieder auszurotten.
Der bis zu 3,5 Zentimeter große Käfer schädigt Laubbäume so stark, dass sie meist absterben. Die wirtschaftlichen Schäden sind schwerwiegend. Ein Jahrzehnt lang stellten die Kanadier dem Einwanderer nach.
Der Käfer, der seit den 70er-Jahren in China zu den gefährlichsten Schädlingen an der Pappel gezählt wird, fiel im Jahr 2003 erstmals in Laubbäumen in Toronto und Vaughan in der Provinz Ontario auf. Forst- und Pflanzenschutzexperten fanden seine Spuren unter anderem in Birken, Ahornbäumen, Pappeln, Weiden und Ulmen. [ ...mehr ]
(Foto:Wikipedia CC 0 1.0)

 

 

Schweiz: Neue Pilzkrankheit entblättert Apfelbäume

Marssonina-Blattfall - In Mitteleuropa ist die Krankheit seit 2010 auf dem Vormarsch


Marssonina-Blattfall(4.10.2013) Im Jahr 2010 wurde in der Ostschweiz bei einzelnen unbehandelten Apfelbäumen vor der Ernte ein starker Blattfall beobachtet. Forscher von Agroscope konnten nachweisen, dass die bei uns bisher nicht bekannte Pilzkrankheit Marssonina den Blattfall verursachte. Die Apfelkrankheit breitet sich seither aus. Viele unbe-handelte Apfelbäume in Hausgärten und Wiesen zeigen in diesem Jahr bereits Mitte September einen starken Blattverlust. In den Apfelanbau-gebieten Asiens ist Marssonina-Blattfall eine der wichtigsten Apfel-krankheiten. In Mitteleuropa ist die Krankheit seit 2010 auf dem Vormarsch. Befallene Bäume wurden auch aus Norditalien, Süddeutschland und Österreich gemeldet. In der Schweiz hat man den Pilz erstmals im September 2010 in einer unbehandelten Versuchsobstanlage am Zürichsee nachgewiesen. [ ...mehr ] (Foto: AGROSCOPE)

 

 

Österreich: Gefährlicher Baumschädling hat ausgefressen

Neu entwickelte Strategien führten in Braunau/Oberösterreich zum Erfolg


Anoplophora glabripennis Motschulsky(12.9.2013) In Braunau/Oberösterreich ist im Jahr 2001 ein Befall durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis Motschulsky) festgestellt worden. Dieser gefährliche Baumschädling gelangte damals über den Import von Verpackungsholz aus dem südostasiatischen Raum erstmals nach Europa. Aufgrund des erst-maligen Auftretens des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Europa konnte man bei den Bekämpfungsmaßnahmen nicht auf gesicherte Erfahrungswerte zurückgreifen. Sie wurden deshalb kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Dazu zählen der Einsatz von Baum-steigern und speziell konditionierten Suchhunden.Nach jahrelangen äußerst umfangreichen und kostspieligen Bekämpfungs- und Monitoringmaßnahmen kann nun die erfolgreiche Ausrottung des Käfers verkündet werden. [ ...mehr ] (Foto:Wikipedia/Kyle T. Ramirez CC BY 3.0 )

 

 

Buchsbaumzünsler zerfrisst Buchsbäume

Landwirtschaftskammer NRW rät zur Kontrolle von Buchsbäumen auf Befallssymptome


Buchsbaum-zünsler (Glyphodes perspectalis)(7.9.2013) Buchsbäume sollten in den nächsten Wochen auf Befallssymptome des Buchsbaumzünslers (Diaphania perspectalis) kontrolliert werden. Die Raupen dieses erst seit einigen Jahren bei uns auftretenden Schädlings können erhebliche Fraßschäden am Buchsbaum hervorrufen, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Die gelb-grün-schwarz-gestreiften Raupen können bis zu fünf Zentimeter lang werden und beginnen schon im zeitigen Frühjahr mit ihrem Fraß. Ist die Zierpflanze befallen, muss schnell gehandelt werden, da sich der Schädling rasch vermehrt, zwei bis drei Generationen im Jahr bildet und den Buchsbaum in kurzer Zeit kahlfressen kann. [ ...mehr ] (Foto:Dr. Reiner Schrage )

 

 

Erfolgreiche Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Mecklenburg-Vorpommern: Aufwendige Bekämpfungsmaßnahmen aus der Luft haben sich gelohnt


Helikopter(28.7.2013) "Die aufwendigen Bekämpfungsmaßnahmen des Eichenprozessionsspinners in diesem Frühjahr haben sich gelohnt – im Interesse der Bürger, aber auch der Gäste, die unser Land besuchen", freut sich Umweltminister Dr. Till Backhaus. "Nach Abschluss mehrtägiger Kontrollbereisungen können wir feststellen, dass mit wenigen Ausnahmen der Befall an den behandelten Alleen bzw. Straßenabschnitten praktisch vollständig ausgeräumt werden konnte." Dies treffe insbesondere auf die in den Vorjahren stark betroffenen Alleen im Raum Dömitz-Lübtheen zu. Die Bekämpfung, im Auftrag des Sozialministeriums vorbereitet und koordiniert vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock, erfolgte von Anfang Mai bis Anfang Juni im Landkreis Ludwigslust-Parchim. [ ...mehr ] (Symbolfoto: Carl Wycoff, Lizenz: CC BY 2.0)

 

 

Rheinland-Pfalz: Buchsbaum — Überall in ernsthafter Gefahr

Der Schädling ist inzwischen in der Pfalz und Rheinhessen weit verbreitet


Buchsbaum-zünsler (Glyphodes perspectalis)(16.7.2013) Ein unscheinbarer Schmetterling bedroht im südlichen Rheinland-Pfalz die in Gärten, Parks und auf Friedhöfen verbreiteten und beliebten Buchsbäume (Buxus sempervirens). Der Buchsbaum-zünsler (Glyphodes perspectalis), erst vor fünf Jahren nach Rheinland-Pfalz eingewandert, ist inzwischen in der Pfalz und in Rheinhessen weit verbreitet und stellt hier eine Gefahr für den Buchs dar, die bereits dramatisch zu nennen ist. Der Schädling hat keine natürlichen Feinde und breitet sich weiter nach Norden aus. Glyphodes perspectalis ist an seiner fast dreieckigen, weißen, braungerahmten Delta-Grundform zu erkennen [ ...mehr ] (Foto: Hubert Berberich, Lizenz: CC BY 3.0 )

 

 

