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Das Umweltarchiv der Bäume

Was können wir daraus für die Zukunft lernen?

 

Das Umweltarchiv der Bäume – was können wir daraus für die Zukunft lernen?
Foto: pixabay.com / CC0 1.0

 

(19.4.2018) Internationale Tagung im Krupp-Kolleg bringt Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen zusammen, die mit Jahresringen von Bäumen arbeiten.

 

Wälder und Bäume sind hochsensitive Anzeiger für Umweltveränderungen aller Art. Vom Klimawandel bis zu Luftverschmutzung, von Dürreperioden bis zu Vulkanausbrüchen, Jahresringe von Bäumen erlauben Rückschlüsse auf verschiedenste Ereignisse der Vergangenheit in vielen Teilen der Erde.


Daraus lassen sich Vorhersagen für die Zukunft ableiten. Wie sehen die Waldökosysteme der Welt in Zukunft aus? Wie werden sich ihre Funktionen wie Kohlenstoffspeicherung oder ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Wetterextremen verändern? Wie kann man die Umweltarchive der Bäume am besten nutzen? Die internationale, jährlich stattfindende Konferenz →TRACE - Tree rings in Archeology, Climatology and Ecology, die 2018 erstmals in Greifswald ausgerichtet wird, nimmt sich dieser und weiterer Fragen aus der Sichtweise verschiedenster Wissenschaftsdisziplinen an.

Gerade die Zusammenarbeit von Klimatologen, Waldökologen, Archäologen, Geografen, oder Forstgenetikern verspricht methodische Neuentwicklungen und verbesserte Vorhersagen zur Zukunft der Wälder und einzelner Baumarten.


Ein Baum für meine Uni
Rund 1000 Bäume sollen während der Tagung in und im Umland von Greifswald durch die Tagungsteilnehmern gepflanzt werden, um die C02-Emmissionen, die durch die Anreise entstanden sind, auszugleichen.
Foto: Universität Greifswald, Lehrstuhl für Landschaftsökologie, Institut für Botanik und Landschaftsökologie

Neben dem wissenschaftlichen Programm steht auch die praktische Arbeit im Fokus: Einen Nachmittag werden die Konferenzteilnehmer knapp 1000 Bäume pflanzen – und zwar lokal angepasste Laubbaumarten. Durch eine Zusammenarbeit mit dem Universitätsforst und der Spendenaktion „Ein Baum für meine Uni“ sollen damit in den nächsten Jahren die CO2-Emissionen der Teilnehmer, die durch die Anreise entstanden sind, lokal kompensiert werden. So speichert z.B. eine 50-jährige Buche 1000kg CO2, was ca. drei Flügen von London nach Frankfurt und zurück entspricht.


Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald kofinanzierte Tagung bringt mehr als 150 Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, und Studierende aus über 30 Ländern vom 24. bis 27. April 2018 im Krupp-Kolleg zum internationalen Austausch und zur weiteren Vernetzung zusammen. Während eines öffentlichen Abendvortrages in deutscher Sprache wird Professor Dr. Harald Bugmann von der ETH Zürich in der Schweiz am 26. April einen „Streifzug durch die Wälder der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ anbieten. Der Abendvortrag steht allen Zuhörern offen.
(Katja Kottwitz)


Weitere Informationen:
TRACE 2018 – Tree Rings in Archaeology, Climatology and Ecology
Universität Greifswald, Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald



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