Arboristik - Baumpflege

Baumpflege  |  Nachrichten  |  Produkte  |  Schadorganismen  |  Wissen  |  Recht

 

 

Jungbaumschnitt

Vorsorge statt Nachsorge

Jungbaum
Foto: pixabay / CC0 1.0

 

(2.12.2018) Dieses Jahr brachte nicht nur den zweitheißesten, sondern auch den zweittrockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung hervor. Bedingungen, die insbesondere den Jungbäumen zu schaffen gemacht haben. Im Gegensatz zu ausgewachsenen Exemplaren reichen bei jungen Bäumen einige wenige Monate Trockenheit, um sie absterben zu lassen. So war es keine Seltenheit, braune oder welke Blätter auf den Gehwegen zu sehen.

 

Vom Norden Deutschlands über Berlin und Brandenburg bis hin zur südlichen Alpenregion wurde die hiesige Fauna mit zusätzlicher Bewässerung unterstützt. Neben ausreichend Wasser ist auch der vorsorgliche Baumschnitt für ein optimales Wachstum der Jungbäume unerlässlich.

 

Baumschnitt bei Jungbäumen

 

Wie sich ein Baum entwickelt wird maßgeblich durch seinen Standort und seine Umgebung bestimmt. Weil das Wachstum von Waldbäumen durch benachbarte Bäume begrenzt ist, wachsen sie zumeist schmal und hoch. Freistehende Straßenbäume tendieren hingegen zu einem langsameren Höhenwachstum sowie einer stark verzweigten und breiten Entwicklung. Dementsprechend wichtig ist es, sie im Hinblick auf Verkehrssicherheit, Baumgesundheit und bestmöglicher Raumnutzung von Anfang an zu pflegen.

 

Der Jungbaumschnitt wird auch als Erziehungs- und Aufbauschnitt bezeichnet. Bäume, die bereits in jungen Jahren fachgerecht gepflegt und beschnitten werden, benötigen im Laufe ihrer Reife weniger korrigierende Maßnahmen. Mit dem Baumschnitt an Jungbäumen sollen Fehlentwicklungen frühzeitig vermieden, der Aufbau eines robusten Kronengerüstes zur Stärkung der Baumstatik ermöglicht und die künftige Form des Baumes gestaltet werden. Auf diese Weise sparen Baumbesitzer langfristig nicht nur Kosten, sondern beugen auch schwerwiegenden Verletzungen in späteren Reifephasen vor.

 

Der Schnitt sollte in der Vegetationsperiode, also in der Zeit, in der die Bäume grüne Blätter tragen, erfolgen. Die Wundheilung der Schnittstellen ist zu dem Zeitpunkt wesentlich erleichtert. Über die äußeren Einflüsse hinaus ist der richtige Schnittzeitpunkt auch von der Baumart abhängig. Darüber hinaus muss die richtige Schnittführung beachtet werden, sowie auf die fachkundige Auswahl der zum gewünschten Wuchs führenden Schnittstellen um nur einige der wichtigen Grundregeln zu nennen. Um nichts dem Zufall zu überlassen, nehmen viele die Services von qualifizierten Baumpflegediensten in Anspruch. Unternehmen wie die → Baumpflege Kasper unterstützen Baumbesitzer in Berlin und Brandenburg beim Baumschnitt, damit ihr Bestand langfristig vital und verkehrssicher bleibt.

 

Lichtraumprofil muss beachtet werden

 

Auch das Lichtraumprofil ist dahingehend vorzubereiten, dass das gefahrlose Passieren von Straßen und Gehwegen ermöglicht wird. Bäume, Hecken und Sträucher sowie weitere laubtragende Gehölze müssen so angepflanzt und erhalten werden, dass die Sicherheit des Verkehrs für Fußgänger und Fahrzeuge zu jeder Zeit gewährleistet ist. Zwar kann sich das Lichtraumprofil je nach Verkehrsbedeutung der Straße unterscheiden, jedoch gelten in der Regel 2,5 m über Gehwegen und 4,5 m über Straßen als Lichtraum. Gleichzeitig muss der seitliche Verkehrsraum ausreichend frei gehalten werden, während Verkehrszeichen, Ampeln und Hinweisschilder gut sichtbar bleiben müssen. Letztlich setzt ein guter Baumschnitt - neben der notwendigen Fachkenntnis - auch das richtige Werkzeug voraus, damit das Gehölz beim Eingriff nicht beschädigt wird.
(goodRanking)


 

 

zurück zur Übersicht oder zur Startseite



 

2003 - 2018 - arboristik.de - All rights reserved