Feuerbrand: Landkreis stellt Katastrophenfall fest

Pflanzenkrankheit hat sich im Landkreis Mansfeld-Südharz explosionsartig ausgebreitet


Feuerbrand(11.7.2013) Die explosionsartige Ausbreitung der meldepflichtigen Pflanzenkrankheit "Feuerbrand" im Landkreis Mansfeld-Südharz hat Landrat Dirk Schatz veranlasst, den Katastrophenfall festzustellen. Die Pflanzenkrankheit hat sich auf nicht zusammenhängenden Flächen von ca. 600 ha landkreisübergreifend explosionsartig ausgebreitet.
Durch die Feststellung des Katastrophenfalls kann der Landkreis auf den Einsatz überregionaler Kräfte wie das Technische Hilfswerk oder die Bundeswehr hoffen. Eine entsprechende Anfrage richtet der Landkreis an die Bundeswehr. [ ...mehr ] (Foto: Sebastian Stabinger - CC BY-SA 3.0 )

 

 

 

Brandenburg: Eichen-/Kiefernschädlinge erfolgreich bekämpft

Die Bekämpfungsmaßnahmen gestalteten sich aufgrund der Witterungsverhältnisse äußerst schwierig


Eichenprozessionsspinner(12.6.2013) Im Mai und Anfang Juni sind in Brandenburg landesweis Baumschädlinge bekämpft worden. Zum einen wurden Wälder, die erheblich durch Nonne und Kiefernspinner geschädigt sind, in Regie des Landesbetriebs Forst Brandenburg mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Weiterhin erfolgte im Rahmen einer zwischen dem Land, Kreisen, Städten, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sowie dem Landesbetrieb Straßenwesen abgestimmten Bekämpfungsaktion die Eindämmung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft und am Boden. [ ...mehr ] ( Foto: Foto: Christian Fischer - Lizenz: CCBY-SA3.0 )

 

 

 

Asiatischer Laubholzbockkäfer: Kontrollen jetzt besonders wichtig

Die aktuelle Situation in der Schweiz zu Beginn der wärmeren Jahreszeit


Asiatischer Laubholzbockkäfer(4.6.2013) Mit der wärmeren Jahreszeit beginnt auch die Aktivitäts-periode des Asiatischen Laubholzbockkäfers. Darum sind jetzt Über-wachung und Kontrollen speziell wichtig. Der besonders gefährliche Schädling wird meistens in Holzverpackungen mit Importen aus Asien eingeschleppt und kann alle Laubbäume befallen. In der Schweiz war er 2011 erstmals aufgetreten. Zur Verhinderung weiterer Einschlepp-ungen hat der Bund 2012 die systematischen Grenzkontrollen von Verpackungsholz verstärkt. Der Asiatische Laubholzbockkäfer gilt gemäss der Pflanzenschutzverordnung als besonders gefährlicher Schadorganismus, der in der Schweiz nicht verbreitet werden darf und der konsequent bekämpft werden muss. Befallene Bäume sterben meist ab. Der Asiatische Laubholzbockkäfer war in der Schweiz erstmals 2011 im Kanton Freiburg aufgetreten. Bis heute waren sieben Kantone von diesem Schädling betroffen. Der größte Befall wurde im Sommer 2012 in einer Allee in Winterthur (ZH) entdeckt. [ ...mehr ] ( Foto: Beat Wermelinger/WSL )

 

 

Eingeschleppt: Zickzack-Blattwespe bei Berlin entdeckt


Um die Ausbreitung in Europa besser verfolgen zu können, bitten Insektenkundler Bürger um Mithilfe


Zickzack-Blattwespe (31.5.2013) Mit der Zickzack-Blattwespe (Aproceros leucopoda) ist ein Schadinsekt nach Europa eingeschleppt worden, dessen Larven ausschließlich an Ulmenblättern nagen. Dabei vermehrt sich das Tier rasch. Bis zu vier Generationen pro Saison tun sich am Laub gütlich. Um die nun auch in Berlin und Brandenburg gesichtete Wespe und ihre Ausbreitung in Europa besser verfolgen zu können, bitten die Insektenkundler des Senckenberg Deutschen Entomologischen Institutes in Müncheberg um Mithilfe. Bürger, die Zickzack-Blattwespen in Deutschland gesichtet haben, können Probenmaterial einschicken.
Die Zickzack-Blattwespe stammt aus Ostasien. In Europa erstmals vor zehn Jahren gesichtet, galt diese Spezies als mittlerweile von der Ost-Ukraine bis Italien und von Rumänien bis Warschau verbreitet. In Deutschland wurde sie erstmals vor zwei Jahren in Südostbayern bei Passau beobachtet. Die bis zu ein Zentimeter langen Larven fressen nur an Ulmen. Solch ein Befall kann zu völligem Kahlfraß führen. Schäden wurden sowohl in Wäldern als auch in Ortschaften und Gärten beobachtet, wo Ulmen als Zier- oder Alleebäume stehen. [ ...mehr ] ( Foto: Dr. Gábor Vétek )

 

 

Buchsbaumzünsler in Deutschland weiter auf dem Vormarsch


Was tun gegen Buchsbaumzünsler? Proplanta gibt Tipps gegen die neue Plage.


Buchsbaumzünsler(26.5.2013) Der Buchsbaumzünsler hat sich in diesem Jahr auch in Deutschland weiter ausgebreitet. Seine gefräßigen Raupen verwandeln Buchsbäume in Gärten, Parks und auf Friedhöfen binnen kürzester Zeit in kahle Skelette. Der Kleinschmetterling stammt ursprünglich aus Ostasien (China, Japan und Korea). In Deutschland trat er 2007 erstmals auf, zunächst in der Gegend um die Rheinhäfen Kehl und Weil am Rhein, wo er vermutlich über Handelswaren eingeschleppt wurde. Seitdem hat er sich als Neozoon über die Rheinebene bis in die Schweiz, Österreich, die Niederlande, Frankreich, Großbritannien und weitere europäische Länder rasch ausgebreitet. In 2010 vernichteten die Raupen in Grenzach-Whylen sogar einen der letzten natürlichen Buchsbaum-Wälder in Deutschland. Aufgrund des gleichzeitigen Befalls durch einen Schadpilz wurden rund zwei Drittel des 150 Hektar großen Areals zerstört. [ ...mehr ] ( Foto: proplanta )

 

 

