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Rußrindenkrankheit

Eine Gefahr für Mensch und Baum als Folge der Klimaerwärmung

Rußrindenkrankheit - Eine Gefahr für Mensch und Baum als Folge der Klimaerwärmung
Symbolfoto: pixabay.com / CC0 1.0

 

(17.6.2016) Absterbende Ahornbäume mit abblätternder Stammrinde, unter der großflächig schwarzer „Staub“ zutage tritt, sind ein untrügliches Zeichen für die Pilzart Cryptostroma corticale, von der man definitiv weiß, dass sie durch steigende Sommertemperaturen begünstigt wird. Diese Pilzart produziert enorm viele Sporen, es besteht die Gefahr einer Beeinträchtigung der Atemwege bei längerem Aufenthalt in der Nähe von stark betroffenen Bäumen.

 

Rußrindenkrankheit - Eine Gefahr für Mensch und Baum als Folge der Klimaerwärmung
Gefahr für die menschliche Gesundheit. Schwarze Sporenschicht am Stamm eines Spitzahorns in Wien.
Foto: BFW / Thomas Cech

Folge der Klimaerwärmung

Woran erkennt man diese Krankheit? Ahornbäume welken, die Krone stirbt zurück und am Stamm löst sich die Rinde flächig ab. Der darunter liegende Holzkörper ist von einer bis zu einen Zentimeter dicken schwarzen Schicht aus mikroskopisch kleinen Pilzsporen bedeckt. Diese werden durch den Wind verbreitet und bei Regen den Stamm hinab geschwemmt. Fällt man einen noch lebenden Baum, so zeigt sich ein im Querschnitt grünlich, gelblich oder bräunlich verfärbter Holzkörper.

 

Voraussetzungen

Die Cryptostroma-Rindenkrankheit des Ahorns ist eine typische Folge von außergewöhnlich langen und trockenen Sommern, durch die Ahornbäume so geschwächt werden, dass der Pilz, der als so genannter Endophyt im Holz des Stammes symptomlos lebt, sich im Holzkörper ausbreiten und schließlich die Rinde zerstören kann.
Kaum eine andere Pilzart ist imstande, in der Natur dermaßen große Sporenzahlen pro Flächeneinheit zu produzieren. Deshalb besteht die Gefahr einer Beeinträchtigung der Atemwege bei intensivem Aufenthalt in der Nähe von stark betroffenen Bäumen. Vor allem für Menschen mit einer vorbelasteten Lunge oder einer allergischen Grunderkrankung kann der Kontakt mit den Pilzsporen Husten, Atemnot, Müdigkeit oder Fieber auslösen.

 

Entfernen unter Sicherheitsmaßnahmen

Vor allem im städtischen Bereich ist die gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung durch die Sporen der Cryptostroma-Rindenkrankheit ein Thema. Deshalb müssen Bäume, auf denen sich die Sporen bereits entwickelt haben, umgehend gefällt werden. Bei der Fällung sind Sicherheitsmaßnahmen (Mundschutz, vorheriges Benetzen mit Wasser) empfehlenswert. Die Stämme sollten sofort verbrannt werden, sie für die Nutzung als Brennholz zu lagern dämmt die Gefahr der Sporenverbreitung nicht ein. Wird ein erkrankter Baum von einem Spaziergänger entdeckt, sollte dies dem zuständigen Amt gemeldet werden. Hegen private Baumbesitzer den Verdacht, ihr Baum sei von der Rußrindenkrankheit befallen, sollten sie sich an ein Baumpflegeunternehmen wenden. Die Firmen verfügen über das Fachwissen, eine Diagnose zu stellen, und fällen den Baum, falls dies erforderlich ist.
(Quelle: BFW)


 

Weiterführende Informationen

GALK - Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz

ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

 

 

 

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