Kastanienminiermotten startklar

Letzte Gelegenheit die Vermehrungskette 2013 wirksam zu unterbrechen


kastanienlaub(19.4.2013) Endlich ist das Frühjahr da. In diesen Tagen treiben die Blätter aus und auch erste Baumblüten zeigen sich. Dazu werden auch die wunderschönen Blütenkerzen der Rosskastanien gehören.
Jetzt ist die letzte Gelegenheit, die Vermehrungskette dieses Insektes für das Jahr 2013 wirksam zu unterbrechen. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) weist darauf hin, dass beinahe zeitgleich mit der Kastanienblüte die erste Generation der Kastanienminiermotte ausfliegen wird. „Dieses eingewanderte Insekt verursacht die frühe Blattfärbungen an den Kastanien und lässt diese schönen Bäume bereits im Spätsommer an vielen Orten so erscheinen, als wären sie vertrocknet.“, erklärt der SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann. [ ...mehr ] ( Foto: Chmee2, Lizenz: CC BY-SA 3.0 )

 

 

Wacholderrost gefährdet Birnbäume

Landwirtschaftskammer NRW: Es ist damit zu rechnen, dass der Rostpilz in Kürze Birnbäume infizieren wird


Wacholderrost(19.4.2013) An Wacholdern kommt es zurzeit zum Anschwellen der Sporenlager des Wacholderrostes, Gymnosporangium sabinae. Wie der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erläutert, ist damit zu rechnen, dass der Rostpilz in Kürze Birnbäume infizieren wird. Ein Befall an Wacholdern zeigt sich zunächst durch dunkelbraune, warzenähnliche Erhebungen an den Zweigen. Später schwellen die Sporenlager zu auffällig gelbbraunen, zungen-förmigen bis blasenartigen Gebilden heran und geben Sporen frei, die anschließend Birnbäume infizieren. [ ...mehr ] (Foto: Andreas Vietmeier, LWK-NRW)

 

 

 

Eichenprozessionsspinner: Effektive Bekämpfung im Frühjahr 2013 ist sichergestellt

Parlamentarische Staatssekretärin Reiche stellt Konzept vor

Warnschild Eichenprozessionsspinner(25.3.2013) Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat am 20. März 2013 in Berlin ein Papier zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vorgestellt. Dabei betonte Frau Reiche: „Die anhaltende Vermehrung des Eichenprozessionsspinners hat vielerorts zu starken allergischen Reaktionen insbesondere bei Kindern und zu erheblichen Schäden an Baumbeständen geführt. Der Bund hat jetzt die Voraussetzungen geschaffen, damit die Länder eine effektive und praxistaugliche Bekämpfung auf den Weg bringen können. Dabei ist der Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu beachten. Durch den kombinierten Einsatz von mechanischen, organisatorischen und chemischen Maßnahmen ist es möglich, den Eichenprozessionsspinner lückenlos zu bekämpfen - rechtzeitig vor Frühjahrsbeginn.“ [ ...mehr ]
( Foto: Wusel007 Lizenz: GFDL - CC BY-SA 3.0)

 

 

Eine wirksame Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zum Schutz des Menschen ist möglich

Experten diskutierten Bekämpfungsstrategien

 

Eine wirksame Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zum Schutz des Menschen ist möglich(22.02.2013) Der Eichenprozessionsspinner (EPS) ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Neben Eichenwäldern sind zunehmend Eichen des innerstädtischen Grüns etwa entlang von Alleen, auf Spielplätzen, in öffentlichen Parks und in Naherholungsgebieten befallen. Die Raupen bilden mit dem dritten Larvenstadium Brennhaare aus und können dadurch schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Menschen verursachen, was unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes nicht tolerierbar ist. „Typische Symptome nach einem Kontakt mit den Brennhaaren sind Hautirritationen, Augenreizungen und Atembeschwerden, bei empfindlichen Personen können auch schwere pseudoallergische Reaktionen bis hin zum Schock auftreten“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), „eine Bekämpfung in den ersten beiden Larvenstadien ist daher im urbanen Bereich dringend geboten und sollte bis spätestens April erfolgen.“ Auf einem Statusseminar am 18. Februar 2013 diskutierten Vertreter von Ministerien, Bundes- und Länderbehörden sowie Praktiker, welche Möglichkeiten für das Jahr 2013 zur Verfügung stehen. [ ...mehr ] (Foto:G.Hagedorn Lizenz:CC BY-SA 3.0)

 

 

Ausbreitung der Kastanien-Gallwespe...

...zwischen Hoffnung und Ungewissheit

 

Ausbreitung der Kastanien-Gallwespe(18.2.2013) Die Schäden der Edelkastanien-Gallwespe in der Südschweiz scheinen im dritten Befallsjahr etwas zurückzugehen. Bedeutet das, dass die kritische Phase jeweils drei Jahre nach dem Erstbefall vorüber ist, oder wird sich die Seuche zyklisch weiterentwickeln? Nur ein langfristiges Beobachtungsprogramm könnte die notwendigen Antworten liefern.

Seit die Edelkastanien-Gallwespe (Dryocosmus kuriphilus) 2007 das Südtessin erreicht hat, hat sie praktisch alle Kastaniengebiete der Südschweiz besiedelt. Die einzigen Ausnahmen sind zurzeit noch das obere Maggiatal und das Puschlav. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist allgemein hoch: 15 bis 25 km im Jahr, je nach Topographie und Windverhältnissen. Allerdings gibt es auch Abweichungen, so zum Beispiel im Bergell, wo sich der Schädling bisher um rund einen Kilometer pro Jahr ausgebreitet hat. [ ...mehr ] (Foto:Beat Wermelinger / WSL)

 

 

Nicht ohne meine Mikroben

Waldmaikäfer profitieren auch nach Metamorphose von denselben bakteriellen Symbionten,
die sie schon als Larve zuvor beherbergt haben.

Waldmaikäfer profitieren auch nach Metamorphose von denselben bakteriellen Symbionten, die sie schon als Larve zuvor beherbergt haben.(11.2.2013) In Mitteleuropa sind Waldmaikäfer nach dem Feldmaikäfer die zweithäufigste Art dieser Gattung und können besonders in Waldgebieten und auf Heideflächen erhebliche Schäden an Laub- und Nadelbäumen anrichten. In ihrem Darm beherbergen sie Mikroben, um ihre holzige Nahrung, zum Beispiel Lignozellulose und Xylane, verdauen zu können. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie haben nun durch umfassende RNA-Analysen die Mikrobiota der von Wurzeln lebenden Larven sowie der aus den Larven hervorgegangenen, blattfressenden Käfer bestimmt. Erstaunlicherweise verbleiben im Darm der Käfer die meisten derjenigen Mikrobenarten, die schon in der Larve vorhanden waren − trotz Verwandlung (Metamorphose) von der Larve zum Käfer. [ ...mehr ] (Foto:Erika Arias Cordero/MPI chem. Ökol.)

 

 

Wildapfel liefert Rezept, wie Apfelsorten dem Feuerbrand widerstehen können


Wildapfel liefert Rezept, wie Apfelsorten dem Feuerbrand widerstehen können(8.2.2013) Die meisten Apfelsorten, die heute weltweit angebaut werden, sind anfällig für das Feuerbrandbakterium Erwinia amylovora. Experten suchen intensiv nach Möglichkeiten, neue Sorten zu züchten, die gegen die gefährliche Krankheit resistent und gleichzeitig schmackhaft sind. So untersuchen Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) die genetischen Grundlagen der Widerstandsfähigkeit von Wildapfelarten gegen den Feuerbranderreger. Zusammen mit ihren Partnern von der Michigan State University (USA) identifizierten sie kürzlich ein Gen im Feuerbrandbakterium, das die Resistenz im Wildapfel Malus x robusta 5 aktiviert. In dem in der Zeitschrift New Phytologist publizierten Artikel belegen sie, dass es sich bei diesem Vorgang sehr wahrscheinlich um eine sogenannte Gen-für-Gen Beziehung handelt. Der Wildapfel „erkennt“ quasi seinen „Gegner“ und ist in der Lage, eine Abwehrreaktion auszulösen. Oder in der Sprache der Forscher: Das Genprodukt des Feuerbranderregers wird von einem Genprodukt des Wildapfels erkannt. [ ...mehr ]
(Foto: Wikipedia/Hans Hillewaert, Lizenz: CC BY-SA 3.0 )

 

 

Erlen-Phytophthora


Innerhalb der Phytophthora-Arten, die Bäume schädigen, steht die Erlen-Phytophthora(28.1.2013) Innerhalb der Phytophthora-Arten, die Bäume schädigen, steht die Erlen-Phytophthora (Phytophthora alni) in Bezug auf die Auffälligkeit der Schäden (Wurzelfäule) in Mittel- und Nordeuropa an erster Stelle. Ab 1995 wurde Phytophthora-Erlensterben in zahlreichen europäischen Staaten beobachtet (in Österreich ab 1996). "Die Krankheit ist vor allem in Gebieten mit fließenden Gewässern eine auffällige Erscheinung, wo die Erle neben der Weide oft die einzige Ufer begleitende Baumart ist. Primär durch verseuchtes Pflanzgut in die Flusssysteme eingebracht, wird der Erreger bei Hochwasser entlang der Wasserläufe verbreitet, wo weitere Erlen befallen werden", sagt der Phythopathologe Dr. Thomas Cech vom Institut für Waldschutz des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW). [ ...mehr ] (Foto: Thomas Cech/BFW)

 

 

Barcode für Schädlinge einsatzbereit

Eine Datenbank für alle Schädlinge


Datenbank für alle Schädlinge(22.1.2013) Bakterien, Pilze, Viren, Phytoplasmen, Fadenwürmer und Insekten reisen wie wir Menschen um die Welt, und zwar ebenfalls oft per Flugzeug. Fast täglich werden deshalb in europäischen Flughäfen bei Routineuntersuchungen von Importware Organismen gefunden, die es zu identifizieren gilt, um die Ausbreitung von schädlichen Lebewesen in neue Gebiete zu verhindern (Quarantäne-Organismen). Aus wirtschaftlichen Gründen muss dies schnell und zuverlässig funktionieren, um Lieferungen nicht unnötig aufzuhalten oder gar fälschlicherweise zurückzuweisen. [ ...mehr ] (Foto: J. Hallmann, JKI Münster)

 

 

Neue Zeckenerkrankung in der Schweiz


Makroaufnahme der Mundwerkzeuge einer Zecke - gemeiner Holzbock(1.11.2012) Mikrobiologen der Universität Zürich weisen eine neue Erkrankung nach, die durch Zeckenstiche übertragen worden ist. Die Patienten litten an hohem Fieber, Gewichtsverlust und Unwohlsein, konnten jedoch mit einer Antibiotikatherapie vollständig geheilt werden. Dank eines neu entwickelten Tests lässt sich die bakterielle Infektion innerhalb eines Tages nachweisen. Der Grossraum Zürich ist ein Risikogebiet für die neue Zeckenerkrankung.

Bis danhin war bekannt, dass Zecken in der Schweiz vornehmlich zwei Krankheitserreger auf den Menschen übertragen: das Bakterium Borrelia burgdorferi – Verursacher der Borreliose – und das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus, welches eine Gehirnentzündung auslösen kann. Nun bestätigen Mikrobiologen der Universität Zürich eine weitere Zeckenerkrankung in der Schweiz – die Neoehrlichiose. [ ...mehr ] (Foto: Richard Bartz, Wikimedia )

 

 

 

Eichenprozessionsspinner: Vorsicht beim Bergen von Eichenlaub


Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners: Vorsicht beim Bergen von Eichenlaub(1.11.2012) Seit September arbeitet im Brandenburger Forstministerium eine Arbeitsgruppe aus Vertretern mehrerer Ministerien, von Landkreisen und von Kommunen sowie weiteren Experten zum Thema Eichenprozessionsspinner.
Einer der Aufträge dieser Runde ist, Bürgerinnen und Bürger bei der Bekämpfung des allergieauslösenden Schädlings mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Aktuell geht es um Hinweise beim Einsammeln von Herbstlaub. Vorsicht ist geboten, wenn es sich dabei um Eichenlaub handelt. [ ...mehr ] (Foto: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de )

 

 

 

Eichenprozessionsspinner mit neuen Methoden bekämpfen

Einsatz von Drohnen wird erprobt


Thaumetopoea processionea(18.10.2012) Der Befall von Eichen mit dem Eichenprozessionsspinner stellt zurzeit in einigen Innenbereichen von Städten und Gemeinden eine akute Bedrohung für die Gesundheit von Anwohnern und Passanten dar. Um ihn zukünftig in bewohnten Gebieten besser bekämpfen zu können, wird derzeit die Möglichkeit des Einsatzes eines unbemannten Hubschraubers geprüft. Die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dem Julius Kühn-Institut (JKI) und der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung gemeinsam durchgeführten Untersuchungen erfolgen an einem vom Eichenprozessionsspinner besiedelten Baum in Südbrandenburg nahe Paplitz. Falls diese Methode erfolgreich ist, hat sie große Bedeutung für den Pflanzen- und Gesundheitsschutz. Auf befallenen einzelnen Bäumen könnten die Raupen des Eichenprozessionsspinners dann auch gezielt mit den für das jeweilige Anwendungsgebiet zugelassenen Insektiziden bekämpft werden. [ ...mehr ]
(Foto: Gyorgy Csoka, Hungary Forest Research Institute, Bugwood.org - Lizenz CC-BY-SA 3.0)

 

 

 

Kastaniensterben in NRW


Pseudomonas syringae pv. aesculi (08.10.2012) In den vergangenen Jahren wurden dem Pflanzenschutz-

dienst NRW von vielen Standorten in Nordrhein Westfalen Schäden an Rosskastanien durch Pseudomonas syringae pv. aesculi gemeldet. Besonders zahlreich sind die Meldungen von Kommunen, die Schad-

symptome und Absterbeerscheinungen in Kastanienalleen beschreib-

en. Pseudomonas syringae pv. aesculi wurde 2006 erstmalig in NRW an der weißblühenden sowie an der rotblühenden Rosskastanie (Aesculus hippocastanum und Aesculus carnea) nachgewiesen. Die Bakterienkrankheit wurde zunächst in Großbritannien, dann 2002 in den Niederlanden und Belgien beschrieben. Wie bei anderen Bakterien auch nutzt der Erreger natürliche Öffnungen und Wunden, um die Bäume zu befallen [ → mehr Info / externer Link ] (Text: LWK NRW. Foto:Dr. Monika Heupel )

 

 

Kastanie: Laub gibt Schädlingen Schutz

Miniermotte überwintert als Puppe in herabgefallenen Blättern


Kastanienminiermotte(26.09.2012) Wenn die Blätter von Kastanien bereits im Sommer braun werden und frühzeitig vom Baum fallen, kann das ein Hinweis auf das Unwesen der Rosskastanien-Miniermotte sein. Dabei handelt es sich um einen etwa einen Zentimeter großen Schmetterling, dessen Larven zur Zeit der Baumblüte im Blattinnern der Rosskastanien fressen. Da der Schädling im Laub überwintert, sollten herabgefallene Blätter bereits jetzt zusammengeharkt und gewissenhaft entsorgt werden, rät die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das reduziere den Befall im nächsten Jahr deutlich. [ ...mehr ] (Foto:Dr. Thomas Brand )

 

 

 

Die Edelkastaniengallwespe breitet sich aus


edelkastaniengallwespe(24.09.2012) Die im Mai 2009 erstmals im Kanton Tessin beobachtete Edelkastaniengallwespe (Dryocosmus kuriphilus) hat ihr Befallsgebiet deutlich vergrössert. Wie der neue Forstschutzüberblick der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zeigt, ist die Wespe vom Südtessin unterdessen bis in den Raum Biasca und ins Verzascatal vorgedrungen. Auch im Misox (GR), im Chablais und in der Deutschschweiz wurden erstmals Gallen entdeckt. "Bald wird die Edelkastaniengallwespe in der ganzen Südschweiz vorkommen", sagt Beat Forster vom Beratungsdienst Waldschutz Schweiz der WSL, der auch im Misox und im Bergell von befallenen Edelkastanienbäumen weiss. Unterdessen hat die Gallwespe im Chablais von Frankreich her kommend die Kantone Wallis und Waadt erreicht und breitet sich im unteren Rhonetal rasch aus. [ ...mehr ] (Foto Beat Forster )

 

 

Motte trickst Abwehr der Eiche aus

Eichenwickler können Abwehrmechanismen ihrer Wirtsbäume für sich nutzen

Eichenwickler-Weibchen Immer wieder kann man im Sommer Eichen beobachten, die von massenhaft auftretenden Larven des Eichenwicklers, eines Kleinschmetterlings, kahlgefressen wurden. Dabei sind die Wirtsbäume keineswegs nur die passiv Duldenden und die blattfressenden Larven die Aktiven. Pflanzen und Fressfeinde liefern sich einen permanenten Kampf zwischen Abwehr, dem Durchbrechen der Abwehr und dem Entwickeln neuer Abwehrmechanismen. Forstwissenschaftler des Thünen-Instituts konnten jetzt in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München ein neues Detail in diesem komplizierten Gefüge aufklären. [ ...mehr ] (Foto:Hilke Schröder )

 

 

Eichenprozessionsspinner verursachen Raupendermatitis

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) gibt Erste-Hilfe-Tipps für den richtigen Umgang im Fall eines Kontakts mit den Raupenhaaren.

Eichenprozessionsspinner Die Raupen der Eichenprozessionsspinner breiten sich seit einigen Jahren immer weiter aus. In Deutschland sind zahlreiche Bundesländer betroffen. Besonders während der Hauptfraßzeit von Mai bis Juni stellen die Gifthaare der Raupen für Menschen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Der direkte Hautkontakt mit den Gifthaaren kann zu drei unterschiedlichen Krankheitsbildern führen, die allgemein als Raupendermatitis bezeichnet werden. In etwa zwei Dritteln aller Fälle tritt eine akute Nesselsucht (Urtikaria) auf, bei rund einem Drittel kommt es zu Entzündungen der Haut. In einigen Fällen bilden sich an der Haut Knötchen (Papeln), die Juckreiz verursachen können. Neben der Raupendermatitis sind noch weitere Symptome möglich. [ ...mehr ] (Foto:Albrecht E. Arnold / pixelio.de )

 

 

Buchsbaumzünsler: Tipps zur Bekämpfung

Forscher der Universität Hohenheim rät zu ökologisch einwandfreien Bekämpfungsmitteln
und Vorsorge im Frühjahr

Buchsbaumzünsler [10.08.12] Die ersten Schäden sind bereits 2007 bekannt geworden. In der Zwischenzeit hat sich der Buchsbaumzünsler weiter ausgebreitet. Zugelassene Mittel gegen den eingeschleppten Schädling gibt es momentan nicht. Ein Insektenforscher der Universität Hohenheim empfiehlt daher den Einsatz ökologisch einwandfreier Pflanzenschutzmittel gegen andere unerwünschte Gartenbewohner, deren Nebenwirkungen auch die leuchtend grüne Raupe aus Ostasien bekämpfen. Ansonsten hilft nur die rechtzeitige Vorsorge. [ ...mehr ] (Foto:Universität Hohenheim )

 

 

 

Strategie zur Bekämpfung von Feuerbrand zeigt Erfolge


Schadbild Feuerbrand Feuerbrand gehört zu den gefährlichsten Krankheiten im Kernobstanbau in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Ohne eine wirksame Bekämpfung müssen in manchen Jahren ganze Obstanlagen gerodet werden. In der Versuchsanlage `Kirschgartshausen` des Julius Kühn-Instituts (JKI) informierten sich Ende Mai 2012 Wissenschaftler, Pflanzenschutzmittelhersteller, Obstbauern, Imker sowie Vertreter des Pflanzenschutzes und der Politik. Die seit 1998 durchgeführten Untersuchungen zu Streptomycin-Alternativen zeigen deutliche Erfolge. [ ...mehr ] (Foto: P. Laux, BBA )

 

 

Buchenblattbaumlaus macht Hecken zu schaffen


Buchenblattbaumlaus Befall mit der Buchenblattbaumlaus An Rot- und Blutbuchen ist jetzt die Buchenblattbaumlaus aktiv, meldet der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Die zwei bis drei Millimeter großen, gelblich-grünen Läuse, deren Körper mit weißen Wachsfäden bedeckt ist, leben vor allem an den Blattunterseiten und jüngeren Trieben.
Durch einen Befall wölben sich die Buchenblätter oder rollen sich leicht ein, bis sie später braun werden und schließlich zum Teil ganz absterben. Auf den Blättern bleiben zusätzlich weiße, watteartige Wachsausscheidungen der Läuse sowie große Mengen an klebrigem Honigtau zurück. Ein Befall kann vor allem Buchenhecken schädigen, während er für größere Bäume eher unproblematisch ist. Die Bekämpfung der Buchenblattbaumlaus ist schwierig. Die beste Wirkung wird mit einem systemisch wirkenden Insektizid erzielt. Bei etwaigen Spritzbehandlungen ist auf eine gute Benetzung der Pflanzen, insbesondere der Blattunterseiten, zu achten. [ ...mehr ] (Foto: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW )

 

 

 

Baden-Württemberg
Bekämpfung des Buchsbaumzünslers unerlässlich


Buchsbaumzünsler Buchsbaumzünsler Auf Importpflanzen hat der ursprünglich aus Asien und Japan stammende Buchsbaumzünsler den Weg zu uns gefunden. Vor fünf Jahren trat er erstmals im Landkreis Lörrach auf. Von dort trat er seinen Eroberungszug den Rhein entlang Richtung Norden an, mittlerweile hat er den gesamten deutschen Südwesten eingenommen. Und er hat sich auf seiner Route stark vermehrt.
Doch die eigentlichen Übeltäter sind nicht die Falter, sondern die glänzenden Raupen des Buchsbaumzünslers. Sie fressen an den Blättern und der grünen Rinde des Buchs und bringen so einzelne Pflanzen bis zum Absterben. Um eine weitere massenhafte Ausdehnung zu vermeiden, sind regelmäßige Befallskontrollen und wirksame Bekämpfungsmaßnahmen auf dem Balkon sowie im Haus- und Kleingarten unerlässlich. [ Weitere Infos:→ Merkblatt mit Abbildungen (PDF) ]
( Foto: Andreas Vietmeier )

 

 

Sorge um den Wald - Forstamt rechnet mit großem Schaden nach Verbot von Gifteinsatz gegen Maikäfer


Engerling Engerling Kopf Christian Schaefer zieht einen kleinen, blätterlosen Baum mit einer Hand aus der Erde. Schwarze, abgestorbene Wurzeln kommen ihm entgegen. „Das waren die Engerlinge“, sagt der Leiter des Forstamts Wolfgang. „Ich kann gar nicht hinschauen“, sagt seine Kollegin Petra Westphal. Die ist extra aus Kassel von der Landesbetriebsleitung in die Bulau gekommen, um sich die Schäden durch die Maikäfer anzuschauen. [ ...mehr ] (Foto: Joachim K. Löckener - CC 3.0 )

 

 

 

Schutz vor Pflaumen-Pocken

Wissenschaftler entwickeln Schnelltest für gefährliches Scharka-Virus


Wissenschaftler der Technischen Universität München haben einen neuen Schnelltest für das hochansteckende Scharka-Virus entwickelt: Mithilfe molekularbiologischer Verfahren können sie in kürzester Zeit das Erbmaterial des Virus in den Blättern von Steinobstbäumen nachweisen. Sind Zwetschgen, Pfirsiche oder Aprikosen einmal mit dem Virus infiziert, müssen sie gerodet werden, denn eine Bekämpfung ist nicht möglich. Mit dem Schnelltest kann die Quarantäne-Krankheit zwar nicht verhindert, aber eingedämmt werden. [ ...mehr ]
(Foto: Michael Neumüller / TUM )

 

 

 

 

 

Spürhunde auf Käferjagd


Spürhund Sie heißen Merlin, Phoebe und Ida. Die drei neuen Mitarbeiter des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sind Mischlingshunde und suchen gemeinsam mit ihrem Herrchen nach dem gefährlichen Asiatischen Laubholzbockkäfer.
Alle vier haben in Österreich eine Spezialausbildung absolviert, bei der die Hunde gelernt haben, Käfer und Maden dieses aus China eingeschleppten Schädlings am Geruch zu erkennen. Der Asiatische Laubholzbockkäfer war 2005 in Bornheim erstmals in Nordrhein-Westfalen entdeckt worden. Trotz umfangreicher Bekämpfungsmaßnahmen gab es 2008 und 2009 weitere Funde in der näheren Umgebung. Die 3 bis 4 Zentimeter großen, glänzend schwarzen, weiß gefleckten Käfer mit imposanten, bis zu 10 Zentimeter langen Fühlern haben einen unbändigen Appetit auf heimische Laubbäume, wie Ahorn, Pappel, Ulme oder Apfel. Sie fressen sich in den Stamm und verursachen mit ihren bis zu 3 Zentimeter dicken Bohrgängen das Absterben der Bäume. Im Gegensatz zu heimischen Laubholzbockkäfern, die totes Holz bevorzugen, verputzen die asiatischen Kollegen mit Vorliebe kerngesunde Bäume. [ ...mehr ] (Foto: Claas Nellen )

 

 

Blinde Passagiere

Niederländischen Behörde findet Larve des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Verpackungsholz


Larve des Asiatischen Laubholzbockkäfers Niederländischen Behörde findet Larve des Asiatischen Laubholzbockkäfers Wie der Internetpräsenz von BloembollenVisie (NL) zu entnehmen ist, sind bei Inspektionen der niederländischen Behörde für Lebensmittel-und Wares (nVWA) bei Importeuren und Händlern von Naturstein aus China, seit Anfang März bei vier Unternehmen 29 lebende Larven unterschiedlicher Käferarten in den Holzverpackungen von Lieferungen aus China gefunden worden. In dem Holz einer Verpackung ist eine lebende Larve des asiatischen Laubholzbockkäfers gefunden worden. Die Entdeckung der Larven ist lt. nVWA ein Hinweis darauf, dass das Verpackungsholz im Ursprungsland nicht in der vorgeschriebene Weise behandelt wird. Für die Einfuhr von Verpackungsholz aus Drittländern gilt der IPPC-Standard ISPM Nr. 15. Das Holz muss entweder im Holzkern auf eine Temperatur von 56 °C für 30 Minuten erhitzt worden oder mit Methylbromid begast sein.
( Foto: Yerpo, - Creative Commons 3.0 Unported )

 

 

England: Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers gefunden


http://www.arboristik.de In Kent, England, wurden bei einer Routinekontrolle kürzlich zum ersten Mal Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers (Anoplophora glabripennis) in einer Pappel gefunden. Das berichtet der britische Pflanzenschutzdienst FERA.
Seit 2009 steht die Umgebung des Fundortes unter Kontrolle, nachdem seinerzeit ein ausgewachsener Käfer gefunden wurde. Es wird von Seiten der zuständigen Stellen vermutet, dass damals der Käfer in der Holzverpackung einer Warenlieferung aus China den Weg nach England gefunden hat. Aufgrund der Entdeckung der Larven wird das betroffene Gebiet intensiv nach weiteren Larven durchsucht. [ ...zum Originalbericht, engl.] (Foto: Bundesamt für Naturschutz)

 

 

Schweiz: Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt


Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt Speziell trainierte Spürhunde haben in der Holzverpackung einer Steinlieferung aus Asien eine tote und zwei lebende Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt.
Die Schädlinge wurde am am 18. Mai in der Region Basel gefunden, berichtet die Onlineausgabe der Zeitschrift blick.ch. "Es ist nicht erfreulich, dass wir diese Larven gefunden haben", sagte Martin Büchel vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Basel. Die Larven seien kurz vor der Verpuppung gewesen, worauf die Käfer geschlüpft wären. Der Schädling bzw. dessen Larven werden mit Verpackungsholz oder lebenden Pflanzen aus Asien nach Europa eingeschleppt. Daher werden vor allem im Rheinhafen in Basel speziell ausgebildete Spürhunde eingesetzt. Um vermehrt Kontrollen durchführen zu können, werden derzeit auch fünf Schweizer Katastrophenhunde dazu ausgebildet, den Duft der Schädlinge zu erkennen. (Foto: Landwirtschaftskammer NRW)

 

 

Fachgespräch „EPS 2012 - Fakten, Folgen, Strategien"


prozessionsspinner Der Eichenprozessionsspinner (EPS) breitet sich witterungsbedingt in Deutschland immer weiter aus. Wie wir schon berichteten hatten vom 6. bis 7. März das Julius Kühn-Institut (JKI) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aus diesem Grund zu einem Fachgespräch eingeladen. Umfangreiches Info-Material zu diesem Fachgespräch ist nun auf den Seiten des Julius Kühn-Institut verfügbar. [ ...mehr ]

(Foto: Archiv ks)

 

 

 

 

Eichenprozessionsspinner mit vereinten Kräften bekämpfen



Eichenprozessionsspinner Der Eichenprozessionsspinner (lat. Thaumetopoea processionea) breitet sich witterungsbedingt in Deutschland weiter aus. Sowohl im Forst als auch im urbanen Grün, wie zum Beispiel in Parks, an Spielplätzen oder Alleebäumen tritt er verstärkt auf. Die Raupen des wärmeliebenden Schmetterlings schädigen nicht nur die Eichen. Sie besitzen Brennhaare, die zu Hautirritationen, Augenreizungen, Atembeschwerden bis hin zu allergischen Reaktionen führen können, wenn Menschen mit ihnen in Kontakt kommen. Experten schätzen das gesundheitsschädigende Potenzial des Eichenschädlings als sehr hoch ein. Nicht nur aus Sicht des Waldschutzes ist das Insekt daher zu bekämpfen.
Vom 6. bis 7. März 2012 hatten das Julius Kühn-Institut (JKI) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin Vertreter der zuständigen Bundes- und Landesbehörden, aber auch Experten aus Wissenschaft und Praxis zu einem Fachgespräch eingeladen. [ ...mehr ] (Foto: JKI)

 

 

Eichenprozessionsspinner - Akute Gefahr ab März


Eichenprozessionsspinner In den letzten Jahren hat sich der Eichenprozessionsspinner verstärkt ausgebreitet. Etwa ab Mitte März ist mit dem ersten Befall von Eichenbäumen und - den Präventionsexperten der Gartenbau-Berufsgenossenschaft zufolge - mit den ersten Allergien bei Beschäftigten, die mit Baumpflegearbeiten betraut sind, zu rechnen.
Einzelbäume oder kleine Baumgruppen, die gut von der Sonne beschienen werden, sind bevorzugte Plätze der Tiere. Mit Beginn der Vegetationszeit schlüpfen die Raupen und durchlaufen bis zum Juni / Juli insgesamt sechs Raupenstadien bevor sie sich dann verpuppen.
Nach der zweiten Häutung im dritten Larvenstadium verfügt die Raupe über feine Härchen (Spiegelhaare), die auch nach der Verpuppung in Form von Raupenhäuten im Nest verbleiben. Diese etwa zwei Zentimeter langen Spiegelhaare können abbrechen und dabei darin vorhandene lösliche Proteine freisetzen. Über die Haut oder Schleimhaut aufgenommen, kann dies beim Menschen zu heftigen allergischen Reaktionen führen. [ ...mehr ]   
(Foto: Sozialversicherung für den Gartenbau)

 

 

Eichenprozessionsspinner


 

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners gefährden die Gesundheit. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) macht darauf aufmerksam, dass für eine zunehmende Zahl von Anwendungen im Garten- und Landschaftsbau entweder keine oder nicht in ausreichender Anzahl zugelassene biologische Insektizide zur Verfügung stehen. BGL-Präsident Hanns-Jürgen Redeker erläutert: „Ein aktuelles Beispiel für eine sich anbahnende Bekämpfungslücke stellt die biologische Kontrolle des Eichenprozessionsspinners dar. Zum besseren Gesundheitsschutz der Bevölkerung – und auch der Beschäftigten im Garten- und Landschaftsbau – werden für Anwendungen im GaLaBau zugelassene biologische Präparate zur Bekämpfung dieses Pflanzenschädlings benötigt. Denn die Brennhaare der Raupen dieses Nachtfalters lösen beim Menschen bei Berührung oftmals juckende Hautausschläge (Raupendermatitis) oder Allergien aus. Sie können auch Entzündungen der Augen sowie der Luftwege verursachen.“ [ ...mehr ] (Foto: BGL / Leitsch Baumpflege)

 

 

Stadt Kehl: Mit Meisen gegen die Kastanienminiermotte

 

 

 

 



 Cameraria ohridella Im Kampf gegen den Schädling Kastanienminiermotte legt die Stadt Kehl nach: Neun weitere Nistkästen an Kastanienbäumen entlang des Altrheins sollen Kohl- und Blaumeisen dazu einladen, die Raupen des Schädlings zu fressen. Bereits 2011 hatten der städtische Baumpfleger Alexander Vogel und seine Kollegen vom Betriebshof 20 Meisenkästen montiert. Ein erster Erfolg habe sich gezeigt, schreibt die Stadtverwaltung Kehl.
„Fünfzehn der zwanzig Kästen waren schon besiedelt“, berichtet Alexander Vogel, „das ist eine ganze Menge“. Den zwanzig mit Nistkästen ausgestatteten Kastanien sei es 2011 tatsächlich besser ergangen als in den Vorjahren: „Ende Juli hatten die Bäume noch grüne Blätter. Die Kastanien auf der anderen Uferseite hingegen waren schon im Juni rostbraun.“
Da die Kastanienminiermotte hierzulande keine natürlichen Feinde hatte, konnte sie sich ungehindert ausbreiten. Versuche mit Pheromonfallen brachten in der Vergangenheit nicht den gewünschten Erfolg. Inzwischen besteht aber die Hoffnung, dass die Meisen gelernt haben, die Insekten zu fressen. Ob die Vögel tatsächlich allein für den guten Zustand der Kastanien verantwortlich sind, steht allerdings noch nicht fest. Denn im Zuge der Umgestaltung des Altrheinufers im vergangenen Jahr wurde dieser Bereich intensiv gewässert. „Das hat den Bäumen sichtlich gut getan“, meint Alexander Vogel. Deshalb setzen er und seine Kollegen in diesem Jahr nicht nur auf zusätzliche Nistkästen an neun weiteren Kastanien, sondern planen die Bäume weiterhin verstärkt zu bewässern. Um nach Versuchsende sicher zu sein, ob die Meisen tatsächlich die Raupen der Miniermotte fressen, sind an vier Kastanien keine Nistkästen montiert worden. (Foto: David C. Lees)

 

 

Kastanien in voller Blüte - Kastanienminiermotten startklar


Kastanie in voller BlütenpractIn diesen Tagen lassen sie sich aller Orten bewundern: die wunderschönen Blütenkerzen der Rosskastanien. Für die meisten Deutschen ist es die schönste Blüte von allen Bäumen. Und
keiner möchte die Kastanien aus dem Landschafts- und Stadtbild verschwinden sehen. Doch so könnte es kommen!
Zum Ende der Kastanienblüte fliegt die erste Generation der Kastanienminiermotte wieder aus. „Dieses eingewanderte Insekt verursacht die frühe Blattfärbung an den Kastanien und lässt die Bäume bereits im Spätsommer an vielen Orten so erscheinen, als wären sie vertrocknet.“ erklärt Christoph Rullmann, der Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Bundesverband. „Doch ohne grüne Blätter keine Photosynthese, kein Stoffwechsel bei den Bäumen - darunter leiden die Bäume immens.“, so Christoph Rullmann weiter. [ ...mehr ] (Foto: SDW )

 

 

 

Cameraria ohridella...

 

...und ihr zerstörerisches Werk. Vielerorts färben sich die Blätter der Roßkastanien (Aesculus hippocastanum) schon im Sommer herbstlich braun. Es handelt sich hierbei um das Schadbild der Roßkastanien-Miniermotte - Cameraria ohridella [ ...mehr ]

(Foto: Dr. Ch. Tomiczek, Wien)

 

 

 

 

 

Cameraria ohridella...neue Fakten zur Herkunft


Die Kastanienminiermotte lebte schon 1879 am natürlichen Standort der Rosskastanie in Griechenland. Der hochinvasive Schädling kam damit bereits mehr als 100 Jahre vor seiner wissenschaftlichen Entdeckung am Balkan vor. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie eines internationalen und interdisziplinären Teams um David Lees (Institut National de la Recherche Agronomique, Frankreich und Natural History Museum, London) und H. Walter Lack (Botanischer Garten und Botanisches Museum, Freie Universität Berlin) aufgrund einer Analyse von Herbarbelegen. Sie lösen eine 20-jährige Debatte zur Herkunft der Kastanienminiermotte und deren Invasion in Europa. Für den blattminierenden Schädling ist ein Ursprung am Balkan jetzt sicher. [ ...mehr ] (Foto: David C. Lees)

 

 

 

Klimawandel führt zu Einwanderung
neuer schädlicher Baumpilzarten


Pilze lieben warmfeuchtes Wetter. Der Klimawandel führt dazu, dass neue schädliche Baumpilzarten in Deutschland heimisch werden. Welche Arten dies sein werden, verrät ein Blick in die südlichen Nachbarländer, zum Beispiel nach Italien.
Einer der Krankheitserreger, der in den vergangenen Jahren den Sprung über die Alpen geschafft hat ist Cryphonectria parasitica. Dieser Pilz löst den Rindenkrebs der Esskastanie aus. In Italien ist der ursprünglich aus Asien stammende Pilz seit 1938 bekannt. Da die Esskastanie hier weit verbreitet ist, entwickeln die für Pflanzenschutz zuständigen Wissenschaftler bereits seit längerem Strategien, um die Produzenten der "heiß" geliebten Maroni vor dem Krebstod zu bewahren. Um den Anfängen des Rindenkrebs in Deutschland zu wehren, arbeiten die Wissenschaftler vom Institut für Pflanzenschutz im Forst des Julius Kühn-Institut jetzt mit italienischen Kollegen vom Instituto per la protezione delle piante, dem Pflanzenschutzinstitut in Florenz, zusammen. [ ...mehr ] (Foto: JKI)

 

 

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